Montag, 13. Januar 2014

Der Vormittag steht im Zeichen der Eurozone und Großbritanniens






In diesem Teil betrachten wir die Daten der Eurozone und beginnen gleich zur Frühstückszeit.

08:00 Uhr Deutscher Großhandelspreisindex

Hier wird die Preisentwicklung aus der Sicht des Großhandels betrachtet. Preissteigerungen im Großhandel werden über den Einzelhandel an die Verbraucher durchgereicht. Dadurch wirken sich diese Veränderungen auch auf die Inflationsrate und die Konsumbereitschaft aus. Die Währungshüter des Euro werden auch diesen Wert im Auge behalten müssen, da die Verbraucherpreise in der Eurozone in letzten Jahr sich nicht wunschgemäß verhalten haben und doch weit von der angestrebten Marke von 2,0 % entfernt sind (auch wenn ich beim heutigen Einkauf davon mal wieder nicht viel gemerkt habe). Man rechnet mit einem Minianstieg von 0,1 % nachdem im letzten Monat noch ein Minus von 0,2 % gemeldet wurde. Sollte ein größerer Anstieg gemeldet werden könnte der Euro gestärkt werden.

08:45 Uhr Leistungsbilanz Frankreichs

Hier verweise ich auf die Erläuterungen zur Leistungsbilanz aus Japan (http://bit.ly/KfoeCg). Aus Frankreich erwarten wir ein Leistungsbilanzdefizit von 2,1 Milliarden Euro. Im Vormonat lag dieses noch wesentlich höher (-3,9 Milliarden). Für den Euro können wir mit positiven Signalen rechnen, wenn die gemeldeten Werte über den Prognosen liegen.

08:45 Uhr Verbraucherpreisinflation Frankreichs

Hier geht es um die Preisentwicklung aus der Sicht der Verbraucher. Nachdem im letzten Quartal Preisrückgänge beziehungsweise im Dezember eine Nullrunde gemeldet wurden, ist für diese Lesung ein spürbarer Anstieg von 0,4 % zu erwarten. Der Euro sollte geschwächt werden, wenn diese Prognose unterschritten werden sollte.

10:00 Uhr Verbraucherpreisindex Italiens

Wie zuvor in Frankreich nehmen wir in dieser Kennzahl die Preisentwicklung in Italien unter die Lupe. Italien meldet seinen VPI in zwei Betrachtungszeiträumen - einmal im Vergleich zum Vorjahresmonat und einmal im Vergleich zum Vorjahr. In beiden Fällen geht man von zur letzten Veröffentlichung unveränderter Werte aus. +0,2 % im Monatsvergleich und im Jahresvergleich +0,7 % - also auch weit von der angestrebten Teuerungsrate entfernt. Auch hier werden nicht nur die Marktteilnehmer sondern auch die Gremien der EZB ein wachsames Auge auf die Veröffentlichung haben. Steigende Eurokurse dürfen wir erwarten, wenn die Werte der Vorhersage übertroffen werden.

11:00 Uhr Industrieproduktion Eurozone

Die für meine Begriffe wichtigste Kennzahl aus der Eurozone, die wir am Dienstag erfahren werden. Es geht hier um die prozentuale Veränderung in der Menge der hergestellten Güter der gesamten Eurozone -einmal im Monatsvergleich und einmal im Jahresvergleich. Von dieser Kennzahl kann man nicht nur den Zustand des Produktionssektors ablesen, sie ist auch ein Frühindikator für den Arbeitsmarkt und das zu erwartende Konsumentenverhalten der Eurozone. Man rechnet mit einer doch sehr erfreulichen positiven Entwicklung. Im Monatsvergleich sollen die Werte, die im letzten Monat noch bei -1,1 % lagen auf +1,4 %steigen und im Jahresvergleich von +0,2 % auf +1,4 %. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre ein Talfahrt des Euros die logische Folge.

Damit wären wir am ende des Überblicks über die Daten der Eurozone, im nächsten Teil sehe wir auf Großbritannien und seine Daten.

Ich bitte zu beachten, dass meine Ausführungen keine Handelsempfehlungen sind.

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