Der ruhige Montagshandel wird nur von
wenigen Daten aus Europa gestört werden. Allerdings können
Äußerungen von Politikern oder Notenbankern dann um so ungestörter
das Marktgeschehen beeinflussen. Wir sollten – sofern wir in
Devisen investiert am Forexmarkt investiert haben – nie zu sorglos
mit unseren Absicherungen umgehen. Die richtige Wahl von StopLoss und
Takeprofit muss immer im Vordergrund unserer Überlegungen stehen.
Welche Strategie zu bevorzugen ist(knappe StopLoss und weite
Takeprofit oder eher reichlich bemessene StopLoss und knappe
Gewinnmitnahmen) muss jeder Trader mit seinem persönlichen
Moneymanagment und seiner Anlageform selbst entscheiden.
Meine Betrachtungen zu den
Wirtschaftsmeldungen stellen keine Handelsempfehlung dar.
Kommen wir nun zu den Daten des
Vormittags:
Ohne festen Termin erfolgt die
Bekanntgabe des deutschen Hauspreisindex. Dieser Index
beurteilt die Preisentwicklung am deutschen Immobilienmarkt und gibt
Auskunft über das Nachfrageverhalten in Deutschland. Die
Preisentwicklung in Deutschland zeigte sich dieses Jahr im
monatlichen Vergleich sehr wechselhaft. Der größte Anstieg war mit
0,4 % im April zu verzeichnen. Letzten Monat sank der Index auf -0,9
%. Eine Prognose für diesen Wert gibt es nicht, man kann daher davon
ausgehen, dass Werte besser -0,9 % den Euro stärken sollten.
10:00 Uhr Leistungsbilanz Eurozone
Die Leistungsbilanz eines
Wirtschaftsraumes oder einer Volkswirtschaft umfasst zusätzlich zum
Warenteil, der in der Handelsbilanz erfasst wird, auch die
Dienstleistungen und Zinszahlungen. Genau wie in der Handelsbilanz
werden die Werte des Imports von denen des Exports abgezogen. Ein
positives Ergebnis dieser Rechnung bedeutet einen
Leistungsbilanzüberschuss, ein negatives Ergebnis ein
Leistungsbilanzdefizit. Aus den Exportwerten kann man die
Nachfragesituation aus dem Ausland ablesen, aus den Importwerten die
Binnennachfrage. Betrachtet man die Bilanz der Eurozone findet man in
diesem Jahr trotz dem Gerede um die Eurokrise immer
Leistungsbilanzüberschüsse. Die Werte schwanken zwischen 13,9
Milliarden Euro im Februar, 25,9 Milliarden im Mai, zuletzt wurden
für Oktober 17,4 Milliarden gemeldet. Sollte die Prognose von 19,0
Milliarden Euro übertroffen werden sollte dies zu steigenden
Euro-Kursen beitragen.
11:00 Uhr Handelsbilanz Eurozone
Wie zuvor die Leistungsbilanz gilt
dieser Wert als Maßstab des Wachstums der gesamten Eurozone.
Näheres zur Handelsbilanz ist hier
zu finden. Die europäische Handelsbilanz weist genau wie die
Leistungsbilanz in diesem Jahr immer Überschüsse auf. Im Oktober
betrug der Handelsbilanzüberschuss 12,3 Milliarden Euro und soll in
der Novemberlesung auf 14,3 Milliarden anwachsen. Ein schwächerer
Wert als erwartet sollte den Euro unter Druck bringen.
Aus europäischer Datensicht bleiben
noch die Anleiheauktionen aus Frankreich um 15:00 Uhr
zu erwähnen. Hier versucht Frankreich auf den Finanzmärkten Geld
für die Finanzierung seines Staatshaushaltes ein zu sammeln. Es
werden Papiere mit drei-, sechs- und zwölfmonatiger Laufzeit
angeboten. Für die Anleger sind zum einen die Renditen und die
Zeichnungsbereitschaft interessant. Es kann je nach Ergebnis
durchaus zu veränderter Nachfrage nach dem Euro an den
Devisenmärkten kommen und daher zu kleineren Kursschwankungen
kommen.
Aus USA und Kanada werden ab 14:30 Uhr
wenige Daten mit nur geringer Auswirkung auf das Marktgeschehen
gemeldet.
14:30 Uhr Erwerb ausländischer
Wertpapiere in Kanada
Hier geht es um die Nachfragesituation
nachdem kanadischen Dollar. Der Gesamtwert von Ausländern in Kanada
erworbener Anlagevermögens. Die Nachfrage nach dem kanadischen
Dollar scheint im letzte Monat gestiegen zu sein. Man erwartet einen
Wert von 6,71 Milliarden CAD, im letzten Monat lag der Wert noch bei
2,08 Milliarden CAD. Sollte die Erwartung übertroffen werden, wäre
dies bullisches Signal für den CAD.
16:00 Uhr NAHB Immobilienmarktindex
USA
Bei diesem Index werden von der NAHB
(National Association of Home Builders) landesweit etwa 900
Bauunternehmen über die Einschätzung der aktuellen
Eigenheimverkäufe und Erwartung für die Zukunft befragt. Außerdem
wird die Aktivität der Kaufinteressenten ermittelt.
Aus diesen Umfrageergebnissen wird dann ein saisonbereinigter
Index errechnet, bei dem ein Wert größer 50 positiv, ein Wert
kleiner 50 als negativ zu bewerten ist.Diese Statistik reicht mittlerweile 25 Jahre zurück und wird inzwischen nach vier Regionen der USA aufgeteilt und wird monatlich jeweils um den 17. für den laufenden Monat veröffentlicht. Nachdem im Sommer der Wert des Index bis auf 59 angestiegen ist, kam es im Oktober zum Zuge des Goverment Shut Downs zu einem Rückgang auf 55. Der gleiche Wert ist für diese Lesung prognostiziert. Wir können von steigenden USD- Kursen ausgehen, wenn die Prognose übertroffen wird.
An weiteren
wichtigen Wirtschaftsdaten aus USA stehen im 17:30 Uhr zwei
Anleiheauktionen von drei- und sechsmonatigen Wertpapieren an.
Hier ist unter Umständen mit eine leicht erhöhten Volatilität im
USD zu rechnen.
Die einschlägigen
Wirtschaftskalender melden aus USA noch drei Termine bei denen
Mitglieder des FOMC öffentliche Reden halten.
18:15 Uhr FOMC-Mitglied Dudley
19:30 Uhr FOMC-Mitglied Plosser
21:45 Uhr FOMC-Mitglied Dudley
Da man nie wissen
kann, wie die Marktteilnehmer die eine oder andere Aussage von
Notenbankmitgliedern interpretieren kann es hier durchaus zu
Marktbewegungen kommen.
Ich wünsche allen
einen erfolgreichen Handelstag und stehe auch weiterhin im eToro
OpenBook auf @nessi508
für Fragen zur Verfügung.
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