Schon bevor die neue Woche eigentlich
begonnen hat, haben wir schon eine für die Entwicklung der
Weltwirtschaft bedeutende Nachricht zur Kenntnis genommen.
China, einer der sogenannten fünf
BRICS-Staaten, hat in der Nacht zum 1. Dezember seinen
Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe bekannt gegeben.
Welche Aussagekraft hat dieser Wert zum
einen für China und zum anderen für die Weltwirtschaft. China ist
sehr stark exportabhängig. Aus diesem Grund kann eine
Produktionssteigerung, was wiederum vermehrte Einkäufe an Rohstoffen
oder Halbfertigprodukten zur Folge haben und dies die Einschätzung
der Einkäufer positiv beeinflussen würde nur dann zu Stande kommen,
wenn das Nachfrageverhalten der Abnehmerländer sich positiv
verändert. Daher gilt der Einkaufsmanagerindex für China auch als
Gradmesser für die Weltwirtschaft.
Mit 51,4 lag der Wert leicht über den
Erwartungen von 51,1. Bei gravierenden Abweichungen von den
Erwartungen kann es bei der Veröffentlichung des chinesischen PMI
durchaus zu stärkeren Schwankungen im Währungsgefüge kommen.
Eine positive Meldung zu einem der
Sorgenkinder der Eurozone gab es auch u vermelden:
Moodys, eine der größeren
Ratingagenturen hat Griechenland von „C“ auf „Caa3“
hochgestuft, da vermutlich die Haushaltsziele für 2014 erreicht
werden könnten. Nach zu lesen bei Boerse
– go.
In Deutschland läuft seit Samstag die
Mitgliederbefragung der SPD zum Koalitionsvertrag. Rechtzeitig um
den Mitgliedern die Entscheidungen zu erschweren kommen aus allen
Richtungen Meldungen, die den einen oder anderen Punkt des
ausgehandelten Kompromisses kritisieren. Zum Beispiel die OECD
bemängelt die Rentenpläne, da diese die Arbeit verteuern würden,
dies würde der Konjunktur schaden. Sachsens Ministerpräsident
Stanislaw Tillich kritisiert den Mindestlohnkompromiss und befürchtet
dadurch Nachteile für den Osten Deutschlands, SPD-Generalsekretärin
Andrea Nahles geht sogar soweit, Steuererhöhungen während der
Regierungszeit von Schwarz-Rot nicht aus zu schließen, falls sich
die Steuereinnahmen verringern sollten, und obwohl es hieß, dass
über Ministerposten erst später entschieden werden sollte, scheint
der erste Posten nach dem der Kanzlerfrage schon entschieden zu sein:
Herr Ramsauer bleibt Verkehrsminister – wie wir hier
lesen konnten. Nun bleibt es ab zu warten, wie sich die
SPD-Mitglieder entscheiden und ob wir dieses Jahr noch eine
ordentliche Bundesregierung auf die Beine gestellt bekommen.
Sollte die Regierungsbildung nicht
gelingen – wäre Deutschland auf dem Weg zu italienischen
Verhältnissen und es könnte unter Umständen zu Neuwahlen kommen.
Wie dies von den Märkten aufgenommen würde – bleibt ab zu warten.
Im nächsten Teil gehe ich auf die
Wirtschaftstermine des ersten Handelstages ein. Vielen Dank für die
Aufmerksamkeit.
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