Der letzte Handelstag der Woche bietet
auch trotz der Abwesenheit der us-amerikanischen Daten – bedingt
durch die Nachwirkungen von Thanks Giving und der
Weihnachtsgeschenkeschnäppchenjagd – einiges an wichtigen
Terminen.
Bevor wir mit den Daten der Nacht
beginnen einen kurzen Hinweis darauf, dass die nachfolgenden
Erläuterungen nicht als Handelsempfehlung zu verstehen sind.
Die japanischen Statistikbehörden
bieten heute Nacht ein wahres Feuerwerk an Wirtschaftsdaten.
00:13 Uhr Herstellungs –
Einkaufsmanagerindex
Hier geht es um die Stimmung der
japanischen Einkäufer aus dem Produktionssektor. Da Änderungen in
die Konjunkturzyklen sich am ehesten im Einkauf von Industrie und
Herstellungssektor bemerkbar machen – klar jede Veränderung in den
Produktionsmengen wirkt sich auf die Menge der benötigten Rohstoffe
oder Halbfertigprodukte aus – gilt der Einkaufsmanagerindex zu
recht als Frühindikator der Wirtschaftsentwicklung. Werte über 50
in diesem Index gelten als überwiegend positive Einschätzung der
Lage. Für den seit Juli kontinuierlich gestiegenen Index gibt es
keine Prognose – wir müssen daher davon ausgehen, dass ein
Ergebnis, das über dem der letzten Lesung mit 54,2 liebt positiv auf
den Yen wirken sollte.
00:30 Uhr Arbeitslosenquote
Hier geht man von einem Rückgang in
der Arbeitslosenquote von 0,1 % aus und erwartet einen Wert von 3,9
%. Sollte ein höherer Wert als erwartet gemeldet werden, wäre dies
kein gutes Zeichen für den Yen.
00:30 Uhr Verbraucherpreisindex
Wir erfahren wie sich die Preise aus
der Sicht der Japaner verändert haben. Japan veröffentlicht diese
Preise nach verschiedenen Kriterien sortiert. Einmal unterscheidet
man nach der landesweiten Preisentwicklung und der Entwicklung in der
Region Tokio, zum anderen Kern VPI (ohne Kosten für Lebensmittel und
Energie)und dem alles umfassenden VPI. Die Werte der einzelnen
statistischen Warenkörbe sind der nachfolgenden Tabelle zu
entnehmen.
|
Region |
Statistischer Warenkorb |
Prognose |
Letzter Wert |
|
Landesweit
|
Kern Verbrauchpreisindex |
+0,4 %
|
+0,3 %
|
|
Landesweit |
Verbraucherpreisindex |
+0,9 %
|
+0,7 %
|
|
Region Tokio |
Kern Verbraucherpreisindex |
+0,7 %
|
+0,6 %
|
|
Region Tokio |
Verbraucherpreisindex |
+1,1 %
|
+1,1 %
|
00:50 Uhr Industrieproduktion
Hier geht es um die Entwicklung der
Produktionsmengen in Japan. Als eine der bedeutenden
Industrienationen ist fast das ganze japanische Wachstum von den
Absatzchancen der produzierten Waren abhängig. Steigende Produktion
bedeuten mehr Waren auch für den Export und somit stärkere
Nachfrage nach dem Yen. Man geht von einem Zuwachs von 2,0 % im
letzten Berichtsmonat aus. Der letzte bekannte Wert wies ein Wachstum
von 1,3 % aus. Sollte ein größeres Wachstum als prognostiziert
gemeldet werden, wäre dies ein Signal für steigende Kurse des Yen.
06:00 Uhr Wohnungsbaubeginne
Hier erhalten wir einen Einblick in den
Zustand das Immobilienmarktes und der Baubranche. Steigende
Baubeginne deuten zum einen auf eine gute Auslastung der Baubranche
und zum anderen auf steigende Nachfrage an Wohnimmobilien hin. Beides
wirkt sich auf das Bruttoinlandsprodukt des Landes aus. Im letzten
Monat wurde ein Anstieg der Baubeginne um 19,4 % gemeldet. Für diese
Lesung wird ein deutlich schwächerer Wert von 4,3% Zuwachs gemeldet.
Sollte die Prognose nicht erreicht werden, wäre dies kein gutes
Zeichen für den Yen.

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