Donnerstag, 5. Dezember 2013

Der letzte Handelstag der Woche – was bietet er an Daten?




Nachdem am Donnerstag der Tag der europäischen Zentralbanken war und die USA mit sehr guten Wirtschaftsdaten auf sich aufmerksam machten, sollten wir uns mit dem Gedanken an den Beginn des Endes von QE3 vertraut machen.

Zunächst ein kurzer Rückblick auf die Ereignisse vom Donnerstag:

Frankreich und Spanien enttäuschten für die Eurozone mit eher schwachen Zahlen vom Arbeitsmarkt beziehungsweise von der Industrieproduktion. Der Euro nahm dies eher gelassen hin – EUR/USD fielen zwar vom morgendlichen Höchstkurs erst wieder deutlich und die 1,36er Marke um dann nach der Zinsentscheidung, die alles beim alten lies und der Pressekonferenz mit Mario Draghi zu einem neuen Tageshöchstkurs von 1,3666 zu klettern.

Die guten Daten aus USA verpufften offensichtlich durch die Redegewandtheit von Herrn Draghi nahezu unbemerkt. Auch die zeitgleiche Rede des US-Finanzministers Lew konnte dem Euro nicht viel an haben.

Der Einkaufsmanagerindex von Kanada enttäuschte auf der ganzen Linie, genau wie die Werkaufträge aus USA.

Nun bleibt uns für diese Woche noch ein Highlight im Kalender übrig – und die bange Frage: „Kommt das Tapering im Dezember oder nicht?“

Da ich keine Glaskugel besitze – wage ich hierzu keine Aussagen – höchstens die Vermutung, dass die Wahrscheinlichkeit mit dem guten Ergebnissen der NFP steigen wird.

Nun aber zu den Daten des neuen Handelstages:

Mit Ausnahme des Leitindex aus Japan um 06:00 Uhr können alle in Ruhe darauf warten, was ihnen der Nikolaus in die hoffentlich geputzten Stiefel vor der Tür gestellt hat s.


– es kommen nämlich heute Nacht keine wichtigen Wirtschaftsmeldungen heraus.

Der Leitindex wird aus zwölf verschiedenen Indikatoren gebildet und gibt einen guten Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung der japanischen Industrie. Werte über 50 gelten als positive Einschätzung, zuletzt lag der Wert bei 109,2 und soll auf 109,9 steigen.
Sollte die 110 fallen, wäre dies ein gutes Zeichen für steigende Kurse des Yen.

08:45 Uhr Frankreichs Handelsbilanz

Die Entwicklung des französischen Außenhandels steht hier auf dem Prüfstand. Im November betrug das Handelsbilanzdefizit immerhin 5,8 Milliarden Euro, für diese Lesung rechnet man mit 4,5 Milliarden. Sollte die Prognose nicht erreicht werden, wäre dies ein Zeichen für den Euro in Richtung Keller zu marschieren.

08:45 Uhr Haushaltskonsolidierung Frankreichs

Kassensturz in der Staatskasse Frankreichs – wahrscheinlich keine leicht Aufgabe für den Finanzminister. Den Prognosen nach soll ein Loch in der Staatskasse von 79,0 Milliarden Euro sein - immerhin eine Verbesserung gegenüber dem Vormonat, da war das Defizit bei 80,8 Milliarden gelegen. Der Euro würde sich über bessere Werte als erwartet freuen.

09:15 Uhr Verbraucherpreisindex der Schweiz

Hier sind die Freunde des Schweizer Franken zur Aufmerksamkeit aufgerufen. Die Preisentwicklung aus der Sicht der Verbraucher gibt Aufschluss über die künftige Inflationsrate der Eidgenossen und dem zu erwartenden Wirtschaftswachstum. Die Werte werden einmal als Monatsvergleich und einmal auf Jahressicht veröffentlicht. Im Monatsvergleich rechnet man mit einem Preisrückgang von 0,2% nach zuvor 0,1 % Rückgang und auf Jahressicht sieht es auch nicht viel besser aus –0,1 % nach zuvor -0,3 %.
Sollte der Preisrückgang stärker ausfallen als erwartet, sollte dies den schweizer Franken in den Keller schicken.

10:30 Uhr Inflationserwartungen im Vereinigten Königreich

Hier geht es um eine Befragung von 2000 Briten zu ihrer Erwartung der Inflationsrate innerhalb des nächsten Jahres. Herausgeber ist die Die Bank of England in Verbindung mit der GfK. Dieser Bericht wird vierteljährlich erstellt. Eine Prognose für diesen Indikator gibt es leider nicht, der letzte Wert lag bei 3,2 %. Ein höherer Wert als die 3,2 % sollte das britische Pfund stärken.

Nun haben wir alle Zeit uns auf das Highlight des Tages, welches aus USA kommt und NFP genannt wird, vor zu bereiten.

Bis dahin allen viel Handelserfolg und wie immer:

Diese Ausführungen sind keine Handelsempfehlungen.

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