Sonntag, 8. Dezember 2013

Japan und China zum Start in die neue Handeslwoche




Zum Start in die 51. Kalenderwoche stehen kurz nach Mitternacht bereits die ersten Highlights der Woche im Kalender.

00:50 Uhr Japanische Leistungsbilanz

Hier erfahren wir nicht nur wie erfolgreich der letzte Monat für die Exportnation Japan verlaufen ist sondern bekommen auch einen Einblick in die Leistungsbilanz des Staates.

Die Leistungsbilanz ist die umfassende Bewertung aller Waren, Dienstleistungen und Zinszahlungen die entweder von Japan in die Welt fließen oder den umgekehrten Weg – also nach Japan herein nehmen. Die Werte werden saisonbereinigt veröffentlicht und gelten daher als aussagekräftig. Man rechnet mit einem Leistungsbilanzüberschuss von 0,12 Trillions Yen nachdem in der letzten Lesung ein Leistungsbilanzdefizit von -0,13 Trillions Yen gemeldet wurde. Sollte das prognostizierte Ziel nicht erreicht werden, wollte dies den Yen belasten.

00:50 Uhr Japanisches BIP

Das BIP oder Bruttoinlandsprodukt ist die wichtigste Kennzahl einer Volkswirtschaft, da hier alle im Betrachtungszeitraum produzierten Waren und Leistungen bewertet werden. Betrachtet man die guten Erwartungen zur Leistungsbilanz stellt sich meiner Meinung nach ein bisschen Verwunderung bei der Erwartungen zum BIP ein. Die erwarteten Zuwachsraten liegen sowohl im Quartalsvergleich als auch im Jahresvergleich unter denen der letzten Veröffentlichung. Man kann davon ausgehen, dass noch schwächere Werte den Yen belasten sollten. Die Werte sind der unterstehenden Tabelle zu entnehmen.

Betrachtungszeitraum
Prognose
Letzter Wert
Q o Q
+0,4 %
+0,5 %
Y oY
+1,6 %
+1,9 %

Trader die im Yen investiert sind, sollten hier auf eine ausreichende Absicherung ihrer Positionen achten.

00:50 Uhr Japanischer BIP Preisindex

Hier geht es um die Preisveränderung aller Waren, die im BIP enthalten sind. Ein Rückgang der Preise um 0,3 % im Jahresvergleich, genau wie im Vormonat gemeldet, deutet darauf hin, dass Japan die Deflationszone immer noch nicht hinter sich gelassen hat. Ein höherer Preisrückgang würde den Yen weiter auf Talfahrt schicken.

02:30 Uhr Verbraucher- und Erzeugerpreisindex China

Die Preisentwicklung aus Sicht der Verbraucher und der Erzeuger in China ist Gegenstand dieser Untersuchung. Beide Werte beeinflussen die Inflationsrate des Landes und die gesamtwirtschaftliche Leistung und gelten daher als wichtiger Indikator um Inflationsrate und BIP dieser aufstrebenden Wirtschaftsnation zu beurteilen. Da China durch seine starke Exportorientierung auch ein guter Gradmesser für die weltwirtschaftliche Nachfragesituation ist kann man von diesen Kennzahlen erwarten, dass sie das gesamte Währungsgefüge beeinflussen können.

Bei den Verbraucherpreisen geht man von einem unveränderten Anstieg um 3,2 % auf Jahressicht aus. Im Monatsvergleich fehlt die Prognose, es wurden im letzten Monat 0,1 % Preissteigerung gemeldet.

Die Erzeugerpreise sollen im Jahresvergleich weiter rückläufig sein -1,4 % nach zuvor -1,5 %.

06:00 Uhr Economy Watchers Current Index Japan

Für diese Kennzahl werden 2.000 Arbeitnehmer aus Japan zu ihrer Ansicht über die beabsichtigen Konsumausgaben befragt. Der Wert gilt als guter Frühindikator für die künftigen Verbraucherausgaben und somit wegweisend für das künftige BIP Japans. Werte über 50 in diesem Index gelten als positive Stimmung. Die japanische Arbeitnehmerschaft ist demzufolge positiv gestimmt, da man einen Wert von 52,3 erwartet. Zum Vergleich im Vormonat lag der Wert noch bei 51,8. Ein besserer Wert als 52,3 sollte den Wert des Yen steigern.

Mit dieser Kennzahl kommen wir zum Ende der asiatischen Daten und gehen im nächsten Teil auf die europäischen Werte des ersten Handelstages ein.

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