Nicht alle Daten am Nachmittag kommen
aus USA – es hat sich auch noch ein Wert aus Europa in den Kalender
versteckt.
Gehen wir zuerst auf diesen Wert kurz
ein:
16:00 Uhr Verbrauchervertrauen in
Europa
Hier werden aus der gesamten Eurozone
2.300 Verbraucher zu ihren Prognosen für die künftige
Wirtschaftsentwicklung befragt. Man sagt diesem Index nach, dass er
ein guter Frühindikator für die künftigen Verbraucherausgaben ist
und von denen hängt natürlich auch ein großes Stück des zu
erwartenden Wirtschaftswachstums ab. Betrachtet man den Verlauf
dieses Wertes im Laufe des Jahres 2013 kann man doch ein deutlich
wachsendes Vertrauen der Verbraucher in die wirtschaftliche Lage
feststellen. Im Januar lag dieser Wert noch bei -27 und hat sich doch
mittlerweile bis auf -14,5 erholt (was immer noch deutlich im
negativen Bereich liegt, da 0 die Schwelle zur positiven Einschätzung
wäre). Man rechnet für diese Lesung mit einem Wert von -14,0 und
kann davon ausgehen, dass ein Überschreiten der Prognose positiv auf
den Euro wirken sollte.
Nun aber Bühne Frei für den Auftritt
der US-Zahlen
14:30 Uhr Erzeugerpreisindex USA
Die Preisentwicklung wird diesmal aus
der Sicht der Erzeuger untersucht. Auch dieser Wert geht über den
Umweg des Handels und der Verbraucher in die Inflationsrate des
Landes ein. Wie üblich wird hier nach Kern Erzeugerpreisen (ohne
Lebensmittel und Energie) und den umfassenden Erzeugerpreisen
unterschieden. Bei den Kern EPI rechnet man mit Wert von +0,1 %
gegenüber dem Vormonat, der umfassende EPI soll um 0,2 % rückläufig
sein, hier war im Vormonat noch ein Rückgang um 0,1 % gemeldet
worden. Sollten die Erwartungen in die Preisentwicklung nicht
erfüllt werden, sollte dies den USD auf Talfahrt schicken.
14:30 Uhr Die wöchentlichen
Arbeitsmarktdaten
Jeden Donnerstag werden die Erstanträge
auf Arbeitslosenhilfe und die fortgeführten Anträge gemeldet. Eine
sehr volatile Zahl und bei der Größe der USA manchmal auch von den
Märkten etwas überbewertet – meiner Meinung nach. Ich habe in
verschiedenen Portalen gelesen, dass Veränderungen bei den
Erstanträgen kleiner 30.000 eigentlich – wie mein Mann als
Ingenieur sich auszudrücken beliebt – reine Messtoleranz wären.
Setzt man die Bevölkerungszahl von 311.591.917
(laut einer Statistik der Weltbank) der USA ins
Verhältnis zu der genannten Größe von 30.000 könnte man da
annehmen – aus der Sicht der Betroffenen allerdings kann man zu
anderen Interpretationen kommen.
Wie immer bei Arbeitsmarktdaten sollte
ein Unterschreiten der Prognosen die Landeswährung – in diesem
Fall den USD – stärken.
Die Werte sind der nachfolgenden
Tabelle zu entnehmen:
|
Antragsart |
Prognose |
Letzter Wert |
|
Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe |
335.000
|
339.000
|
|
Fortgeführte Anträge auf Arbeitslosenhilfe |
2.870.000
|
2.874.000
|
15:45 Uhr Bloomberg
Verbrauchervertrauen
Diese Kennzahl wird von dem vom Bürgermeister von New York gegründeten Nachrichtendienst wöchentlich
bekannt gegeben. Immerhin 250 US-Bürger werden hierzu telefonisch
befragt. Der historische Tiefststand im Jahr 2013 vom -37,9 (während
des Goverment Shut Downs) hat sich in der letzten Woche bereits
wieder auf -33,9 erholt, wobei die „0“ die Schwelle zur positiven
Beurteilung der Wirtschaftserwartungen wäre. Sollte die Erholung
weitere Fortschritte machen – wäre dies ein gutes Zeichen für den
USD.
16:00 Uhr Philly Fed Index
Hier geht es um eine umfassende
Beurteilung der Wirtschaftsentwicklung, die von der Federal Reserve
Bank of Philadelphia für ihren Zuständigkeitsbereich herausgegeben
wird.
Der Bericht umfasst verschiedene
Einzelwerte und sollte bei Übertreffen der Prognosen beziehungsweise
der letzten Werte positiv auf den USD wirken.
|
Kennzahl |
Prognose |
Letzter Wert |
|
Philly Fed Herstellungsindex |
15
|
19,8
|
|
Philly Fed Geschäftsbedingungen |
keine
|
60,8
|
|
Philly Fed Beschäftigung |
keine
|
15,4
|
19:00 Uhr Rede von FOMC-Mitglied
Bullard und
EZB-Direktoriumsmitglied Asmussen
Damit endet der Überblick über den
heutigen Handelstag – ich danke für das aufmerksame Lesen.



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