Stille Reserven – was hat das mit dem
Tradingkonto zu tun? Auf den ersten Blick erst mal gar nichts könnte
man denken, aber lest die Geschichte unserer Meyers.
Familie Meyer (Vater Hugo, Mutter Klara
und Sohn Rudi) verfügen über ein monatliches Einkommen von 3.000
Euro netto. Nachdem Miete, Energie, Telefon, Versicherungen und die
Rate fürs Auto abgezogen sind, bleiben immerhin noch 1.600,00 Euro
übrig. Aber unsere Meyers müssen ja auch essen, trinken und sich ab
und zu auch mal was zum Anziehen kaufen – gerade der Rudi macht im
Moment eine extreme Wachstumsphase durch und ist innerhalb von einem
Vierteljahr aus sämtliche Klamotten raus gewachsen.
Wie jeden Monatsanfang sitzen die
Meyers am Küchentisch und überlegen wie sie das Geld einteilen
sollen. Mutter Klara sagt:“Also ich brauch jede Woche 300,00 Euro
für den Haushalt (Essen,Trinken, Wasch-und Putzmittel, Taschengeld
für Rudi - schlägt auch mit 15,00 Euro zu Buche) und der Junge
braucht was zum anziehen, dafür will ich nochmal 100,00 Euro
ausgeben!“ Vater Hugo meldet an, dass die Familie in dem Monat zum
60. Geburtstag des Onkels eingeladen ist – da muss ein Geschenk her
- und er beansprucht 50,00 Euro, da er sich ja nicht lumpen lassen
will. Nun kommt Rudi mit seinen Vorstellungen. „Diesen Monat habe
ich Klassenfahrt, ich kann doch nicht mit 15,00 Euro dahin fahren –
da brauch ich einen Zuschuss! Ich hätte gern 30,00 Euro extra, meine
Klassenkameraden haben alle 75,00 Euro dabei – den Rest nehme ich
aus meinem Sparschwein.“
Hugo rechnet zusammen: „1.200,00 Euro
für den Haushalt, 100,00 Euro für Klamotten, 80,00 Euro
Sonderausgaben – Klasse, da bleiben uns ja noch 220,00 Euro übrig!
Da können wir sogar noch 100,00 Euro aufs Sparbuch legen und vom
Rest uns ein schönes Wochenende machen.“
Klara fragt nach: „Sag mal, wie viel
haben wir den auf der hohen Kante im Moment?“ Hugo schaut nach und
guckt etwas unglücklich aus der Wäsche: „Letzten Monat die
Waschmaschinenreparatur – das war eine Extraausgabe von 300,00
Euro, im Monat davor die Autoinspektion auch 250,00 Euro, das
Sparbuch winkt mit der roten Fahne, da sind grad mal noch 540,00 Euro
drauf.“
Die Meyers überlegen ob es nun
wirklich sinnvoll ist trotz Klassenfahrt und 60. Geburtstag den Rest
von 120,00 Euro für ein schönes Wochenende auf den Kopf zu hauen
oder ob sie nicht lieber statt der 100,00 Euro lieber alles aufs
Sparbuch legen. Da sie ein vorsichtiges Moneymanagment in der
Familienkasse betreiben – siegt die Vernunft über die
Unternehmungslust und es wandern in diesem Monat 200,00 Euro auf
Sparbuch und mit den 20,00 Euro gehen die drei in die Eisdiele ihres
Vertrauens.
Was hat diese Geschichte nun mit
Moneymanagment beim Traden zu tun?
Nun! Genau wie unsere Meyers sollte man
dafür sorgen, dass nach unseren Investitionen immer noch genügend
stille Reserven vorhanden sind um eventuell ein unvorhergesehenes
Ereignis - wie die Waschmaschinenreparatur der Meyers oder einen in
die falsche Richtung laufenden Trade – abfangen zu können.



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