Sonntag, 1. Dezember 2013

Willkommen in der neuen Tradingwoche



Schon bevor die neue Woche eigentlich begonnen hat, haben wir schon eine für die Entwicklung der Weltwirtschaft bedeutende Nachricht zur Kenntnis genommen.

China, einer der sogenannten fünf BRICS-Staaten, hat in der Nacht zum 1. Dezember seinen Einkaufsmanagerindex für das produzierende Gewerbe bekannt gegeben.

Welche Aussagekraft hat dieser Wert zum einen für China und zum anderen für die Weltwirtschaft. China ist sehr stark exportabhängig. Aus diesem Grund kann eine Produktionssteigerung, was wiederum vermehrte Einkäufe an Rohstoffen oder Halbfertigprodukten zur Folge haben und dies die Einschätzung der Einkäufer positiv beeinflussen würde nur dann zu Stande kommen, wenn das Nachfrageverhalten der Abnehmerländer sich positiv verändert. Daher gilt der Einkaufsmanagerindex für China auch als Gradmesser für die Weltwirtschaft.

Mit 51,4 lag der Wert leicht über den Erwartungen von 51,1. Bei gravierenden Abweichungen von den Erwartungen kann es bei der Veröffentlichung des chinesischen PMI durchaus zu stärkeren Schwankungen im Währungsgefüge kommen.

Eine positive Meldung zu einem der Sorgenkinder der Eurozone gab es auch u vermelden:

Moodys, eine der größeren Ratingagenturen hat Griechenland von „C“ auf „Caa3“ hochgestuft, da vermutlich die Haushaltsziele für 2014 erreicht werden könnten. Nach zu lesen bei Boerse – go.

In Deutschland läuft seit Samstag die Mitgliederbefragung der SPD zum Koalitionsvertrag. Rechtzeitig um den Mitgliedern die Entscheidungen zu erschweren kommen aus allen Richtungen Meldungen, die den einen oder anderen Punkt des ausgehandelten Kompromisses kritisieren. Zum Beispiel die OECD bemängelt die Rentenpläne, da diese die Arbeit verteuern würden, dies würde der Konjunktur schaden. Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich kritisiert den Mindestlohnkompromiss und befürchtet dadurch Nachteile für den Osten Deutschlands, SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles geht sogar soweit, Steuererhöhungen während der Regierungszeit von Schwarz-Rot nicht aus zu schließen, falls sich die Steuereinnahmen verringern sollten, und obwohl es hieß, dass über Ministerposten erst später entschieden werden sollte, scheint der erste Posten nach dem der Kanzlerfrage schon entschieden zu sein: Herr Ramsauer bleibt Verkehrsminister – wie wir hier lesen konnten. Nun bleibt es ab zu warten, wie sich die SPD-Mitglieder entscheiden und ob wir dieses Jahr noch eine ordentliche Bundesregierung auf die Beine gestellt bekommen.

Sollte die Regierungsbildung nicht gelingen – wäre Deutschland auf dem Weg zu italienischen Verhältnissen und es könnte unter Umständen zu Neuwahlen kommen. Wie dies von den Märkten aufgenommen würde – bleibt ab zu warten.

Im nächsten Teil gehe ich auf die Wirtschaftstermine des ersten Handelstages ein. Vielen Dank für die Aufmerksamkeit.

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