Montag, 2. Dezember 2013

Haushalt der Meyers – und „stille Reserven“




Stille Reserven – was hat das mit dem Tradingkonto zu tun? Auf den ersten Blick erst mal gar nichts könnte man denken, aber lest die Geschichte unserer Meyers.

Familie Meyer (Vater Hugo, Mutter Klara und Sohn Rudi) verfügen über ein monatliches Einkommen von 3.000 Euro netto. Nachdem Miete, Energie, Telefon, Versicherungen und die Rate fürs Auto abgezogen sind, bleiben immerhin noch 1.600,00 Euro übrig. Aber unsere Meyers müssen ja auch essen, trinken und sich ab und zu auch mal was zum Anziehen kaufen – gerade der Rudi macht im Moment eine extreme Wachstumsphase durch und ist innerhalb von einem Vierteljahr aus sämtliche Klamotten raus gewachsen.


Wie jeden Monatsanfang sitzen die Meyers am Küchentisch und überlegen wie sie das Geld einteilen sollen. Mutter Klara sagt:“Also ich brauch jede Woche 300,00 Euro für den Haushalt (Essen,Trinken, Wasch-und Putzmittel, Taschengeld für Rudi - schlägt auch mit 15,00 Euro zu Buche) und der Junge braucht was zum anziehen, dafür will ich nochmal 100,00 Euro ausgeben!“ Vater Hugo meldet an, dass die Familie in dem Monat zum 60. Geburtstag des Onkels eingeladen ist – da muss ein Geschenk her - und er beansprucht 50,00 Euro, da er sich ja nicht lumpen lassen will. Nun kommt Rudi mit seinen Vorstellungen. „Diesen Monat habe ich Klassenfahrt, ich kann doch nicht mit 15,00 Euro dahin fahren – da brauch ich einen Zuschuss! Ich hätte gern 30,00 Euro extra, meine Klassenkameraden haben alle 75,00 Euro dabei – den Rest nehme ich aus meinem Sparschwein.“

Hugo rechnet zusammen: „1.200,00 Euro für den Haushalt, 100,00 Euro für Klamotten, 80,00 Euro Sonderausgaben – Klasse, da bleiben uns ja noch 220,00 Euro übrig! Da können wir sogar noch 100,00 Euro aufs Sparbuch legen und vom Rest uns ein schönes Wochenende machen.“

Klara fragt nach: „Sag mal, wie viel haben wir den auf der hohen Kante im Moment?“ Hugo schaut nach und guckt etwas unglücklich aus der Wäsche: „Letzten Monat die Waschmaschinenreparatur – das war eine Extraausgabe von 300,00 Euro, im Monat davor die Autoinspektion auch 250,00 Euro, das Sparbuch winkt mit der roten Fahne, da sind grad mal noch 540,00 Euro drauf.“

Die Meyers überlegen ob es nun wirklich sinnvoll ist trotz Klassenfahrt und 60. Geburtstag den Rest von 120,00 Euro für ein schönes Wochenende auf den Kopf zu hauen oder ob sie nicht lieber statt der 100,00 Euro lieber alles aufs Sparbuch legen. Da sie ein vorsichtiges Moneymanagment in der Familienkasse betreiben – siegt die Vernunft über die Unternehmungslust und es wandern in diesem Monat 200,00 Euro auf Sparbuch und mit den 20,00 Euro gehen die drei in die Eisdiele ihres Vertrauens.

Was hat diese Geschichte nun mit Moneymanagment beim Traden zu tun?

Nun! Genau wie unsere Meyers sollte man dafür sorgen, dass nach unseren Investitionen immer noch genügend stille Reserven vorhanden sind um eventuell ein unvorhergesehenes Ereignis - wie die Waschmaschinenreparatur der Meyers oder einen in die falsche Richtung laufenden Trade – abfangen zu können.

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