Am Donnerstag ist nicht nur
Nikolausabend – sondern vorher auch der Tag der europäischen
Zentralbanken. Bevor also der Nikolaus den nicht so braven Tradern
oder Brokern etwas mit der Rute verpasst und die braven mit
Süßigkeiten belohnt – stehen noch wichtige Termine im
Wirtschaftskalender.
Beginnen wir in der Nacht
01:30
Uhr Handelsbilanz Australien
Der australische Außenhandel ist
Gegenstand dieser Kennzahl. Man rechnet bei der Handelsbilanz immer
den Wert der exportierten Waren minus dem Wert der importierten um so
die Leistungsfähigkeit und Binnennachfrage einer Volkswirtschaft zu
beurteilen.
Australien weist seit September diesen
Jahres immer ein Handelsbilanzdefizit (also mehr Importe als Exporte)
auf. Im letzten Monat lag das Defizit bei 0,28 Milliarden AUD, für
diese Veröffentlichung rechnet man mit 0,38 Milliarden AUD. Sollte
das Defizit noch größer ausfallen würde dies den Abwärtstrend des
AUD fördern.
02:45
Uhr HSBC-Einkaufsmanagerindex Dienstleistung aus China
Hier erfahren wir wie die Stimmung der
Einkäufer der Dienstleistungsbranche in China ausfällt. Der
Einkaufsmanagerindex ist ein guter Frühindikator für das
Wirtschaftswachstum, da Veränderungen in den Konjunkturzyklen am
ehesten im Einkauf der Betriebe auffallen. China als BRICS-Staat
(einer der fünf aufstrebenden Wirtschaftsländer) gilt als guter
Indikator für den Zustand der Weltwirtschaft. Der letzte Wert lag
bei 52,6 (Werte über 50 gelten als positive Grundstimmung). Man kann
bei starken Veränderung in diesem Index davon ausgehen, das starke
Bewegung im gesamten Währungsgefüge die Folge sind.
Aus europäischer Sicht heißt es am
Donnerstag früh aufstehen – bereits um 07:30 Uhr kommen die ersten
Zahlen aus Europa
07:30
Uhr Arbeitslosenquote Frankreich
Eine der größten Volkswirtschaften
der Eurozone kämpft seit geraumer Zeit mit einem starken Rückgang
der Wirtschaft. Eine Arbeitslosenquote von 10,9 % im November ist
eine der Folgen der dortigen Rezession. Für diesen Monat erwartet
man eine leichte erhloung des Arbeitsmarktes und eine Quote von 10,6
%. Sollte diese Erwartung enttäuscht werden, sollte dies den Euro
unter Druck bringen.
09:00 Uhr Halifax HPI
des Vereinigten Königreichs
Hier sind die Freunde des britischen
Pfundes gefragt. Der Hauspreisindex der Halifax Bank of Scotland gibt
uns einen guten Einblick über Angebot und Nachfrage am britischen
Immobilienmarkt. Im letzten Monat sind die Preise für Wohnimmobilien
im Monatsvergleich um 0,7 % gestiegen, für diesen Monat erwartet man
0,8 % Preissteigerung. Sollte die Erwartung übertroffen werden,
sollte dies das britische Pfund stärken. Der gleiche Wert wird
zeitgleich im Jahresvergleich veröffentlicht. Hier rechnet man mit
einem Wert von 7,2 % Zuwachs.
09:00
Uhr Industrieproduktion Spanien
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| www.nationalflaggen.de |
Die Werte der Industrieproduktion geben
Aufschluss darüber ob Spanien die Talsohle des Wirtschaftsabschwungs
inzwischen durchschritten hat. Die Zahlen vom Arbeitsmarkt Anfang der
Woche gaben hier Anlass zur Hoffnung. Im letzten Monat wuchs die
Produktion bereits um 1,4 % für diesen Monat erwartet man 1,7 %
Zuwachs. Sollte dieser Zuwachs sogar noch größer ausfallen, würde
dies den Euro stärken.
Die weiteren Daten des Vormittags sind
von untergeordneter Bedeutung für uns, wer Fragen zu diesen
Terminen, die man hier
einsehen kann, hat ist eingeladen bei mir auf der Wall in OpenBook
diese zu stellen.
Wie immer meine Erläuterungen sind
keine Handelsempfehlung. Im nächsten Teil kommen wir dann zu den
wirklich den Markt bewegenden Terminen inklusive der
Zinsentscheidungen der Zentralbanken.





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