Der Vormittag des 20.11. aus
europäischer Sicht
Am Vormittag des 20.11. kommen die
Freunde des britischen Pfundes und des Schweizer Frankens auf ihre
Kosten. Aus der Eurozone stehen früh am Morgen die deutschen
Erzeugerpreise im Mittelpunkt des Geschehens.
Bevor wir aber zu den einzelnen Daten
kommen, hier der allgemeine Hinweis, dass es sich hier nicht um
Handelsempfehlungen handelt und ich nicht auf alle Termine aus den
Wirtschaftskalenders eingehen kann.
Hier die meiner Meinung nach
wichtigsten:
08:00 Uhr Erzeugerpreise
Deutschland
Die Preisentwicklung aus der Sicht der
Erzeuger gilt auch als guter Indikator für die künftigen
Inflationserwartungen, da über den Handel Preissteigerungen auch
sich in den Verbraucherpreisen niederschlagen. Im Jahresvergleich
gesehen sind die deutschen Erzeugerpreise weiter auf dem Rückzug
-0,6 % werden für diese Lesung vorhergesagt, in der letzten
Veröffentlichung waren es noch -0,5 %. Im Vergleich zum
Vorjahresmonat rechnet man diesmal mit einem Anstieg um 0,1 % nach
zuvor +0,3 %. Die Vermutungen in den Reihen der EZB die hier
beschrieben wurden, könnten sich bestätigen. Sollten die
Erwartungen übertroffen werden, sollte der Euro positiv stimuliert
werden.
10:00 Uhr Handelsbilanz
Spanien
Die Entwicklung des spanischen
Außenhandels gibt auch Auskunft auf die Frage ob Spanien inzwischen
die Talsohle der Wirtschaftsflaute hinter sich gelassen hat.
Allerdings lassen die Prognosen der seit Mai defizitären
Handelsbilanz eine andere Vermutung aufkommen. Das ohnehin schon hohe
Defizit von 1,80 Milliarden Euro soll deutlich auf 2,5 Milliarden
anwachsen. Ein noch stärkerer Anstieg dürfte den Euro unter Druck
bringen.
10:30 Uhr MPC Versammlungsprotokoll
Großbritannien
Hier das im Vorwort angekündigte
Highlight für Trader, die im britischen Pfund investiert haben. Die
Bank of England veröffentlicht das Sitzungsprotokoll der letzten
Zinsentscheidung. Da die Bank of England, anders als die EZB oder die
Fed nie Pressekonferenzen nach der Zinsentscheidung abhalten, kann es
bei der Veröffentlichung des Protokolls zu Marktbewegungen größeren
Ausmaßes kommen, je nach dem wie kontrovers die Diskussionen
verlaufen waren oder das Abstimmungsverhalten war und was die Märkte
in dieses hinein interpretieren wollen. Sinnvoll ist auf jeden Fall
bei solchen Events entweder vorzeitig seine Positionen mit
ausreichend bemessenen StopLoss zu sichern oder mit dem Neueinstieg
vorsichtig heran zu gehen.
11:00 Uhr ZEW-Konjunkturerwartungen
Schweiz
Die gleichen Umfragen bei
institutionellen Anleger, wie am vorangegangen Tag für Deutschland
und die Eurozone, wird hier für die Schweiz veröffentlicht. Die
Entwicklung des Vertrauens der Analysten und Großinvestoren in den
Schweizer Franken kann zu massiven Kursbewegungen führen, daher
sollte man zu diesem Zeitpunkt entweder sehr kurzfristig in den
Markt gehen oder seine Positionen gut sichern. Die Prognosen gehen
von einem deutlichen Anstieg der Erwartungen auf 30 Punkte aus, im
Vormonat waren es noch 24,9 Punkte. Sollte die Erwartung übertroffen
werden, sollte CHF ansteigen.
Zum Ende des Überblickes über die
Daten aus Europa habe ich noch einen kurzen Blick in den Veranstaltungskalender
der EZB geworfen und keine wichtigen Termine gefunden.
Ich danke für die gezeigte
Aufmerksamkeit und gehe im nächsten Teil auf die Daten aus USA ein.
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