Donnerstag, 9. Januar 2014

Der Vormittag im Überblick







Neben einigen wichtigen Daten aus der Eurozone und der deutschen Industrieproduktion steht der Tag aus europäischer Sicht im Zeichen der Zentralbanken.

Betrachten wir uns kurz die Daten, die uns um 11:00 Uhr erwarten:

Verbrauchervertrauen Eurozone

Hier werden immerhin 2.300 Bewohner der Eurozone nach ihrer Einschätzung zu den wirtschaftlichen Entwicklungen befragt (Bloomberg Verbrauchervertrauen in USA wir von 250 Befragten hochgerechnet). Die Prognose geht hier von einer leichten Verbesserung des Wertes (eine Steigerung von -15,8 auch -14) aus. Sollte die Erwartung nicht erfüllt werden – wäre dies normalerweise kein gutes Zeichen für den Euro. Am Tag der EZB-Zinsentscheidung kann es allerdings gut sein, dass die Marktteilnehmer wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und sich nicht zu bewegen trauen.

Geschäftsklima und Industriemeinung Eurozone

Hier kommen die europäischen Unternehmer zu Wort und können ihre Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung kundtun. Beim Geschäftsklima rechnet man mit einem unveränderten Wert von 0,2 - die Industriemeinung soll von -3,9 auf -3 steigen. Hiergilt als Wirkung auf den Euro die gleiche Annahme wie zuvor.

Arbeitslosenquote Griechenland

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Die Arbeitslosigkeit in Griechenland lag in den letzten Lesung bei erschreckenden 27,4 %, eine Prognose wird für Griechenland nicht veröffentlicht. Man kann davon ausgehen, dass eine höhere Arbeitslosenquote den Euro belasten sollte.

Industrieproduktion Griechenland

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Dieser Wert ist in der Dezemberlesung um 5,2 % gesunken. Da es keine Prognose gibt, müssen wir davon ausgehen, dass noch schwächere Werte als im Vormonat den Euro belasten sollten.

Bevor wir uns auf die Zinsentscheidungen freuen können und die Zentralbanken zum Tanz der Kurse aufrufen gibt es aus Deutschland noch eine wichtige Meldung

12:00 Uhr Industrieproduktion Deutschland

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neben der Einschätzung des Herstellungssektors in Sachen wirtschaftlicher Entwicklung auch Ausblicke auf die zu erwartende Beschäftigungslage, die Konsumbereitschaft und dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zu. Nachdem im letzten Monat ein Rückgang der Produktionszahlen von 1,2 % gemeldet wurde rechnet man für diese Lesung mit einem Wachstum vom 1,5 %. Sollte diese Erwartung - ähnlich wie gestern die Werte der Werkaufträge Deutschland übertroffen werden – könnte dies dem Euro Auftrieb verleihen.

Ich rate allerdings im Hinblick auf die anstehenden Entscheidungen der Zentralbanken und der EZB-Pressekonferenz zur Vorsicht.

Dies sind keine Handelsempfehlungen.

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