Nachdem der Vormittag uns mit den Zahlen des ZEW beschäftigt hat – die Werte aus Deutschland zeigten eine leichte Eintrübung am Horizont – was die Stimmung unter den Analysten und Großanlegern anging – während der gleiche Wert für die gesamte Eurozone überzeugen konnte blicken wir nun auf das wenige was der Markt heute am Nachmittag an Daten zu bieten hat.
Zuvor der übliche Hinweis: Meine Ausführungen stellen keine Handelsempfehlungen dar!
Nun als Vorbote der diese Woche noch anstehenden Zentralbankentscheidungen haben heute die türkische und die ungarische Nationalbank ihre Sitzungen. Aus der Türkei werden unveränderte 4,5 % als Leitzins erwartet, in Ungarn gehen die Prognosen von einer Senkung auf 2,9 % - derzeit noch 3,0% - aus. Dies dürfte allerdings nur geringe Auswirkungen auf uns im Devisenhandel haben – es sei denn, dass die Zinssätze gerade in der derzeit unsichereren Türkei drastisch gesenkt würden – und somit eine weitere Flucht aus der türkischen Lira in Dollar und Gold – wie in der letzten Woche bereits – einsetzen würde.
Ab 14:30 Uhr blicken wir auf Kanada:
Kanadischer Produktionsverkauf
Hier geht es um die Verkaufszahlen des kanadischen Herstellungssektors. Im letzten Monat war hier noch ein Zuwachs von 1,0 % gemeldet worden, diesmal rechnet man nur noch mit 0,4 % Zuwachs. Schwächelnder Absatz in den Produktionsbetrieben ist nicht unbedingt ein Wachstumssignal für die Gesamtwirtschaft, daher können wir mit fallenden Kursen im kanadischen Dollar rechnen, wenn die Prognosen noch unterboten würden.
Großhandelsumsätze in Kanada
Die Waren gelangen von den Herstellern über den Großhandel in den Einzelhandel und somit zum Endverbraucher. Fast logisch, wenn der Zuwachs bei den Produktionsmengen sinkt, das auch die Prognosen für den Großhandel weniger Zuwachs vorhersehen. Hier geht man auch mit einem geringeren Wachstum von 1,0 % nach zuvor 1,4 % aus. Gleiche Annahme wie zuvor bei im Produktionsverkauf – ein Nichterreichen der Prognosen sollte CAD unter Druck bringen.
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Auch ohne Daten aus USA können wir auf mehr Bewegung am Markt im Laufe des Nachmittags rechnen, da die Börsenhändler aus USA heute aus ihrem verlängerten Wochenende zurück an ihre PCs und aufs Börsenparkett kehren – ausgeruht und hoffentlich hungrig auf Erfolge. Von daher – es kann kein Fehler sein heute Nachmittag aufmerksam zu sein.
Spät am Abend – wie üblich die Erdöl-, Benzin- und Destillatlagerbestände der API (American Petroleum Institute). Wer also im schwarzen Gold investiert ist oder dies beabsichtigt – für den ist erst nach 22:30 Uhr Ende des Börsentages.
Soweit der Überblick über den „Restdienstag“ - allen viel Erfolg und gutes Gelingen. Nutzt den relativ ruhigen Tag um Euch auf den Rest der Woche vor zu bereiten – es stehen diese Woche noch ein paar hochkarätige Entscheidungen an!



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