Sonntag, 8. Dezember 2013

Ein Blick in den europäischen Teil des Wirtschaftskalenders



Nachdem die Nacht zum Montag von Japan und China bestimmt war, kommen am frühen Montagmorgen die ersten Daten aus Europa.

Bevor wir ins Detail gehen – der übliche Hinweis:

Die nachfolgenden Erläuterungen sind keine Handelsempfehlungen!

Beginnen wir mit den Daten aus der Schweiz:



07:45 Uhr Arbeitslosenquote Schweiz

Die Stabilität des schweizerischen Arbeitsmarktes erkennt man bei einem Blick in die historischen Daten. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Schweiz schwankt seit Januar 2011 bis heute zwischen 2,9 und 3,2 %. Für diese Lesung sind unverändert zum Vormonat 3,2 % zu erwarten. Die nicht saisonbereinigte Quote verhält sich ähnlich – allerdings erwartet man hier einen Anstieg auf 3,2 %. Im letzten Monat wurden hier noch 3,1 % erreicht. Höhere Arbeitslosenquoten als erwartet sollten CHF unter Druck bringen.

09:15 Uhr Einzelhandelsumsätze Schweiz

Die Umsatzzahlen im schweizerischen Einzelhandel weisen deutlich steigende Tendenz. Man geht in den Prognosen zu dieser Lesung von einem Zuwachs von 2,1 % aus. In letzten Monat zum Vergleich betrug die Zuwachsrate von 1,0 %. Sollte die Erwartung übertroffen werden, wäre dies ein Signal für steigende Kurse des CHF.

Werfen wir nun einen Blick auf die Daten aus der Eurozone:


Hier steht der Vormittag unter dem Zeichen der Handelsbilanz. Aus Deutschland (08:00 Uhr), Finnland (08:00 Uhr) und der Slowakei (09:00 Uhr) wird diese wichtige Kennzahl für die Eurozone gemeldet. Hier müssen wir darauf achten, in wie weit die Prognosen oder letzten Werte (bei fehlenden Prognosen) erreicht werden. Über den Erwartungen liegende Werte sollten den Euro stärken. Die Werte sind der untenstehenden Tabelle zu entnehmen:

Land
Prognose
Letzter Wert
Deutschland
18,0 Milliarden Euro Überschuss
18,8 Milliarden Euro Überschuss
Finnland
Keine Prognose
0,43 Milliarden Euro Defizit
Slowakei
635 Millionen Euro Überschuss
545,7 Milliarden Überschuss

10:30 Uhr Sentix Investorenvertrauen Eurozone

Hier geht es um die Einschätzung von Großanlegern und Analysten in Bezug auf die Wirtschaftskraft der Eurozone. Je höher die Kennzahl ausfällt um so größer ist das Vertrauen der Anleger und Analysten zu bewerten. Letzten Monat lag der Index bei 9,3 und soll auf 10,4 steigen. Wenn man bedenkt, dass dieser Wert im April 2013 noch bei -17,3 lag doch eine deutliche Verbesserung der Lage, die sich hier abzeichnet. Sollte der Wert die Erwartungen übertreffen könnte der Höhenflug des Euro fortgesetzt werden.

11:00 Uhr Griechischer Verbraucherpreisindex

Die griechischen Verbraucherpreise sollen der Vorhersage nach auf Jahressicht nur noch um 1,8 % sinken – in Vormonat wurde noch Rückgang um 2,0 % gemeldet. Ein stärkerer Rückgang der Preise als erwartet würde den Euro belasten.

12:00 Uhr OECD Composite Frühindikatoren



Hier könnte das gesamte Währungsgefüge in Wallung geraten. Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) gibt ihre Einschätzung für das Wachstum der Weltwirtschaft bekannt. Es werden hier Daten aus 30 mehr oder weniger industrialisiert Mitgliedsnationen ausgewertet. Man rechnet mit einem leichten Anstieg dieses Indikator von 100,7 auf 100,8. Da in diesem Bericht erfahrungsgemäß einige Nationen oder Wirtschaftsregionen mehr oder weniger gut abschneiden, muss man hier mit mittleren Turbulenzen im Währungsgefüge rechnen.

Auf die Termine des Nachmittags gehe ich am morgigen Vormittag in einem gesonderten Beitrag ein.

Ich wünsche allen einen gelungenen Wochenauftakt.



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