Zum Start in die 51. Kalenderwoche
stehen kurz nach Mitternacht bereits die ersten Highlights der Woche
im Kalender.
00:50 Uhr Japanische Leistungsbilanz
Hier erfahren wir nicht nur wie
erfolgreich der letzte Monat für die Exportnation Japan verlaufen
ist sondern bekommen auch einen Einblick in die Leistungsbilanz des
Staates.
Die Leistungsbilanz ist die umfassende
Bewertung aller Waren, Dienstleistungen und Zinszahlungen die
entweder von Japan in die Welt fließen oder den umgekehrten Weg –
also nach Japan herein nehmen. Die Werte werden saisonbereinigt
veröffentlicht und gelten daher als aussagekräftig. Man rechnet mit
einem Leistungsbilanzüberschuss von 0,12 Trillions Yen nachdem in
der letzten Lesung ein Leistungsbilanzdefizit von -0,13 Trillions Yen
gemeldet wurde. Sollte das prognostizierte Ziel nicht erreicht
werden, wollte dies den Yen belasten.
00:50 Uhr Japanisches BIP
Das BIP oder Bruttoinlandsprodukt ist
die wichtigste Kennzahl einer Volkswirtschaft, da hier alle im
Betrachtungszeitraum produzierten Waren und Leistungen bewertet
werden. Betrachtet man die guten Erwartungen zur Leistungsbilanz
stellt sich meiner Meinung nach ein bisschen Verwunderung bei der
Erwartungen zum BIP ein. Die erwarteten Zuwachsraten liegen sowohl im
Quartalsvergleich als auch im Jahresvergleich unter denen der letzten
Veröffentlichung. Man kann davon ausgehen, dass noch schwächere
Werte den Yen belasten sollten. Die Werte sind der unterstehenden
Tabelle zu entnehmen.
|
Betrachtungszeitraum |
Prognose |
Letzter Wert
|
|
Q o Q |
+0,4 % |
+0,5 % |
|
Y oY |
+1,6 % |
+1,9 % |
Trader die im Yen investiert sind,
sollten hier auf eine ausreichende Absicherung ihrer Positionen
achten.
00:50 Uhr Japanischer BIP Preisindex
Hier geht es um die Preisveränderung
aller Waren, die im BIP enthalten sind. Ein Rückgang der Preise um
0,3 % im Jahresvergleich, genau wie im Vormonat gemeldet, deutet
darauf hin, dass Japan die Deflationszone immer noch nicht hinter
sich gelassen hat. Ein höherer Preisrückgang würde den Yen weiter
auf Talfahrt schicken.
02:30 Uhr Verbraucher- und
Erzeugerpreisindex China
Die Preisentwicklung aus Sicht der
Verbraucher und der Erzeuger in China ist Gegenstand dieser
Untersuchung. Beide Werte beeinflussen die Inflationsrate des Landes
und die gesamtwirtschaftliche Leistung und gelten daher als wichtiger
Indikator um Inflationsrate und BIP dieser aufstrebenden
Wirtschaftsnation zu beurteilen. Da China durch seine starke
Exportorientierung auch ein guter Gradmesser für die
weltwirtschaftliche Nachfragesituation ist kann man von diesen
Kennzahlen erwarten, dass sie das gesamte Währungsgefüge
beeinflussen können.
Bei den Verbraucherpreisen geht man von
einem unveränderten Anstieg um 3,2 % auf Jahressicht aus. Im
Monatsvergleich fehlt die Prognose, es wurden im letzten Monat 0,1 %
Preissteigerung gemeldet.
Die Erzeugerpreise sollen im
Jahresvergleich weiter rückläufig sein -1,4 % nach zuvor -1,5 %.
06:00 Uhr Economy Watchers Current
Index Japan
Für diese Kennzahl werden 2.000
Arbeitnehmer aus Japan zu ihrer Ansicht über die beabsichtigen
Konsumausgaben befragt. Der Wert gilt als guter Frühindikator für
die künftigen Verbraucherausgaben und somit wegweisend für das
künftige BIP Japans. Werte über 50 in diesem Index gelten als
positive Stimmung. Die japanische Arbeitnehmerschaft ist demzufolge
positiv gestimmt, da man einen Wert von 52,3 erwartet. Zum Vergleich
im Vormonat lag der Wert noch bei 51,8. Ein besserer Wert als 52,3
sollte den Wert des Yen steigern.
Mit dieser Kennzahl kommen wir zum Ende
der asiatischen Daten und gehen im nächsten Teil auf die
europäischen Werte des ersten Handelstages ein.


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