Sonntag, 17. November 2013

Wenig Daten aber viele Reden im Laufe des Montags


Der ruhige Montagshandel wird nur von wenigen Daten aus Europa gestört werden. Allerdings können Äußerungen von Politikern oder Notenbankern dann um so ungestörter das Marktgeschehen beeinflussen. Wir sollten – sofern wir in Devisen investiert am Forexmarkt investiert haben – nie zu sorglos mit unseren Absicherungen umgehen. Die richtige Wahl von StopLoss und Takeprofit muss immer im Vordergrund unserer Überlegungen stehen. Welche Strategie zu bevorzugen ist(knappe StopLoss und weite Takeprofit oder eher reichlich bemessene StopLoss und knappe Gewinnmitnahmen) muss jeder Trader mit seinem persönlichen Moneymanagment und seiner Anlageform selbst entscheiden.

Meine Betrachtungen zu den Wirtschaftsmeldungen stellen keine Handelsempfehlung dar.

Kommen wir nun zu den Daten des Vormittags:

Ohne festen Termin erfolgt die Bekanntgabe des deutschen Hauspreisindex. Dieser Index beurteilt die Preisentwicklung am deutschen Immobilienmarkt und gibt Auskunft über das Nachfrageverhalten in Deutschland. Die Preisentwicklung in Deutschland zeigte sich dieses Jahr im monatlichen Vergleich sehr wechselhaft. Der größte Anstieg war mit 0,4 % im April zu verzeichnen. Letzten Monat sank der Index auf -0,9 %. Eine Prognose für diesen Wert gibt es nicht, man kann daher davon ausgehen, dass Werte besser -0,9 % den Euro stärken sollten.

10:00 Uhr Leistungsbilanz Eurozone

Die Leistungsbilanz eines Wirtschaftsraumes oder einer Volkswirtschaft umfasst zusätzlich zum Warenteil, der in der Handelsbilanz erfasst wird, auch die Dienstleistungen und Zinszahlungen. Genau wie in der Handelsbilanz werden die Werte des Imports von denen des Exports abgezogen. Ein positives Ergebnis dieser Rechnung bedeutet einen Leistungsbilanzüberschuss, ein negatives Ergebnis ein Leistungsbilanzdefizit. Aus den Exportwerten kann man die Nachfragesituation aus dem Ausland ablesen, aus den Importwerten die Binnennachfrage. Betrachtet man die Bilanz der Eurozone findet man in diesem Jahr trotz dem Gerede um die Eurokrise immer Leistungsbilanzüberschüsse. Die Werte schwanken zwischen 13,9 Milliarden Euro im Februar, 25,9 Milliarden im Mai, zuletzt wurden für Oktober 17,4 Milliarden gemeldet. Sollte die Prognose von 19,0 Milliarden Euro übertroffen werden sollte dies zu steigenden Euro-Kursen beitragen.

11:00 Uhr Handelsbilanz Eurozone

Wie zuvor die Leistungsbilanz gilt dieser Wert als Maßstab des Wachstums der gesamten Eurozone. Näheres zur Handelsbilanz ist hier zu finden. Die europäische Handelsbilanz weist genau wie die Leistungsbilanz in diesem Jahr immer Überschüsse auf. Im Oktober betrug der Handelsbilanzüberschuss 12,3 Milliarden Euro und soll in der Novemberlesung auf 14,3 Milliarden anwachsen. Ein schwächerer Wert als erwartet sollte den Euro unter Druck bringen.

Aus europäischer Datensicht bleiben noch die Anleiheauktionen aus Frankreich um 15:00 Uhr zu erwähnen. Hier versucht Frankreich auf den Finanzmärkten Geld für die Finanzierung seines Staatshaushaltes ein zu sammeln. Es werden Papiere mit drei-, sechs- und zwölfmonatiger Laufzeit angeboten. Für die Anleger sind zum einen die Renditen und die Zeichnungsbereitschaft interessant. Es kann je nach Ergebnis durchaus zu veränderter Nachfrage nach dem Euro an den Devisenmärkten kommen und daher zu kleineren Kursschwankungen kommen.

Aus USA und Kanada werden ab 14:30 Uhr wenige Daten mit nur geringer Auswirkung auf das Marktgeschehen gemeldet.

14:30 Uhr Erwerb ausländischer Wertpapiere in Kanada

Hier geht es um die Nachfragesituation nachdem kanadischen Dollar. Der Gesamtwert von Ausländern in Kanada erworbener Anlagevermögens. Die Nachfrage nach dem kanadischen Dollar scheint im letzte Monat gestiegen zu sein. Man erwartet einen Wert von 6,71 Milliarden CAD, im letzten Monat lag der Wert noch bei 2,08 Milliarden CAD. Sollte die Erwartung übertroffen werden, wäre dies bullisches Signal für den CAD.

16:00 Uhr NAHB Immobilienmarktindex USA

Bei diesem Index werden von der NAHB (National Association of Home Builders) landesweit etwa 900 Bauunternehmen über die Einschätzung der aktuellen Eigenheimverkäufe und Erwartung für die Zukunft befragt. Außerdem wird die Aktivität der Kaufinteressenten ermittelt.
Aus diesen Umfrageergebnissen wird dann ein saisonbereinigter Index errechnet, bei dem ein Wert größer 50 positiv, ein Wert kleiner 50 als negativ zu bewerten ist.
Diese Statistik reicht mittlerweile 25 Jahre zurück und wird inzwischen nach vier Regionen der USA aufgeteilt und wird monatlich jeweils um den 17. für den laufenden Monat veröffentlicht. Nachdem im Sommer der Wert des Index bis auf 59 angestiegen ist, kam es im Oktober zum Zuge des Goverment Shut Downs zu einem Rückgang auf 55. Der gleiche Wert ist für diese Lesung prognostiziert. Wir können von steigenden USD- Kursen ausgehen, wenn die Prognose übertroffen wird.
An weiteren wichtigen Wirtschaftsdaten aus USA stehen im 17:30 Uhr zwei Anleiheauktionen von drei- und sechsmonatigen Wertpapieren an. Hier ist unter Umständen mit eine leicht erhöhten Volatilität im USD zu rechnen.

Die einschlägigen Wirtschaftskalender melden aus USA noch drei Termine bei denen Mitglieder des FOMC öffentliche Reden halten.

18:15 Uhr FOMC-Mitglied Dudley
19:30 Uhr FOMC-Mitglied Plosser
21:45 Uhr FOMC-Mitglied Dudley

Da man nie wissen kann, wie die Marktteilnehmer die eine oder andere Aussage von Notenbankmitgliedern interpretieren kann es hier durchaus zu Marktbewegungen kommen.

Ich wünsche allen einen erfolgreichen Handelstag und stehe auch weiterhin im eToro OpenBook auf @nessi508 für Fragen zur Verfügung.


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