Mittwoch, 4. Dezember 2013

Donnerstag ist der Tag der europäischen Zentralbanken



Am Donnerstag ist nicht nur Nikolausabend – sondern vorher auch der Tag der europäischen Zentralbanken. Bevor also der Nikolaus den nicht so braven Tradern oder Brokern etwas mit der Rute verpasst und die braven mit Süßigkeiten belohnt – stehen noch wichtige Termine im Wirtschaftskalender.

Beginnen wir in der Nacht

01:30 Uhr Handelsbilanz Australien

Der australische Außenhandel ist Gegenstand dieser Kennzahl. Man rechnet bei der Handelsbilanz immer den Wert der exportierten Waren minus dem Wert der importierten um so die Leistungsfähigkeit und Binnennachfrage einer Volkswirtschaft zu beurteilen.
Australien weist seit September diesen Jahres immer ein Handelsbilanzdefizit (also mehr Importe als Exporte) auf. Im letzten Monat lag das Defizit bei 0,28 Milliarden AUD, für diese Veröffentlichung rechnet man mit 0,38 Milliarden AUD. Sollte das Defizit noch größer ausfallen würde dies den Abwärtstrend des AUD fördern.

02:45 Uhr HSBC-Einkaufsmanagerindex Dienstleistung aus China

Hier erfahren wir wie die Stimmung der Einkäufer der Dienstleistungsbranche in China ausfällt. Der Einkaufsmanagerindex ist ein guter Frühindikator für das Wirtschaftswachstum, da Veränderungen in den Konjunkturzyklen am ehesten im Einkauf der Betriebe auffallen. China als BRICS-Staat (einer der fünf aufstrebenden Wirtschaftsländer) gilt als guter Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft. Der letzte Wert lag bei 52,6 (Werte über 50 gelten als positive Grundstimmung). Man kann bei starken Veränderung in diesem Index davon ausgehen, das starke Bewegung im gesamten Währungsgefüge die Folge sind.

Aus europäischer Sicht heißt es am Donnerstag früh aufstehen – bereits um 07:30 Uhr kommen die ersten Zahlen aus Europa

07:30 Uhr Arbeitslosenquote Frankreich

Eine der größten Volkswirtschaften der Eurozone kämpft seit geraumer Zeit mit einem starken Rückgang der Wirtschaft. Eine Arbeitslosenquote von 10,9 % im November ist eine der Folgen der dortigen Rezession. Für diesen Monat erwartet man eine leichte erhloung des Arbeitsmarktes und eine Quote von 10,6 %. Sollte diese Erwartung enttäuscht werden, sollte dies den Euro unter Druck bringen.

09:00 Uhr Halifax HPI des Vereinigten Königreichs

Hier sind die Freunde des britischen Pfundes gefragt. Der Hauspreisindex der Halifax Bank of Scotland gibt uns einen guten Einblick über Angebot und Nachfrage am britischen Immobilienmarkt. Im letzten Monat sind die Preise für Wohnimmobilien im Monatsvergleich um 0,7 % gestiegen, für diesen Monat erwartet man 0,8 % Preissteigerung. Sollte die Erwartung übertroffen werden, sollte dies das britische Pfund stärken. Der gleiche Wert wird zeitgleich im Jahresvergleich veröffentlicht. Hier rechnet man mit einem Wert von 7,2 % Zuwachs.

09:00 Uhr Industrieproduktion Spanien

www.nationalflaggen.de
Die Werte der Industrieproduktion geben Aufschluss darüber ob Spanien die Talsohle des Wirtschaftsabschwungs inzwischen durchschritten hat. Die Zahlen vom Arbeitsmarkt Anfang der Woche gaben hier Anlass zur Hoffnung. Im letzten Monat wuchs die Produktion bereits um 1,4 % für diesen Monat erwartet man 1,7 % Zuwachs. Sollte dieser Zuwachs sogar noch größer ausfallen, würde dies den Euro stärken.

Die weiteren Daten des Vormittags sind von untergeordneter Bedeutung für uns, wer Fragen zu diesen Terminen, die man hier einsehen kann, hat ist eingeladen bei mir auf der Wall in OpenBook diese zu stellen.

Wie immer meine Erläuterungen sind keine Handelsempfehlung. Im nächsten Teil kommen wir dann zu den wirklich den Markt bewegenden Terminen inklusive der Zinsentscheidungen der Zentralbanken.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen