Dienstag, 21. Januar 2014

Der Mittwoch verspricht viel Volatilität








Ein Blick in den Wirtschaftskalender verspricht für den Mittwoch in fast allen Währungen viel Volatilität, die durch einige hochkarätige Daten ausgelöst werden könnte.

Bevor wir auf die Daten blicken – leider aus rechtlichen Gründen unerlässlich – der übliche Hinweis: Meine Ausführungen stellen keine Handelsempfehlungen dar!

Bereits in der Nacht haben wir es mit den Verbraucherpreisen und der Konsumentenstimmung aus Australien zu tun

00:30 Uhr Westpac Konsumentenstimmung Australien

Hier geht es die Meinung von 1.200 Verbrauchern aus Australien die zu ihren in der nahen Zukunft liegenden Kaufabsichten befragt werden. Es handelt sich um einen Frühindikator, der hilft die zu erwartenden Verbraucherausgaben zu beurteilen. Dies gibt wiederum Aufschluss über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Australien. Im Dezember viel dieser Wert von +1,9 % überraschend auf -4,8 %. Eine Prognose für diese Lesung gibt es nicht – wir sollten mit fallenden AUD-Kursen rechnen, wenn der Wert unter -4,8 % liegen sollte.

01:30 Uhr Verbraucherpreise Australien

Hier werden wir mit einer ganzen Flut von Kennzahlen rund um die Verbraucherpreisentwicklung konfrontiert. Der VPI wird einmal in der Quartalssicht und einmal in der Jahressicht gemeldet. Insgesamt zeigen die Kennzahlen rückläufige Tendenzen. Der VPI in der Quartalssicht soll nur noch bei 0,5 % nach zuvor 1,2 % liegen, in der Jahressicht kommen nach 2,2 % allerdings 2,5 % aufs Jahr in Betracht. Hier sollten wir davon ausgehen, dass über den Prognosen liegenden Werte positiv auf den AUD wirken.

Alle Kennzahlen, Vergleichswerte und Prognosen aus Australien sind hier zu finden.

Wenden wir uns nun Japan – dem Hauptakteur in dieser Nacht – zu

05:30 Uhr Aktivitätsindex aller Industrien Japans

Hier geht es um die Entwicklung der Produktion in Japan. Dieser Index misst die Produktionsmengen und lässt Rückschlüsse auf das BIP und den generellen Zustand der japanischen Wirtschaft zu. Ein Zuwachs in dieser monatlichen Kennzahl von 0,4 % nach einem Rückgang um 0,2 % im Dezember wird erwartet. Sollte dieser nicht eintreten, könnte der Yen unter Druck geraten.

Ohne Uhrzeit – wie immer – haben wir es mit der Zinsentscheidung der Bank of Japan und der anschließenden Pressekonferenz in dieser Nacht zu tun. Üblicherweise um den Handelsschluss an der Börse in Tokio – hier – einsehbar, werden wir erfahren was die Bank of Japan für Maßnahmen ergreifen will. Eine Zinsveränderung halte ich persönlich für ausgeschlossen – weniger als 0,1 % sind kaum denkbar. Wahrscheinlicher ist es meiner Meinung nach, das man weitere Druckerpressen in Betrieb nimmt um noch mehr Yen zu drucken. Wer im Yen investiert ist, sollte hier auf jeden Fall sehr aufmerksam sein und die Marktreaktionen beobachten. Da es leider immer wieder vorkommt, dass die Performance von eToro oder dem Webtrader in hochvolatilen Zeiten genauso wenig ausreicht wie eine Gießkanne Wasser bei einem Waldbrand – sollten die StopLoss frühzeitig angepasst werden.

Aus der Sicht des Euro liegen derzeit für den morgigen Tag keine nennenswerte Meldungen vor, die europäische Handelssession wird von den Arbeitsmarktdaten aus Großbritannien und dem MPC Versammlungsprotokoll geprägt sein, Impulse für den schweizer Franken könnten von den ZEW Konjunkturerwartungen für die Schweiz ausgehen. Hierzu im nächsten Teil mehr.

Am Nachmittag – wenig Daten







Nachdem der Vormittag uns mit den Zahlen des ZEW beschäftigt hat – die Werte aus Deutschland zeigten eine leichte Eintrübung am Horizont – was die Stimmung unter den Analysten und Großanlegern anging – während der gleiche Wert für die gesamte Eurozone überzeugen konnte blicken wir nun auf das wenige was der Markt heute am Nachmittag an Daten zu bieten hat.

Zuvor der übliche Hinweis: Meine Ausführungen stellen keine Handelsempfehlungen dar!

Nun als Vorbote der diese Woche noch anstehenden Zentralbankentscheidungen haben heute die türkische und die ungarische Nationalbank ihre Sitzungen. Aus der Türkei werden unveränderte 4,5 % als Leitzins erwartet, in Ungarn gehen die Prognosen von einer Senkung auf 2,9 % - derzeit noch 3,0% - aus. Dies dürfte allerdings nur geringe Auswirkungen auf uns im Devisenhandel haben – es sei denn, dass die Zinssätze gerade in der derzeit unsichereren Türkei drastisch gesenkt würden – und somit eine weitere Flucht aus der türkischen Lira in Dollar und Gold – wie in der letzten Woche bereits – einsetzen würde.

Ab 14:30 Uhr blicken wir auf Kanada:



Kanadischer Produktionsverkauf

Hier geht es um die Verkaufszahlen des kanadischen Herstellungssektors. Im letzten Monat war hier noch ein Zuwachs von 1,0 % gemeldet worden, diesmal rechnet man nur noch mit 0,4 % Zuwachs. Schwächelnder Absatz in den Produktionsbetrieben ist nicht unbedingt ein Wachstumssignal für die Gesamtwirtschaft, daher können wir mit fallenden Kursen im kanadischen Dollar rechnen, wenn die Prognosen noch unterboten würden.

Großhandelsumsätze in Kanada

Die Waren gelangen von den Herstellern über den Großhandel in den Einzelhandel und somit zum Endverbraucher. Fast logisch, wenn der Zuwachs bei den Produktionsmengen sinkt, das auch die Prognosen für den Großhandel weniger Zuwachs vorhersehen. Hier geht man auch mit einem geringeren Wachstum von 1,0 % nach zuvor 1,4 % aus. Gleiche Annahme wie zuvor bei im Produktionsverkauf – ein Nichterreichen der Prognosen sollte CAD unter Druck bringen.

www.nationalflaggen.de
Auch ohne Daten aus USA können wir auf mehr Bewegung am Markt im Laufe des Nachmittags rechnen, da die Börsenhändler aus USA heute aus ihrem verlängerten Wochenende zurück an ihre PCs und aufs Börsenparkett kehren – ausgeruht und hoffentlich hungrig auf Erfolge. Von daher – es kann kein Fehler sein heute Nachmittag aufmerksam zu sein.

Spät am Abend – wie üblich die Erdöl-, Benzin- und Destillatlagerbestände der API (American Petroleum Institute). Wer also im schwarzen Gold investiert ist oder dies beabsichtigt – für den ist erst nach 22:30 Uhr Ende des Börsentages.

Soweit der Überblick über den „Restdienstag“ - allen viel Erfolg und gutes Gelingen. Nutzt den relativ ruhigen Tag um Euch auf den Rest der Woche vor zu bereiten – es stehen diese Woche noch ein paar hochkarätige Entscheidungen an!

Neues Zeitalter bei den Charts von eToro


Seit gestern hat bei eToro das neue Zeitalter der Chartdarstellung begonnen.

Leider ohne – wie ich finde dringend erforderliche -Erklärungen. So einfach wie aus dem Nichts werden da wesentliche Änderungen der Community vorgesetzt – die sich natürlich auch auf die Tradingerfolge auswirken, wenn man keine Fremdcharts nutzt.

Nun auch wenn es nicht meine Aufgabe ist – ich habe mir heute morgen mal die Mühe gemacht um einige Dinge anhand von Screenshots zu zeigen.

Wo finde ich die Instrumente, die ich analysieren will ?



Wenn man die Charts aus dem Webtrader öffnet ist immer das Währungspaar aus dem man den Chart öffnet eingestellt. Oben links auf die Währung klicken und schon öffnet sich ein Auswahlmenue – unterteilt nach den verschiedenen Arten der handelbaren Instrumente – meiner Meinung nach eine brauchbare Lösung.

Wo kann ich andere Zeitfenster einstellen?



Neben dem Währungspaar findet man – standardmäßig auf 5 Minuten eingestellt – einen kleinen Pfeil, darunter sind die verschiedenen Zeiten auswählbar. Leider meiner Meinung nach aber immer noch nicht langfristig genug wählbar – so fehlt gerade für Aktien-CFD,s meiner Meinung nach immer noch ein Monats- oder Jahreschart

Wo kann ich zwischen Balken- Flächen- oder Candlestickchart wählen?



Unter dem Button Darstellung sind die verschiedenen Darstellungsformen einstellbar.

Wo kann ich Indikatoren einstellen?



Unter Studien sind eine Vielzahl von Indikatoren einstellbar. Achtung – speichern muss man diese nicht extra. Sie werden automatisch gespeichert. Nur wie wird man diese Linien wieder los? Eine Schaltfläche zum löschen – Fehlanzeige! Die Lösung für dieses Problem habe ich mit Hilfe meines Mannes durch Ausprobieren gefunden.

Man klicke mit der rechten Maustaste auf die entsprechende Linie – nicht wie eigentlich zu erwarten geht da ein Fenster mit der Möglichkeit Einstellungen zu verändern oder löschen zu wählen auf – NEIN der Indikator ist komplett verschwunden.

Wo kann ich Zeitzone oder Farbgestaltung meinen Bedürfnissen anpassen?



Hinter dem Zahnrad ist ein Pfeil – darunter verbirgt sich ein Auswahlmenü.

Eine wichtige Einstellmöglichkeit sind die fast unsichtbaren hellgrau auf weiss angezeigten Plus- und Minuszeichen unten in der Mitte – damit kann man die angezeigte Zeitebene erweitern oder verkleinern. Hier würde ich mir eine auffälligere Farbgebung der Zeichen wünschen – oder soll man diese nicht unbedingt finden?

 Was es mit dem grünen Button „Share“ auf sich hat.. da habe ich noch keine Erklärung für gefunden – wer hier helfen kann – nutzt bitte die Kommentarfunktion!!!!

Nun - was ich von den neuen Charts halten soll.. gute Frage! 

Ich bin Neuerungen gegenüber normalerweise aufgeschlossen - aber auch kritisch gegenüber - eingestellt und habe hier mein erstes Fazit zusammengefasst:

Kurz und gut – wer mit den neuen eToro Charts arbeiten will – dem kann diese kleine Zusammenfassung vielleicht das zurecht finden erleichtern.

Ich persönlich werde nach wie vor meine Charts von Fremdanbietern und meinen heiß geliebten MT4 verwenden, da zum Beispiel ich im Firefox keine Chart öffnen kann ohne mein Disconnect (ein hilfreiches Programm was Ausspähen meines Rechners verhindert) zu deaktivieren. Ich frage mich – warum gehen die Chart mit dieser Sicherheitseinstellung nicht oder wer hat Interesse meine Einstellungen im Chart zu sehen.




Montag, 20. Januar 2014

Auch der zweite Handelstag der Woche bietet wenig wichtige Daten









Nachdem der Montag schon durch die fehlenden Daten aus USA aus Nachrichtensicht eher langweilig verlief, stehen für den zweiten Handelstag der Woche auch leider nicht wesentlich mehr hochkarätige Wirtschaftsmeldungen auf dem Programm.

Beginnen wir – wie üblich – mit dem rechtlich erforderlichen Hinweis:

Die nachfolgenden Ausführungen sind keine Handelsempfehlungen!

Nun aber zu den Daten:

mit Ausnahme einer Anleiheauktion Japans tut sich in der Nacht aus Sicht des Wirtschaftskalenders nichts – Zeit um auszuschlafen oder?

08:00 Uhr Arbeitslosenquote Finnland


Finnland, eines der kleineren Euroländer hat eine Arbeitslosenquote von 8,5 % in der letzten Lesung gemeldet. Prognosen für diesen Wert gibt es leider keine – also könnte eine schlechtere Quote als 8,5 % den Euro leicht belasten.

09:30 Uhr Verbrauchervertrauen Niederlande

Dieser Wert gilt als Frühindikator für die künftige Konsumbereitschaft der Bevölkerung. Im Frühjahr 2013 lag der Wert noch bei -44 und hatte sich bis zum Jahresende spürbar auf -16 erholt. Wir können abwarten was diese Lesung ergibt – für den Euro sind meiner Meinung nach allenfalls kleinere Korrekturen zu erwarten. Werte besser als -16 sollten den Euro stützen.


11:00 Uhr ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschland und Eurozone


Hier haben wir es mit dem Highlight des Vormittags aus Datensicht zu tun. Über die Bedeutung dieser Kennzahl gibt es in meinem Blog gibt es folgenden Beitrag: ZEW-Konjunkturerwartungen.

Betrachten wir die zu erwartenden Werte im Vergleich zur letzten Lesung:

Deutschland:

Man erwartet bei den Konjunkturerwartungen einen Anstieg auf 64, zuletzt lag der Wert bei 62. In der aktuellen Konjunkturalge erwarten wir einen Anstieg auf 34,1 nach zuvor 32,4

Eurozone:

Auch für die Eurozone stehen die Erwartungen des ZEW auf Aufschwung! Man prognostiziert hier einen Wert von 70,2 nach zuvor 68,3.


Für uns in Devisenhandel können wir mit steigenden Eurokursen rechnen, wenn die Prognosen übertroffen werden.

12:00 Uhr CBI Industrielle Trendaufträge

www.nationalflaggen.de
Hier sind die Freunde des britischen Pfundes gefragt. Wir erhalten einen Einblick in die zu erwartenden Entwicklung des Herstellungssektors. Aus 550 Produktionsbetrieben Großbritanniens werden die Führungskräfte nach ihren Einschätzungen zu Entwicklung ihrer Betriebe befragt. Werte über 0 in dieser Kennzahl deuten auf überwiegend positive Einschätzungen und somit auf Wachstumsaussichten hin. Zuletzt lag der Wert bei 12 und soll den Prognosen nach leicht rückläufig sein und bei 10 landen. Ein schlechterer Wert als erwartet würde zu einer Schwächung des britischen Pfundes führen können.

Im Laufe des Vormittags – wie für Spanien üblich ohne konkrete Zeitangabe – erfolgt die Bekanntgabe der spanischen Handelsbilanz (für die Handelsbilanz erwartet man ein deutlich schrumpfendes Defizit) und den spanischen Hauspreisindex, der mit einem weiteren Rückgang um 0,10 % erwartet wird. Hier kann es also im Laufe des Vormittags zu Kursbewegungen im Bereich des Euro kommen - eine passende Absicherung der Trades ist daher empfehlenswert.

Hiermit möchte ich es für diesen Teil bewenden lassen und danke für die Aufmerksamkeit. 

Eines zum Schluss noch – so ruhig wie die Woche begonnen hat wird sie zu unserer Freude nicht bleiben. Uns erwarten noch die Zinsentscheidungen aus Kanada und Japan (hier können wir gespannt sein, wie Japan auf die schwächelnden Wirtschaftszahlen reagieren wird) und zum Wochenschluss noch das Weltwirtschaftsforum in Davos. Dazu aber zu gegebener Zeit mehr....


Sonntag, 19. Januar 2014

Wichtiges in der Nacht zum Montag aus den Wirtschaftskalender








Liebe Leser meiner Wirtschaftsnachrichten – zwar in etwas reduzierter Form – geht mein Service zu den wichtigen Daten erst mal weiter.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier nicht um Handelsempfehlungen dreht sondern ich hier nur meine eigene Interpretation der Marktrelevanz der einzelnen Meldungen darstelle.

Genug des langen Vorworts – nun aber zum eigentliche Zweck meines Postes – den Wirtschaftsmeldungen.

00:30 Uhr MI Inflations-Maß Australien

Hier erfahren wir vom Melbourne Institute (anders als beim Verbraucherpreisindex) wie sich die Preise aus der Sicht der Verbraucher entwickelt haben. Die Daten des VPI werden im Quartalsvergleich ermittelt – hier wird der Monatsvergleich zugrunde gelegt. Im letzten Monat lag die Preisentwicklung bei +0,2 % - eine Prognose gibt es leider nicht. Man kann davon ausgehen, dass eine höhere Preissteigerung als 0,2 % positiv auf den australischen Dollar wirken sollte.

01:01 Uhr Rightmove Hauspreisindex des Vereinigten Königreichs

Einen Einblick in den britischen Immobilienmarkt und die dortige Nachfragesituation erhalten wir zu ungewöhnlicher Zeit. Nachdem die Zahlen für Großbritannien in der letzten Woche nicht unbedingt überzeugen konnten, könnte hier eine unangenehme Überraschung auf Anleger, die in der britischen Währung mit Kaufpositionen investiert sind, warten. Im Novemner und Dezember wurden schon rückläufige Preise gemeldet – 2,8 % und -1,9 %, sollten in dieser Lesung ebenfalls fallende Immobilienpreise gemeldet werden, könnte dies das britische Pfund belasten, da ein schwacher Immobilienmarkt auch ein Spiegel für eine generelle Schwächung der britischen Wirtschaft sein könnte.

03:00 Uhr Wichtige Kennzahlen aus China



China gibt in dieser Nacht viele wichtige Kennzahlen bekannt. Zunächst – warum halte ich China eigentlich für so wichtige für uns im Devisenhandel? Nun China ist extrem exportabhängig und die dortige Wirtschaftsentwicklung stellt ein Spiegelbild der Nachfragesituation auf dem Weltmarkt dar. Aus diesem Grund können sich starke oder schwache Zahlen auf das gesamte Weltwährungsgefüge auswirken und für Turbulenzen in den Kursverläufen sorgen. Meiner Meinung nach, ist es kein Schaden, wenn man seine offenen Positionen heute Nacht entweder mit sehr knappen Absicherung versieht oder sehr großzügig kalkuliert (je nach dem persönlichen Tradingstil). Ich für meinen Teil bevorzuge die bessere Absicherung, da ich nicht unbedingt Investitionen verlieren möchte nur weil der Docht einer Kerze meine StopLoss-Marke erreicht. Natürlich gibt es auch die gegenteilige Meinung – lieber einen kleinen Verlust in Kauf nehmen als den StopLoss erweitern.

Nun aber zu den chinesischen Daten:

Bruttoinlandsprodukt

Chinas Wirtschaftswachstum ist immer noch beeindruckend, wenn man den letzten Werten und der Prognose glauben will – aufs Jahr gesehen 7,6 % nach zuvor 7,8 %, aufs Quartal gesehen 2,0 % nach zuvor 2,2 %. Aber auch an China geht die schwächelnde Nachfrage auf dem Weltmarkt sowie die schwächere Inlandsnachfrage nicht spurlos vorbei.

Industrieproduktion

Auch die Industrieproduktion soll laut den Prognosen schwächer wachsen als noch in der letzten Lesung angenommen – lediglich 9,8 % Zuwachs statt der zuletzt gemeldeten 10,0 %. Auch hier zeigt sich, dass die Bäume nicht mehr so schnell in den Himmel wachsen wie bisher. Im Vergleich zu europäischen Wachstumsraten (gerade mal 3,0% Wachstum aufs Jahr gesehen) braucht China sich allerdings noch lange nicht zu verstecken.

Einzelhandelsumsatz

Der Einzelhandelsumsatz wird noch mit einer Zuwachsrate von 13,6 % angenommen. Zuletzt lag der Zuwachs bei 13,7 %.

Insgesamt scheint die chinesische Wirtschaftslokomotive also ein paar Kohlen weniger in Tender zu haben und ihre rasante Bergfahrt etwas zu verlangsamen. Gespannt könne wir auf die Werte im Februar sein, Ende Januar steht die chinesische Wirtschaft wegen des Neujahrsfests fast eine Woche mehr oder weniger still, da viele Arbeiter in den Fabriken das Fest zu Hause feiern und die Betriebe dadurch die Produktion stark reduzieren.

Der restliche Handelstag ist mit Ausnahme der deutschen Erzeugerpreise um 08:00 Uhr wenig spektakulär, in USA wird der Martin-Luther-King-Tag gefeiert – daher kommen aus USA keine Zahlen und es ist Börsenfeiertag angesagt.




Mittwoch, 15. Januar 2014

Bühne frei für die Daten aus USA








Heute bereits ab 13:00 Uhr kommen die ersten Daten aus USA!



13:00 Uhr MBA-Hypothekenanträge

Immer mittwochs um 13:00 Uhr (mit Ausnahme der auf diesen Wochentag fallenden us-amerikanischen Feiertage) gibt die Mortgage Bankers Association of America seit 1990 bekannt um welchen Prozentsatz sich die Anzahl der neuen Hypothekenanträge geändert hat.
Für diesen Indikator werden wöchentlich die Hypothekenbanken, Sparkassen und Geschäftsbanken nach ihren Verkaufszahlen befragt. Seit September 2011 basiert diese Kennzahl auf rund 75% der Umsätze des amerikanischen Hypothekenmarktes. In diesem Bericht werden verschiedene Subindizes ausgewertet, die wichtigsten davon sind der Refinanzierungsidex, Kauf- und Gesamtindex. Es handelst sich um einen saisonbereinigten Index der als Basisjahr 1990 zu Grunde legt.
Die Stärke dieses Index liegt in der zeitnahen Auswertung und Veröffentlichung und der Saisonbereinigung der Werte. Als Schwäche dieses Wertes kann man die relativ kurze Zeitdauer der Erhebung ( Basisjahr 1990) hervorheben.
Welche Rückschlüsse können wir aus dieser Kennzahl ziehen?
Diese Kennzahl richtungsweisend für die Entwicklung am Immobilienmarkt. Da Hauskäufer meist vor der Kaufentscheidung einen Antrag auf die Finanzierung stellen, kann man von der prozentualen Veränderung gut ablesen, wie die Kauf- und Investitionsbereitschaft der US-Amerikaner am Immobilienmarkt ist, dies gibt auch Auskunft über die weitere Entwicklung der Baubranche, die wiederum Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt der USA hat.
Welche Auswirkungen auf die Kursentwicklung des USD sind zu erwarten?
Da es bei diesem Wert keine Prognosen gibt, kann man nur von den Werten der vorangegangenen Woche ausgehen.
Da ein Anstieg in der Zahl der Neuanträge auf wachsende Kaufbereitschaft schließen lässt und somit ein starker Immobilienmarkt das Wachstum in den USA widerspiegelt, kann man bei steigenden Werten auch von steigenden USD-Kursen ausgehen.
Im Umkehrschluss signalisieren sinkende Werte bei den Neuanträgen einen Wirtschaftsabschwung und sollten sich negativ auf den USD auswirken.



14:30 Uhr Erzeugerpreisindex USA

Hier wird die Preisentwicklung in USA aus der Sicht der Erzeuger beurteilt. Preisveränderungen in diesem Marktspektrum gehen über den Handel auch in die Verbraucherpreise ein und beeinflussen die künftige Inflationsrate. Die Werte dürften auch Gegenstand der nächsten FOMC-Sitzung sein, wenn es darum geht ob und wie eventuell weitere Einschnitte in QE3 vorgenommen werden können oder müssen. Die USA unterteilen den Preisindex in eine Berechnung als Kern EPI ohne Lebensmittel und Energie und einen umfassenden Wert. Im Falle des Kern-Erzeugerpreisindex geht man von zum Vormonat unveränderten Steigerung um 0,1 % aus. Im alle Bereiche umfassenden Erzeugerpreisindex rechnet man mit einem Anstieg um 0,4% nach zuvor 0,1 %. Sollten die Erwartungen übertroffen werden, sollte der USD mit steigenden Kursen reagieren.



14:30 Uhr NY Empire State Empire State Produktionsindex

Hier gibt die Federal Reserve Bank of New York einen umfassenden Bericht zur wirtschaftlichen Entwicklung im Herstellungssektor ihres Zuständigkeitsbereichs ab. Dieser geht auch in das Beige Book ein, welches heute Abend noch veröffentlicht wird. 200 Herstellungsbetriebe werden nach ihren Geschäftserwartungen befragt. Ergebnisse über dem Schwellenwert 0 bedeuten eine überwiegend positive Einschätzung der Lage durch die Unternehmer. Im Vormonat lag der Wert bei 0,98 – für diese Lesung erwartet man eine Steigerung auf 3,75. Sollte diese Erwartung übertroffen werden sollte der USD mit steigenden Kursen reagieren.



16:30 Uhr Öl-, Benzin- und Destillatlagerbestände USA

Nachdem gestern spät abends die API ihre Werte bekannt gegeben hat, ist heute die Energie Informationsadministration (EIA) Herausgeber der Werte. Veränderungen in der Lagerhaltung können zu volatilen Kursen am Rohölmarkt führen. Trader die in Öl investiert sind, sollte hier aufmerksam sein.
Ein wichtiger Hinweis für Trader,die bei eToro handeln!!!
Entgegen dem heute im Webtrader eingeblendeten fehlerhaften Popup-Fenster ist der Rollover am 16.01.2014 bei der täglichen Handelsunterbrechung angesetzt!!!
Hier ergibt sich unter Umständen heute noch mal die Chance sein Portfolio zu bereinigen bevor es der Rollover tut.



18:50 Uhr Rede von FOMC-Mitglied Evans


Hier kann es im Bereich des USD bereits vor dem Beige Book stärkere Kursbewegungen geben – je nach Inhalt der Aussage und den Werten des später anstehenden BeigeBook.







20:00 Uhr BeigeBook


Dieser Bericht wird immer 14 Tage vor der nächsten FOMC-Sitzung, die diesmal letztmalig von Herrn Bernanke geleitet werden wird, veröffentlicht. Alle Zweigstellen der Fed stellen darin ihre Beurteilungen der Wirtschaftsentwicklung in ihren Zuständigkeitsbereichen vor. Das Papier dient dem FOMC als Arbeitsgrundlage in seiner Sitzung und gibt uns einen Einblick in die Wirtschaft der USA. Unschwer zu erkennen, dass dieser Termin für Trader die im USD investiert sind sehr wichtig sein kann, da an den Märkten hier bereits über die Entscheidungen des FOMC im Vorfeld spekuliert werden wird und einige „Voreilige“ da bereits entsprechende Positionen am Markt platzieren. Auch die Indizes und Edelmetalle könne hier betroffen werden.


Wie immer – meine Ausführungen stellen keine Handelsempfehlungen dar und dienen allenfalls als Denkanstoß für eigene Betrachtungen.












Die Termine des Vormittags kurz zusammengefasst





Ein Blick in den heutigen Wirtschaftskalender zeigt im großen und ganzen nur sehr wenige Daten mit Bedeutung für uns im Devisenhandel.

Am Vormittag der einzige Termin, den ich persönlich für wichtig erachte ist um 09:15 Uhr aus der Schweiz zu vermelden.

Es geht hier um die Einzelhandelsumsätze. Aufs Jahr gesehen erwartet man einen Anstieg von 1,6 %. Sollte dies nicht eintreffen, sollte der schweizer Franken unter Druck geraten.

Die übrigen Termine des Vormittags werden in allen Wirtschaftskalendern mit nur einem Achtungszeichen versehen und sind daher von untergeordneter Bedeutung. Das Fehlen von Impulsen aus den Wirtschaftsdaten gibt allerdings anderen Signalen aus Politik und Presse mehr Einfluss auf die Kursbewegungen, von daher sollten wir trotzdem ein wachsames Auge auf die Kurse und unsere offenen Positionen haben.

Einen Vorgriff auf eine wichtige Meldung aus USA, die heute Abend ansteht sei an dieser Stelle erlaubt.

Heute Abend wird das Beige Book – ein umfassender Bericht über den Zustand der US-Wirtschaft, der von allen Fed-Zweigstellen gemeinsam herausgegeben wird, veröffentlicht. Über die Hintergründe dieses Bericht verweise ich auf einen von mir verfassten Blogbeitrag.

Ich wünsche allen für den heutigen Tag die richtigen Entscheidungen zur richtigen Zeit und viel Erfolg.

Dienstag, 14. Januar 2014

USA am Nachmittag





Der Nachmittag beginnt zu früher Zeit mit Daten aus USA.


13:30 Uhr NFIB Optimismus Kleingewerbe

Es handelt sich meiner Meinung nach um eine sehr interessante Kennzahl, da hier ein Wirtschaftssektor der USA beleuchtet wird, der rund 50% der privaten Arbeitsplätze in USA stellt. NFIB steht für National Federation of Independent Business, diese Organisation wertet mehre Indikatoren aus um auf diesen Wert zu kommen, darunter fallen die Beschäftigungslage, die Preisentwicklung und die Investitionsbereitschaft in diesem Sektor.

Der Wert soll von 92,5 auf 93,2 steigen, was auf eine positivere Einschätzung der Entwicklung in diesem Teilbereich der US-Wirtschaft hindeutet.

Für den USD würde eine Stärkung bedeuten, wenn die Prognose übertroffen werden könnte.

13:45 Uhr Umsatz der Handelsketten

Diese Kennzahl ist allgemeiner Einschätzung nach weniger bedeutende wie die späteren Einzelhandelsumsätze, da diese nur einen Teilbereich des Handels beurteilen – aber bereits einen Anhaltspunkt für die 14:30 Uhr Zahlen liefern können. Eine Prognose zu diesem Wert fehlt leider, die letzten Werte lagen in der monatlichen Betrachtung bei +1,7 % und in der jährlichen Betrachtung bei -5,4 %. Ein deutliches Übertreffen der letzten Werte sollte auch hier zur Stärkung des USD beitragen.

14:30 Uhr Einzelhandelsumsätze USA

Die Entwicklung der Einzelhandelsumsätze wird in der monatlichen Betrachtung veröffentlicht, die Statistikbehörden der USA unterscheiden nach den sogenannten Kern-Einzelhandelsumsätzen (ohne Kraftafahrzeuge) und den Einzelhandelsumsätzen. Bei den Kern-Einzelhandelsumsätzen erwartet man einen zur letzten Lesung unveränderten Zuwachs von 0,4%, in der umfassenden Betrachtung soll lediglich ein Zuwachs von 0,1 % nach zuvor 0,7 % erzielt werden. Bei diesen Kennzahlen ist mit erhöhter Volatilität am Markt zu rechnen und man sollte bei unter den Erwartungen liegenden Werten mit fallenden USD-Kursen rechnen.

14:30 Uhr Importpreisindex USA

Hier erfahren wir wie sich die Preise bei importierten Waren für die USA entwickelt haben. Da diese Preisveränderungen über Umwege auch im Verbraucherpreisindex landen – eine wegweisende Kennzahl wenn es um die künftige Inflationsrate in USA geht. Man rechnet mit einer Preissteigerung von 0,3% nachdem im letzten Monat noch ein Preisrückgang von 0,6 % gemeldet wurde.

14:55 Uhr Red Book

Jede Woche veröffentlicht Redbook Research eine Umfrage, bei denen die Einzelhändler ihre Einschätzungen zur Geschäftslage abgeben. Im monatlichen Vergleich lag der letzte Wert bei -0,6 %, in der jährlichen Betrachtung meldete Redbook Research noch einen Zuwachs von 4,1 %. Prognosen für diesen Wert gibt es aufgrund der kurzen Veröffentlichungsfolge nicht, daher müssen wir mit steigenden USD-Kursen rechnen, wenn die Werte der Vorwoche übertroffen werden sollten.

19:20 Uhr Rede von FOMC-Mitglied Fisher

Hier ist für Investoren, die im USD investiert sind, Vorsicht geboten. Derartige Reden können oft zu vermehrter Volatilität führen. Zu knapp bemessene StopLoss können unter Umständen den frühen Tod einer offenen Position bedeuten.



22:30 Uhr API-Lagerberichte

Hier sind Trader gefragt, die in Öl investiert sind. Durch diese Berichte kann – insbesondere bei unerwarteten Veränderung in den Lagerbeständen – starke Volatilität am Ölmarkt herrschen. Insbesondere die Kältewelle in USA könnte hier für Überraschungen sorgen. Für diejenigen Investoren, die bei eToro mit dem schwarzen Gold handeln, der Hinweis auf den nächsten Rollover: am 16.01.2014 ist es mal wieder soweit!!! alle offenen Positionen werden dann unabhängig von Gewinn und Verlust geschlossen – vielleicht heute bei der Bekanntgabe eine gute Gelegenheit sein Portfolio günstig auf zu räumen – bevor es der Rollover tut.

Wie immer zum Abschluss der Hinweis, dass es sich bei meinen Ausführungen nicht um Handelsempfehlungen handelt.






Mittags-Update


Italiens Verbraucherpreise boten wie erwartet keine große Überraschung und trafen genau die Erwartungen. Die Industrieproduktion hat allerdings mit weit über den Erwartungen liegenden Werten überzeugt. Der für Großbritannien bedeutende Verbraucherpreisindex sowie der Hauspreisindex blieben hinter den Erwartungen zurück, was das britische Pfund mit einem leichten Zucken nach unten zur Kenntnis nahm. Vermutlich warten die Marktteilnehmer vor einer neuen Positionierung die Werte aus USA heute Nachmittag ab. Insbesondere die Bekanntgabe der dortigen Einzelhandelsumsätze könnten Bewegung in die Märkte bringen – ebenso die Bekanntgabe des Bundesetats der USA und die anstehenden Aussagen von FOMC-Mitgliedern.

In den Medien sind mir einige Meldungen aufgefallen, die ich euch nicht vor enthalten will:

Frau Lautenschläger – noch nicht endgültig im EZB-Rat platziert, warnt vor eine zu langen Niedrigzinsphase – deutet sich hier Verstärkung für Jens Weidmann an?
http://bit.ly/1dmssmT

Eine Neuauflage des Goverment-Shutdowns im laufenden Jahr werden wir wohl nicht erleben, wenn die Regierung mit den im Kongress ausgehandelten 1,1 Billionen USD auskommt – eine entsprechende Meldung tickerte heute durch Jandaya:
http://bit.ly/1ftXYCL

In Kürze folgt meine Zusammenfassung der Nachmittagstermine – bis dahin gutes Gelingen.

Morgen-Update und Vorschau auf den Vormittag



Während Japans Leistungsbilanz enttäuschte, hat sich die Preisentwicklung im deutschen Großhandel positiv entwickelt. Die Werte aus Frankreich konnte auch leicht positiv überzeugen, die Verbraucherpreise trafen genau die Erwartungen, das Leistungsbilanzdefizit hat sich erfreulich verringert. Der EUR/USD freute sich und stieg in der Folge bis kurz unter die 1,37.

Bleiben aus der Sicht der Eurozone jetzt noch gespannte Blicke auf Italien und die dortige Verbraucherpreisentwicklung und auf die Industrieproduktion der Eurozone.

Unser Hauptaugenmerk liegt allerdings um 10:30 Uhr auf Großbritannien.

Großbritannien meldete eine Flut an Daten rund um die Preisentwicklung. Es geht hier unter anderem um die wichtigen Verbraucherpreise - unterteilt nach Kernverbraucherpreisen ohne Lebensmittel und Energie und den alles umfassenden Verbraucherpreisen. Hier wir auf Jahressicht mit 1,8 % beziehungsweise 2,1 % bei den alles umfassenden Preisen aus Jahressicht gerechnet. Die weiteren Kennzahlen drehen sich um die Erzeuger- und Einzelhandelspreisentwicklung. Ebenfalls wichtig meiner Meinung nach ist der Hauspreisindex, da dieser Auskunft über die Nachfragesituation am Immobilienmarkt gibt. Während man bei den Erzeugerpreisen mit einer weiterhin leicht rückläufigen Entwicklung rechnet, geht man von einem Anstieg der Immobilienpreise um 5,9 % auf Jahressicht aus. Was bedeutet diese Datenflut nun für Anleger, die mit dem britischen Pfund handeln? Zunächst ist bei derart vielen Daten meiner Meinung nach immer erhöhte Vorsicht geboten. Generell können wir davon ausgehen, dass über den Erwartungen liegende Verbraucherpreis und ein Immobilienpreise stärken auf das britische Pfund wirken sollten.

Im weiteren Verlauf des Handelstages erscheint noch mein Überblick über die US-Daten!

Ich wünsche allen gute Handelserfolge und weise ausdrücklich daraufhin, dass meine Ausführungen keine Handelsempfehlungen sind.

Montag, 13. Januar 2014

Der Vormittag steht im Zeichen der Eurozone und Großbritanniens






In diesem Teil betrachten wir die Daten der Eurozone und beginnen gleich zur Frühstückszeit.

08:00 Uhr Deutscher Großhandelspreisindex

Hier wird die Preisentwicklung aus der Sicht des Großhandels betrachtet. Preissteigerungen im Großhandel werden über den Einzelhandel an die Verbraucher durchgereicht. Dadurch wirken sich diese Veränderungen auch auf die Inflationsrate und die Konsumbereitschaft aus. Die Währungshüter des Euro werden auch diesen Wert im Auge behalten müssen, da die Verbraucherpreise in der Eurozone in letzten Jahr sich nicht wunschgemäß verhalten haben und doch weit von der angestrebten Marke von 2,0 % entfernt sind (auch wenn ich beim heutigen Einkauf davon mal wieder nicht viel gemerkt habe). Man rechnet mit einem Minianstieg von 0,1 % nachdem im letzten Monat noch ein Minus von 0,2 % gemeldet wurde. Sollte ein größerer Anstieg gemeldet werden könnte der Euro gestärkt werden.

08:45 Uhr Leistungsbilanz Frankreichs

Hier verweise ich auf die Erläuterungen zur Leistungsbilanz aus Japan (http://bit.ly/KfoeCg). Aus Frankreich erwarten wir ein Leistungsbilanzdefizit von 2,1 Milliarden Euro. Im Vormonat lag dieses noch wesentlich höher (-3,9 Milliarden). Für den Euro können wir mit positiven Signalen rechnen, wenn die gemeldeten Werte über den Prognosen liegen.

08:45 Uhr Verbraucherpreisinflation Frankreichs

Hier geht es um die Preisentwicklung aus der Sicht der Verbraucher. Nachdem im letzten Quartal Preisrückgänge beziehungsweise im Dezember eine Nullrunde gemeldet wurden, ist für diese Lesung ein spürbarer Anstieg von 0,4 % zu erwarten. Der Euro sollte geschwächt werden, wenn diese Prognose unterschritten werden sollte.

10:00 Uhr Verbraucherpreisindex Italiens

Wie zuvor in Frankreich nehmen wir in dieser Kennzahl die Preisentwicklung in Italien unter die Lupe. Italien meldet seinen VPI in zwei Betrachtungszeiträumen - einmal im Vergleich zum Vorjahresmonat und einmal im Vergleich zum Vorjahr. In beiden Fällen geht man von zur letzten Veröffentlichung unveränderter Werte aus. +0,2 % im Monatsvergleich und im Jahresvergleich +0,7 % - also auch weit von der angestrebten Teuerungsrate entfernt. Auch hier werden nicht nur die Marktteilnehmer sondern auch die Gremien der EZB ein wachsames Auge auf die Veröffentlichung haben. Steigende Eurokurse dürfen wir erwarten, wenn die Werte der Vorhersage übertroffen werden.

11:00 Uhr Industrieproduktion Eurozone

Die für meine Begriffe wichtigste Kennzahl aus der Eurozone, die wir am Dienstag erfahren werden. Es geht hier um die prozentuale Veränderung in der Menge der hergestellten Güter der gesamten Eurozone -einmal im Monatsvergleich und einmal im Jahresvergleich. Von dieser Kennzahl kann man nicht nur den Zustand des Produktionssektors ablesen, sie ist auch ein Frühindikator für den Arbeitsmarkt und das zu erwartende Konsumentenverhalten der Eurozone. Man rechnet mit einer doch sehr erfreulichen positiven Entwicklung. Im Monatsvergleich sollen die Werte, die im letzten Monat noch bei -1,1 % lagen auf +1,4 %steigen und im Jahresvergleich von +0,2 % auf +1,4 %. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre ein Talfahrt des Euros die logische Folge.

Damit wären wir am ende des Überblicks über die Daten der Eurozone, im nächsten Teil sehe wir auf Großbritannien und seine Daten.

Ich bitte zu beachten, dass meine Ausführungen keine Handelsempfehlungen sind.

Der neue Handelstag beginnt kurz nach Mitternacht








Nachdem die Japaner ihre Volljährigkeit gefeiert haben gibt es ehute Nacht wieder reichlich Daten aus Japan zu beachten.



00:50 Uhr Leistungsbilanz Japan

Hier gibt es zwei Werte zu beachten. Einmal den saisonbereinigten und den nicht bereinigten. Generell gibt die Leistungsbilanz Auskunft über den Außenhandel Japans, anders als in der Handelsbilanz werden hier nicht nur die Warenströme des Im- und Exports bewertet sondern auch Leistungen und Zinszahlungen. Wie üblich werden die Importe von den Exporten abgezogen. Das Ergebnis ist entweder im Falle eines positiven Ergebnisses ein Leistungsbilanzüberschuss, der umgekehrte Fall wäre ein Leistungsbilanzdefizit. Aus den Importen kann man erkennen, wie es um die Konsumbreitschaft der Japaner bestellt ist, die Exporte eben Auskunft über die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Die saisonbereinigte und damit aussagekräftigere Leistungsbilanz wies in den letzten beiden Monaten ein Defizit aus. Dies belief sich zuletzt auf 0,06 Trillions Yen – dies sieht ausgeschrieben aus als wenn meine 0-Taste hängen würde. Bemüht man einen Währungsrechner (in diesem Fall oanda) und rechnet diese gigantische Zahl in Euro um reden wir hier immer noch von rund 42 Milliarden. Wie wirkt sich dies nun auf uns im Währungshandel aus? Sollten die Erwartungen für diese Lesung, die bei 0,02 Trillions Yen liegen nicht erfüllt werden, wollte dies den Yen weiter schwächen.

00:50 Uhr Kreditvergabe in Japan

Hier geht es um die prozentuale Veränderung in der Kreditgewährung an Privatleute und Unternehmer. Man kann davon ausgehen, dass eine Steigerung in der Kreditvergabe die Konsum- und Investitionsbereitschaft stärkt und somit die Binnennachfrage angekurbelt wird. Dies wirkt sich mit Sicherheit auf die Gesamtwirtschaft positiv aus. Daher kann man davon ausgehen, dass eine über den Erwartungen von 2,2 % Zuwachs liegende Veröffentlichung positiv auf den Yen wirken sollte.

06:00 Uhr Economy Watchers Current Index

Für diesen Index werden rund 2.000 Arbeitnehmer in Japan nach ihren geplanten Anschaffungen befragt. Durch diesen Indikator hat man meiner Meinung nach einen guten Einblick in die künftigen Verbraucherausgaben und somit in das künftige Wachstum Japans. Typisch für diesen Art von Werten ist, dass Werte über 50 aus positiv zu beurteilen sind. Der letzte Wert im Dezember lag bei 53,5 und soll für diese Bekanntgabe bei 54,2 liegen.
Sollte die Vorgabe nicht eingehalten werden – wäre dies kein gutes Zeichen für den Yen und es sollte zu fallenden Kursen kommen.

Im nächsten Teil meines Tagesüberblickes geht es dann um die wieder reichlich vorhandenen europäischen Daten.

Ich bitte zu beachten, dass meine Ausführungen keine Handelsempfehlungen sind.

Sonntag, 12. Januar 2014

Verhaltener Start in die neue Woche







Während die Japaner den „Tag der Erwachsenen“ mit einem Feiertag begehen, beginnt für uns der Alltag der Handelswoche bereits mitten in der Nacht zum Montag mit Daten aus Australien.





Vorab ein Hinweis – insbesondere für die neuen Leser meines Blogs – die Ausführungen in der Folge sind keine Handelsempfehlungen. Als Datenquelle für meine Wirtschaftstermine verwende ich investing.com.

01:30 Uhr Wohnungsbaukredite in Australien

www. nationalflaggen.de
In dieser Kennzahl erhalten wir einen Einblick über die Nachfragesituation und Stärke des australischen Immobilienmarktes. In der Kennzahl wird die prozentuale Veränderung in der Zahl der bewilligten Kredite bemessen. In den letzten sechs Monaten zeigte sich dies Kennzahl als von starken Schwankungen geprägt. Zwischen +4,4 % und -1,8 % lagen die Werte. Für diese Lesung geht man von einen zum Vormonat unveränderten Wert von +1,0 % aus. Als Auswirkung auf den AUD sollten wir annehmen, dass ein Unterschreiten der Prognose ein schlechtes Zeichen dar stellen würde.

01:30 Uhr ANZ-Stellenangebote Australien

www. nationalflaggen.de
Ohne Prognose – aber dennoch für die Beurteilung des australischen Arbeitsmarktes eine wichtige Kennziffer. Hier geht es um die prozentuale Veränderung der Anzahl von Stellenangeboten in den Medien für die Metropolen Australiens. Man kann von der Entwicklung der Stellenangebote gut abschätzen, wie stabil die Nachfrage nach Arbeitskräften im Land ist und damit bereits abschätzen wie sich die gesamte Wirtschaftsentwicklung künftig präsentieren wird. Auch hier ein kurzer Rückblick auf das letzte Halbjahr – die Werte lagen zwischen +0,2 % und -2,0 %. Im letzten Monat war ein Rückgang um 0,8 % bei den Stellenangeboten zu verzeichnen – sollten die Werte für diesen Monat höher ausfallen, sollte dies den AUD stärken.

Nach den australischen Meldungen ist in Ermangelung von japanischen Kennzahlen wegen des Feiertages erst mal gähnende Leere im Kalender. Die nächsten wichtigen Meldungen erscheinen erst um 09:00 Uhr MEZ.

Wichtiges aus der Presse am Wochenende



Auch wenn am Wochenende die Wirtschaft üblicherweise im Tiefschlaf liegt – gibt es immer ein paar Meldungen in der Presse, die durchaus unsere Beachtung verdienen.



Hier ein kurzer Überblick, was mir an Wochenende aufgefallen und in Erinnerung geblieben ist.

Prokon droht mit Involvenz

Prokon ein Windanlagenbauer und – betreiber, der am sogenannten grauen Anlagemarkt über eine Milliarde an Kundengeldern eingesammelt haben soll scheint in Schieflage zu sein – wie wir folgendem Artikel entnehmen konnten: welt.de : Wie ernst ist die Lage. Mir stellt sich die Frage, wie konnte es soweit kommen bei den immer noch reichlich fließenden Subventionen, die wir alle mit der Stromrechnung jeden Monat zahlen und wird dies Auswirkungen auf uns im Währungsgefüge haben? Letzteres halte ich allerdings für eher unwahrscheinlich.

Pimco Total Return baut Anteil an US-Bonds deutlich aus

Der Anleihefonds Pimco hat nach eigenen Angaben per Ende Dezember wurden 45% der Gelder in US-Staatsanleihen investiert. Im November waren dies noch 37 %. Mir stellt sich die Frage – warum PIMCO mehr in US-Staatsanleihen investiert und die doch so boomenden Aktienmärkte nicht stärker favorisiert – ein Vorahnung, dass es hier bald zum Ende des Höhenfluges kommen könnte???

Ariel Scharon nach Jahren im Koma verstorben

Der ehemaliger Ministerpräsident Ariel Scharon ist im Alter von 85 Jahren gestorben. Nach einem Schlaganfall vor sechs Jahren lag er im Koma. Herr Scharon war nicht unumstritten, man darf sich demnach über unterschiedliche Bekundungen zu seinem Ableben nicht wundern. Dennoch sollte man die Totenehre doch über politische Meinungsverschiedenheiten stellen – hoffen wir das es nicht im Zuge der Trauerfeierlichkeiten zu Ausschreitungen oder schlimmerem kommt.

BaFin rügt deutsche Banken wegen der Gehaltsstrukturen im Managment

Bafin rügt deutsche Banken – dieser Artikel ist erschreckend – vor allem wenn man die Finanzkrise, die durch riskantes Investment von Großbanken zumindest billigend in Kauf genommen wurde, noch im Hinterkopf hat.

Gabriel verschiebt Vorlage

Vorlage des Jahreswirtschaftsberichtes verschoben – wegen der späten Regierungsbildung.

Hier stellt sich mir die Frage ob die Ministerien seit der Wahl vergessen habe ihre Aufgaben zu erfüllen oder ob Herr Gabriel sich erst ein eigenes Bild über die Lage schaffen muss, bevor er den Ausarbeitungen seines Ministeriums glauben möchte. In dem oben verlinkten Artikel ist allerdings auch mit inhaltlichen Differenzen zwischen dem Amtsinhaber und dem bisher FDP-geführten Ministerium die Rede.

Weitere heiß in den Medien diskutierte Themen am Wochenende:

Zugang zu den deutschen Sozialsystemen für EU-Migraten
Ronald Pofalla – seine „Beförderung“ zum Bahnvorstandsmitglied sorgt für Unmut
Schäubles Finanzpläne – er will 2015 bereits keine neuen Schulden mehr machen
Rentenpläne von Frau Nahles – das CDU-geführte Finanzministerium weist Forderungen nach mehr Steuermitteln für die geplante Mütter-Rente zurück
Bundeswehr soll familienfreundlich werden – Frau von der Leyen plant einen Umbau der Bundeswehr zum sozial eingestellten Arbeitgeber mit Teilzeitkräften und Kinderbetreuung in den Kasernen.

Auch wenn diese Themen nicht wirklich was mit Forex zu tun haben – über den Umweg der Wirtschaft könnten diese dennoch mittelfristig zu unseren Themen werden.

Ich wünsche allen einen guten Start in die neue Handelswoche und werde im nächsten Teil auf die am Montag anstehenden Wirtschaftstermine eingehen.

Über den Tellerrand blicken?



Manchmal ist es bekanntlich gut auch mal über den eigenen Tellerrand hinaus zu schauen.

Wenn ich mir überlege, was dies im Bezug aufs Trading bedeutet – habe ich bereits einmal über meinen Tellerrand hinaus geschaut und bin vor fast genau zwei Jahren als @nessi508 von  plus500 bei eToro gelandet. Plus500 bietet zwar 25,00 Euro als Tradingkapital ohne auch nur einen Cent ein zu zahlen – nur für die Verifizierung einer Handynummer – hat aber auch als einzig wählbaren Hebel den x200. Als Anfängerin gefiel mir das eToro-OpenBook erst mal sehr gut. Neben mehr oder weniger hilfreichen Tipps war zu der Zeit in OpenBook noch eine sehr nette und offene Kommunikation in der deutschen Community möglich.

Nun nach einigen Anlaufschwierigkeiten kam ich bei eToro immer besser zurecht und lies von meinen mittlerweile erworbenen Kenntnissen über das Handling von Webtrader und OpenBook auch andere neue User profitieren. Im Frühjahr letzten Jahres trafen zwei Umstände auf einander, die mir zwar auf der einen Seite entgegen kamen, auf der anderen Seite mein Leben ziemlich stark beeinflusst haben.

ich bei seit letzten Frühjahr im Vorruhestand, was zum einen viel freie Zeit bedeutet und zum anderen aber einen Gap in den zu erledigenden Tagesaufgaben auslöste.

Etoro ernannte zu diesem Zeitpunkt die sogenannten Evangelisten. Der Name allein wäre eigentlich schon fast ein Grund gewesen da „NEIN!“ zu sagen – aber die Aufgabe in dem neuen Programm an sich kam mir und meinen Auffassungen von einer funktionierenden Community entgegen. Für diesen Service, den ich bisher völlig unentgeltlich geboten habe, wurden die Evangelisten monatlich mit Bonusgeld entlohnt. Es gab – was mich zwar von Anfang an störte keine klare Regelungen was wann wie und wofür angerechnet wurde – aber besser als gar nichts war es auf jeden Fall. Nun gut – Bonusgeld ist eigentlich, wie man in den AGB's nachlesen kann ein „Kredit“ von eToro an den Trader oder freundlicher ausgedrückt ein Handswerkzeug mit dem man traden konnte und richtiges Geld verdienen kann und sogar, wenn man lang genug tradet aus dem Bonusgeld selbst richtiges Geld machen kann. Dazu habe ich in folgendem Blogbeitrag bereits nähere Ausführungen dazu hinterlegt.

Warum bin ich der Meinung, dass es Zeit ist erneut über den Tellerrand zu sehen und auf anderen Plattformen andere Trader und ihre Meinungen kennen zu lernen?

Ganz einfach – in letzter Zeit haben sich Dinge in OpenBook und bei eToro einem starken Wandel unterzogen – social? - da habe ich mittlerweile so meine Zweifel.

Oder kann man es social nennen, wenn das so hochgelobte Evangelistenprogramm – was sogar einiges an offizieller Supportarbeit für Spielgeld übernommen hat – mal so einfach zum 31.12.2013 eingestellt wird und nach einem neuen Programm bei dem wie die Communitymanagerin es ausdrückt die monetäre Vergütung nicht im Vordergrund stehen soll (O-Ton: Der Betrag X für den Aufwand Y wird es so nicht mehr geben), das bisher erfolgreiche Social-Guru-Programm einfach durch ein neues „Popular-Investor-Proramm“ (mit um rund 90% gekürzten Vergütungen für die Zugpferde des Social-Tradings) ersetzt wird und der Ton im OpenBook durch die Turbulenzen der letzten Monate immer unfreundlicher wurde.

Dies und einige andere Neuerungen – wie zum Beispiel der neue Streaming Feed (der noch voller Kinderkrankheiten steckt und meiner Meinung nach eine Kommunikation mehr erschwert als vereinfacht) und die Tatsache, dass immer mehr an ernsthaften Diskussionen interessierte User sich mittlerweile auf anderen Sozialen Netzwerken austauschen hat mich auf diese Idee des „über den Tellerrand hinaus schauens“ gebracht.

Bei diesem Blick bin ich auf FX Junction aufmerksam geworden. Ein „Social Trading Network“, welches brokerunabhängig ist – im Moment aber noch sehr stark englischsprachig aufgestellt ist. Eine deutsche Community fehlt in diesem Netzwerk noch – aber was nicht ist kann ja noch werden- denke ich mir und habe mir da als Nessi-Forex einen Account angelegt und werde neben dem eToro OpenBook auch hier meine Blogs zur Verfügung stellen. Die ersten zaghaften Anfänge einer deutschen Community haben sich bereits gebildet und ich hoffe, dass mit der Zeit noch mehr Follower und Diskussionsteilnehmer sich auf meiner dortigen Wall einfinden werden. Wer also auch Lust hat seinen Horizont "tradingtechnisch" gesehen zu erweitern - ist herzlich eingeladen diese spannende neue Sache zu begleiten und bei Gefallen durch eine kostenlose Anmeldung und seine Diskussionsbeiträge zu unterstüzen.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Der Vormittag im Überblick







Neben einigen wichtigen Daten aus der Eurozone und der deutschen Industrieproduktion steht der Tag aus europäischer Sicht im Zeichen der Zentralbanken.

Betrachten wir uns kurz die Daten, die uns um 11:00 Uhr erwarten:

Verbrauchervertrauen Eurozone

Hier werden immerhin 2.300 Bewohner der Eurozone nach ihrer Einschätzung zu den wirtschaftlichen Entwicklungen befragt (Bloomberg Verbrauchervertrauen in USA wir von 250 Befragten hochgerechnet). Die Prognose geht hier von einer leichten Verbesserung des Wertes (eine Steigerung von -15,8 auch -14) aus. Sollte die Erwartung nicht erfüllt werden – wäre dies normalerweise kein gutes Zeichen für den Euro. Am Tag der EZB-Zinsentscheidung kann es allerdings gut sein, dass die Marktteilnehmer wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und sich nicht zu bewegen trauen.

Geschäftsklima und Industriemeinung Eurozone

Hier kommen die europäischen Unternehmer zu Wort und können ihre Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung kundtun. Beim Geschäftsklima rechnet man mit einem unveränderten Wert von 0,2 - die Industriemeinung soll von -3,9 auf -3 steigen. Hiergilt als Wirkung auf den Euro die gleiche Annahme wie zuvor.

Arbeitslosenquote Griechenland

www.nationalflaggen.de
Die Arbeitslosigkeit in Griechenland lag in den letzten Lesung bei erschreckenden 27,4 %, eine Prognose wird für Griechenland nicht veröffentlicht. Man kann davon ausgehen, dass eine höhere Arbeitslosenquote den Euro belasten sollte.

Industrieproduktion Griechenland

  www.nationalflaggen.de
Dieser Wert ist in der Dezemberlesung um 5,2 % gesunken. Da es keine Prognose gibt, müssen wir davon ausgehen, dass noch schwächere Werte als im Vormonat den Euro belasten sollten.

Bevor wir uns auf die Zinsentscheidungen freuen können und die Zentralbanken zum Tanz der Kurse aufrufen gibt es aus Deutschland noch eine wichtige Meldung

12:00 Uhr Industrieproduktion Deutschland

www.nationalflaggen.de
neben der Einschätzung des Herstellungssektors in Sachen wirtschaftlicher Entwicklung auch Ausblicke auf die zu erwartende Beschäftigungslage, die Konsumbereitschaft und dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zu. Nachdem im letzten Monat ein Rückgang der Produktionszahlen von 1,2 % gemeldet wurde rechnet man für diese Lesung mit einem Wachstum vom 1,5 %. Sollte diese Erwartung - ähnlich wie gestern die Werte der Werkaufträge Deutschland übertroffen werden – könnte dies dem Euro Auftrieb verleihen.

Ich rate allerdings im Hinblick auf die anstehenden Entscheidungen der Zentralbanken und der EZB-Pressekonferenz zur Vorsicht.

Dies sind keine Handelsempfehlungen.