Wirtschaftsnachrichten - aktuelle Pressemeldungen und mehr
Sonntag, 29. Dezember 2013
Dienstag, 10. Dezember 2013
Was vom Vormittag noch zu berichten bleibt
Liebe Leserinnen, liebe Leser meiner
Wirtschaftsmeldungen zu Beginn etwas in eigener Sache.
Ich danke allen, die beim Lesen meiner
Blogbeiträge auf die Werbung geachtet haben und mir hier einen guten
Dienst erweisen wollten. Leider hat Google meine Adsence-Konto –
also den Teil von Google, der für die Werbeeinnahmen zuständig war,
ohne nähere Begründung wegen „unerlaubter Klickaktivitäten“
gesperrt und auch auf Reklamation nicht wieder freigeschaltet –
kurz und knapp – der Verdienst eurer Klicks fließt nun in die
Kaffeekasse vom Anbieter des Dienstes. Ich werde die Blogbeiträge
euch aber weiter zur Verfügung stellen – und nach anderen
seriöseren „Einnahmequellen“ suchen.
Weitere tolle Sachen hab ich heute in
meinem Mailbriefkasten gefunden – eine Mail von eToro! Zunächst
hielt ich diese für eine Fakemail - %%Benutzername%% als Anrede –
wenn eToro meinen echten Namen und meinen Usernamen hat, ließen mich
zu dieser Vermutung kommen – aber nein es handelt sich hier
tatsächlich um eine Mail von eToro – wie ich auf Nachfrage von
@rutheToro erfahren konnte.
Aber der Knaller war und bleibt die
Mail – angeblich von Rechtsanwälten Urmann und Kollegen –
demnach soll ich in der Zukunft eine Urheberrechtsverletzung begangen
haben und hierfür gebührenpflichtig abgemahnt werden. Im Anhang der
dubiosen Mail befand sich eine ZIP-Datei – wer sich im Internet
bewegt, dem sollte eigentlich bekannt sein, dass man ZIP-Dateien von
unbekannten Absendern generell nicht öffnen sollte. Aber da es immer
wieder neue Internet-User gibt – nehme ich den Vorfall als Anlass
hier noch mal ausdrücklich vor solchen Dingen zu warnen – der
nächste Virus oder Trojaner wartet sonst auf Euch und
schlimmstenfalls wird eure gesamte Festplatte mal null komma nicht
gelöscht!!!
So – nun zu dem eigentlichen
Hintergrund meines Blogs – die aktuellen Wirtschaftsmeldungen:
Der heutige Nachmittag wird eher
langweilig werden, außer dem wöchentlichen Redbook aus USA und de
Erdöllagerbeständen kommen keine nennenswerte Daten heraus.
Beim Redbook – einer Untersuchung
über die Entwicklung des Einzelhandels – sind Werte größer als
die der Vorwochen (monatlich -0,2 % und jährlich +4,9 % ) als
bullische Signale zu werten. Die Lagerbestände sind für Trader, die
im schwarzen Gold (bei dem übrigens eigentlich nächste Woche
Rollover sein müsste) investiert haben sehr wichtig.
Kurz und knapp – mehr wichtiges wird
heute nicht mehr passieren.
Ich wünsche einen erfolgreichen
Tagesverlauf
Was geschah in der Nacht – was bringt der Vormittag?
Die Nacht stand unter dem Zeichen
japanischer, australischer und chinesischer Daten.
Japans Wirtschaft scheint trotz
der milliardenschweren Hilfen der Bank of Japan den Sand nicht aus
dem Getriebe zu kriegen – mit der Ausnahme der Geldmenge - blieben
alle Daten unter den Erwartungen. Besonders schwerwiegend erscheint
mir der Rückgang bei der Stimmung der Großindustrie zu sein. Der
Wert fiel von 15,2 auf 9,4 – es wurden 17,2 erwartet. Auch der
Tertiärindex – bei dem es um die Dienstleistungsbranche geht kann
man als mittlere Katastrophe beschreiben -0,7 nach erwarteten +0,3 %.
Erfreulich aus japanischer Sicht allein die Auftragslage im
Maschinenbau – ein Zuwachs von 15,4 % nach zuvor 8,4 %. Den Yen
interessierte es meiner Meinung nach recht wenig.
Auch die Konjunkturbäume Australiens
scheinen nicht in den Himmel zu wachsen. Geschäftsvertrauen sowie
die Konjunkturumfrage blieben unter den Werten des Vormonats.
Aus China – zum Frühstück –
auch Daten die unter den Erwartungen lagen. Einzig die
Einzelhandelsumsätze konnte hier überzeugen – ein Zuwachs von
13,7 % anstelle der erwarteten 13,3 %. Bauausgaben und
Industrieproduktion lagen knapp unter den Erwartungen.
An frühen Daten aus Europa gab es
nicht viel bedeutsames – dies nahm der Euro zum Anlass über die
1,3750 zu klettern und diese Marke bisher zu verteidigen.
Laut Helaba-Analyst Ulrich Wortberg
bleibt das technische Bild mit der Rückkehr des Euros in den
Juli-Aufwärtstrend konstruktiv. Die Trendlinie verläuft heute bei
etwa 1,3665. Der nächste Widerstand findet sich am bisherigen
Jahreshoch bei 1,3832, das Ende Oktober markiert wurde. Die heutige
Trading-Range wird zwischen 1,3665 und 1,3830 erwartet.
Was erwartet uns heute am Vormittag
noch aus dem Kalender?
Es geht heute in der Hauptsache um die
Kennzahlen der Industrieproduktion. Diese ist eine der
wichtigsten Bezugsgrößen um ein künftiges Wachstum zu beurteilen.
Italien und Großbritannien liefern diese Werte.
10:00 Uhr Italien
Hier ist mit einem unveränderten
Miniwachstum von 0,2 % zu rechnen. Ein grösseres Wachstum sollte den
Euro zu weiteren Höhenflügen veranlassen.
10:30 Uhr Großbritannien
Hier ist in der Monatssichtweise sowohl
bei der Industrie als auch bei den kleineren Manufakturen mit einer
Abschwächung des Wachstums zu rechnen. (Industrie +0,3 % nach +0,9
%, Manufakturen +0,4 % nach +1,2 %). Auf Jahressicht bleibt es bei
einem positiven Wachstumstrend (Industrie bei +3,2 % und Manufakturen
bei +2,9 %. Sollten die erwarteten Werte nicht erreicht werden,
sollte dies das britische Pfund belasten.
13:00 Uhr Rede von Mario Draghi
Hier geht es um das Highlight des
Vormittags – aus meiner Sichtweise. Herr Draghi hatte ja nach der
EZB-Sitzung letzte Woche bereits den Höhenflug des Euro unterstützt
– fraglich ist ob er heute mit Rücksicht auf die Südländer der
Eurozone hier dem doch mittlerweile für diese Staaten sehr hohen
Kurs entgegensteuern wird. Herr Draghi spricht auf einer Konferenz
der Banca d'Italia in Rom – ein Protokoll der Rede wird laut der
EZB nicht zur Verfügung stehen.
Ich danke für die Aufmerksamkeit und
weise ausdrücklich daraufhin, dass es sich hier nicht um
Handelsempfehlungen handelt.
Montag, 9. Dezember 2013
Was bringt die Nacht zum Dienstag
Herr Fisher tritt um 00:30 Uhr vor die
Öffentlichkeit. Wie immer könnte hier Bewegung in den USD kommen –
Vorsicht ist nicht die schlechteste Wahl.
00:50 Uhr Daten aus
Japan
Japans BSI Groß-Herstellungsindex
Hier werden große Produktionsbetriebe
nach ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Lage befragt. Da Japans
Wirtschaft sehr produktionslastig aufgestellt ist, gilt dieser Wert
als Schlüsselindikator für das Wirtschaftswachstum. Generell gelten
Werte über 0 in diesem Index als positive Einschätzung. Nach den
schlechten Werten der Leistungsbilanz und des Bruttoinlandsproduktes
könnte hier erneut eine negative Überraschung warten. Man rechnet
mit 17,2 nach 15,2 im Vormonat. Ein besserer Wert als die 17,2 sollte
den Yen stützen.
Japans Tertiär Index
Hier geht es um die
Dienstleistungsbranche. Die Veränderung der Ausgaben für
Dienstleistungen wird hier untersucht. Nicht ganz so wichtig, wie der
Produktionssektor, sollten war aber auch dies Kennzahl beachten, wenn
wir im Yen investiert sind. Im Vormonat wurde ein Rückgang der
Ausgaben um 0,2 % gemeldet. Für diesen Monat ist ein Zuwachs von 0,3
% prognostiziert. Sollte der Wert übertroffen werden, sollte auch
dies den Yen stützen.
M2 Zentralbankgeldmenge
Japan
Wen wundert es, dass durch die massiven
Interventionen der Bank of Japan die Geldmenge ansteigt? Man rechnet
mit einem Zuwachs von 4,3 % - im letzten Monat betrug der Zuwachs 4,1
%. Man kann davon ausgehen, dass ein Wert besser als 4,3 % positiv
auf den Yen wirkt.
01:01
Uhr Hauspreisbilanzen Großbritannien
Zu ungewöhnlicher Zeit für
europäische Kennzahlen erhalten wir einen Einblick in den
Immobilienmarkt des Königreichs. Dieser Bericht hilft die Stärke
des Immobilienmarktes in Großbritannien zu analysieren. 60 % der
Befragten aus der Immobilienbranche Großbritanniens gehen von
steigenden Preisen aus. Im Vormonat lag der Wert noch bei 57%. Man
kann davon ausgehen, dass GBP steigende Kurse aufweist, wenn die
Prognose übertroffen wird.
01:30 Uhr NAB
Geschäftsvertrauen und Konjunkturumfrage
Hier geht es um Untersuchungen der
National Australia Bank. Hierfür werden 350 Unternehmen in
Australien befragt, Werte über 0 gelten als positive Einschätzung
der Lage.
Für beide Werte gibt es keine
Prognosen, daher müssen wir von den letzten Werten ausgehen. Das
Geschäftsvertrauen lag bei 5, die Konjunkturumfrage wurde zuletzt
mit -4 gemeldet. Bei über den Werten des Vormonats liegenden Zahlen
sollte AUD gestärkt werden.
06:30 Uhr Daten aus
China
Einzelhandelsumsätze
Hier geht es um die Absatzzahlen des
chinesischen Einzelhandels. Nach den zuletzt nicht überzeugenden
Verbraucherpreisen bliebt ab zu warten ob die Prognose von +13,3 %
erreicht werden kann. Der Wert der letzten Lesung lag ebenfalls bei
13,3 %
Industrieproduktion
Die Werte der Industrieproduktion sind
sehr aussagekräftig was das künftige Wirtschaftswachstum angeht.
10,1 % werden erwartet – eine leichte Verschlechterung zu den
Werten des Vormonats bei dem 10,3 % gemeldet wurden.
Bauausgaben
Die letzte Kennzahl aus China gibt
Aufschluss über den Zustand der Bauindustrie und des
Immobilienmarktes. Ein leichter Rückgang der Zuwachsraten ist
prognostiziert. Man rechnet mit 20,0 % Zuwachs anstelle der 20,1 %im
Vormonat
Als letzten Wert in diesem Beitrag
haben wir noch mal Japan am Start:
07:00 Uhr Aufträge
Maschinenwerkzeuge in Japan
Diese Kennzahl ist aussagekräftig im
Bezug auf das künftige Wachstum, da hier die Bestellungen der
Industrie für neue Produktionsanlagen bewertet werden. Nur wenn die
Wirtschaft Wachstumstendenzen aufweist, wird ein ansteigender Trend
in der Anzahl der Bestellungen erkennbar sein. Zuletzt wurde ein
Zuwachs von 8,4 % gemeldet. Eine Prognose für diese Lesung gibt es
leider nicht, daher können wir annehmen, dass bessere Werte als die
8,4 % positiv auf den Yen wirken sollten.
Wie immer – die Ausführungen sind
keine Handelsempfehlungen!
Im nächsten Teil blicken wir dann in
den europäischen Wirtschaftskalender.
Quellenhinweis:Die gezeigten Flaggen stammen von www.nationalflaggen.de
Wirtschaftsdaten am Nachmittag
der heutige Nachmittag wird von wenig
Daten geprägt.
Erwähnenswert wäre da
Anleiheauktionen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone.
Frankreich begibt um 15:00 Uhr drei-, sechs- und
zwölfmonatige Wertpapiere um seine Löcher in der
Haushaltskasse zu stopfen. Letzte Woche haben wir erfahren, dass
diese doch wohl noch größer sein sollen als die Prognosen
vorhergesagt hatten – 86,1 Milliarden Euro!!
Für die Finanzmärkte könnte von
großem Interesse sein, wie sich die Renditen für die Papiere
entwickeln und wie sich die Zeichnungsbereitschaft darstellt. Letzte
vergleichbare Papiere brachten eine Rendite von 0,008, 0,112 und
0,137 %.
16:00 Uhr CB-Beschäftigungsindex
Hier gibt Conference Board – ein
Marktforscher aus USA – seine Einschätzung zur Stabilität des
Arbeitsmarktes in USA bekannt. Zu diesem Zweck werden acht
verschiedene Werte, die im Vorfeld in Sachen Arbeitsmarkt bereits
veröffentlicht wurden gemeinsam ausgewertet. Betrachtet man die
Werte des Index aus 2013 sieht man bis auf den Oktober (wir erinnern
uns an den Goverment Shut Down) einen steigenden Trend von 109,02 bis
113,70. Sollte ein Wert größer 113,70 gemeldet werden,könnte dies
den USD stärken.
17:30 Uhr Anleiheauktionen USA
Auch die USA haben bekanntlich große
Löcher im Staatshaushalt. Daher benötigen sie Geld von den
Finanzmärkten. Hier geht es ebenfalls um kurz laufende Anleihen mit
drei- und sechsmonatiger Laufzeit. Die Renditen bei den letzten
Auktionen lagen je nach Laufzeit bei 0,075 und 0,100 %. Demnach
konnten die höher verschuldeten USA, die bis jetzt nicht mal einen
ordentlichen Haushalt aufweisen können immer noch günstiger Geld an
den Finanzmärkten aufnehmen als Frankreich.
Zum Abschluss des Tages stehen noch
mehrere Reden von namhaften Notenbankern im Kalender. Trader die in
USD und GBP investiert sind sollten hier sehr aufmerksam sein. Die
Zeiten und Redner sind:
18:15 Uhr Bank von England (BoE)
Gouverneur Carney
19:05 Uhr FOMC Mitglied Bullard
20:15 Uhr FOMC Mitglied Fisher
Hiermit wären wir am Ende des ersten
Handelstages der Woche – zumindest was die Auflistung der
Wirtschaftstermine angeht – allen viel Handelserfolg und wie immer:
Diese Ausführungen sind keine
Handelsempfehlungen!!!
Kurzes Update der Nacht und des frühen Morgens
Die Daten aus Japan blieben
größtenteils hinter der Erwartungen zurück. Die Leistungsbilanz
zum Beispiel die einen dicken Überschuss prognostizierte, meldete
ein Defizit von 0,06 Trillions Yen. Da Bruttoinlandsprodukt konnte
die Zielvorgabe auch nicht erreichen – ein Wachstum um nur 0,3 %
anstelle +0,4 % in der Quartalssicht – im Jahresvergleich meldete
man nur noch 1,1 % statt 1,6 %. Wie man sieht wachsen also die
japanischen Konjunkturbäume auch nicht gerade in den Himmel. Die
leichten Verluste des Yen nach den Daten sind dadurch zu erklären.
Die Verbraucherpreise in China wiesen
auch ein geringeres Wachstum als erwartet auf. Im Jahresvergleich
wurde die Marke von +3,2% mit 3,0 % verfehlt
Die Schweiz legte in der
Arbeitslosenquote eine Punktlandung hin, die Einzelhandelsumsätze
enttäuschen mit 1,2 % Wachstum anstelle der erwarteten 2,1 %.
Deutschland verfehlt in der
Handelsbilanz die sowieso schon unter der des Vormonats liegende
Marke von +18,0 Milliarden Euro deutlich – es bleibt nur ein
Überschuss von 16,8 Milliarden übrig – eine Folge der hohen
Eurokurse??? Den Euro störte dies allerdings nur wenig in seinem
Höhenflug. Die heutige Trading-Range wird zwischen 1,3580 und 1,3792
erwartet – so zumindest Ralf Umlauf bei FX-Daily.
Alles in allem nicht sehr erfreuliche
Daten aus der Wirtschaftswelt.
Wir können gespannt darauf warten was
die Märkte daraus machen.
Sonntag, 8. Dezember 2013
Ein Blick in den europäischen Teil des Wirtschaftskalenders
Nachdem die Nacht zum Montag von Japan
und China bestimmt war, kommen am frühen Montagmorgen die ersten
Daten aus Europa.
Bevor wir ins Detail gehen – der
übliche Hinweis:
Die nachfolgenden Erläuterungen sind
keine Handelsempfehlungen!
Beginnen wir mit den Daten aus der
Schweiz:
07:45 Uhr Arbeitslosenquote Schweiz
Die Stabilität des schweizerischen
Arbeitsmarktes erkennt man bei einem Blick in die historischen Daten.
Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Schweiz schwankt seit
Januar 2011 bis heute zwischen 2,9 und 3,2 %. Für diese Lesung sind
unverändert zum Vormonat 3,2 % zu erwarten. Die nicht
saisonbereinigte Quote verhält sich ähnlich – allerdings erwartet
man hier einen Anstieg auf 3,2 %. Im letzten Monat wurden hier noch
3,1 % erreicht. Höhere Arbeitslosenquoten als erwartet sollten CHF
unter Druck bringen.
09:15 Uhr Einzelhandelsumsätze
Schweiz
Die Umsatzzahlen im schweizerischen
Einzelhandel weisen deutlich steigende Tendenz. Man geht in den
Prognosen zu dieser Lesung von einem Zuwachs von 2,1 % aus. In
letzten Monat zum Vergleich betrug die Zuwachsrate von 1,0 %. Sollte
die Erwartung übertroffen werden, wäre dies ein Signal für
steigende Kurse des CHF.
Werfen wir nun einen Blick auf die
Daten aus der Eurozone:
Hier steht der Vormittag unter dem
Zeichen der Handelsbilanz. Aus Deutschland (08:00 Uhr),
Finnland (08:00 Uhr) und der Slowakei (09:00 Uhr) wird diese wichtige
Kennzahl für die Eurozone gemeldet. Hier müssen wir darauf achten,
in wie weit die Prognosen oder letzten Werte (bei fehlenden
Prognosen) erreicht werden. Über den Erwartungen liegende Werte
sollten den Euro stärken. Die Werte sind der untenstehenden Tabelle
zu entnehmen:
|
Land |
Prognose |
Letzter Wert
|
|
Deutschland |
18,0 Milliarden Euro Überschuss
|
18,8 Milliarden Euro Überschuss
|
|
Finnland |
Keine Prognose
|
0,43 Milliarden Euro Defizit
|
|
Slowakei |
635 Millionen Euro Überschuss
|
545,7 Milliarden Überschuss
|
10:30 Uhr Sentix Investorenvertrauen
Eurozone
Hier geht es um die Einschätzung von
Großanlegern und Analysten in Bezug auf die Wirtschaftskraft der
Eurozone. Je höher die Kennzahl ausfällt um so größer ist das
Vertrauen der Anleger und Analysten zu bewerten. Letzten Monat lag
der Index bei 9,3 und soll auf 10,4 steigen. Wenn man bedenkt, dass
dieser Wert im April 2013 noch bei -17,3 lag doch eine deutliche
Verbesserung der Lage, die sich hier abzeichnet. Sollte der Wert die
Erwartungen übertreffen könnte der Höhenflug des Euro fortgesetzt
werden.
11:00 Uhr Griechischer
Verbraucherpreisindex
Die griechischen Verbraucherpreise
sollen der Vorhersage nach auf Jahressicht nur noch um 1,8 % sinken –
in Vormonat wurde noch Rückgang um 2,0 % gemeldet. Ein stärkerer
Rückgang der Preise als erwartet würde den Euro belasten.
12:00 Uhr OECD Composite
Frühindikatoren
Hier könnte das gesamte Währungsgefüge
in Wallung geraten. Die OECD (Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung) gibt ihre Einschätzung für das
Wachstum der Weltwirtschaft bekannt. Es werden hier Daten aus 30 mehr
oder weniger industrialisiert Mitgliedsnationen ausgewertet. Man
rechnet mit einem leichten Anstieg dieses Indikator von 100,7 auf
100,8. Da in diesem Bericht erfahrungsgemäß einige Nationen oder
Wirtschaftsregionen mehr oder weniger gut abschneiden, muss man hier
mit mittleren Turbulenzen im Währungsgefüge rechnen.
Auf die Termine des Nachmittags gehe
ich am morgigen Vormittag in einem gesonderten Beitrag ein.
Ich wünsche allen einen gelungenen
Wochenauftakt.
Japan und China zum Start in die neue Handeslwoche
Zum Start in die 51. Kalenderwoche
stehen kurz nach Mitternacht bereits die ersten Highlights der Woche
im Kalender.
00:50 Uhr Japanische Leistungsbilanz
Hier erfahren wir nicht nur wie
erfolgreich der letzte Monat für die Exportnation Japan verlaufen
ist sondern bekommen auch einen Einblick in die Leistungsbilanz des
Staates.
Die Leistungsbilanz ist die umfassende
Bewertung aller Waren, Dienstleistungen und Zinszahlungen die
entweder von Japan in die Welt fließen oder den umgekehrten Weg –
also nach Japan herein nehmen. Die Werte werden saisonbereinigt
veröffentlicht und gelten daher als aussagekräftig. Man rechnet mit
einem Leistungsbilanzüberschuss von 0,12 Trillions Yen nachdem in
der letzten Lesung ein Leistungsbilanzdefizit von -0,13 Trillions Yen
gemeldet wurde. Sollte das prognostizierte Ziel nicht erreicht
werden, wollte dies den Yen belasten.
00:50 Uhr Japanisches BIP
Das BIP oder Bruttoinlandsprodukt ist
die wichtigste Kennzahl einer Volkswirtschaft, da hier alle im
Betrachtungszeitraum produzierten Waren und Leistungen bewertet
werden. Betrachtet man die guten Erwartungen zur Leistungsbilanz
stellt sich meiner Meinung nach ein bisschen Verwunderung bei der
Erwartungen zum BIP ein. Die erwarteten Zuwachsraten liegen sowohl im
Quartalsvergleich als auch im Jahresvergleich unter denen der letzten
Veröffentlichung. Man kann davon ausgehen, dass noch schwächere
Werte den Yen belasten sollten. Die Werte sind der unterstehenden
Tabelle zu entnehmen.
|
Betrachtungszeitraum |
Prognose |
Letzter Wert
|
|
Q o Q |
+0,4 % |
+0,5 % |
|
Y oY |
+1,6 % |
+1,9 % |
Trader die im Yen investiert sind,
sollten hier auf eine ausreichende Absicherung ihrer Positionen
achten.
00:50 Uhr Japanischer BIP Preisindex
Hier geht es um die Preisveränderung
aller Waren, die im BIP enthalten sind. Ein Rückgang der Preise um
0,3 % im Jahresvergleich, genau wie im Vormonat gemeldet, deutet
darauf hin, dass Japan die Deflationszone immer noch nicht hinter
sich gelassen hat. Ein höherer Preisrückgang würde den Yen weiter
auf Talfahrt schicken.
02:30 Uhr Verbraucher- und
Erzeugerpreisindex China
Die Preisentwicklung aus Sicht der
Verbraucher und der Erzeuger in China ist Gegenstand dieser
Untersuchung. Beide Werte beeinflussen die Inflationsrate des Landes
und die gesamtwirtschaftliche Leistung und gelten daher als wichtiger
Indikator um Inflationsrate und BIP dieser aufstrebenden
Wirtschaftsnation zu beurteilen. Da China durch seine starke
Exportorientierung auch ein guter Gradmesser für die
weltwirtschaftliche Nachfragesituation ist kann man von diesen
Kennzahlen erwarten, dass sie das gesamte Währungsgefüge
beeinflussen können.
Bei den Verbraucherpreisen geht man von
einem unveränderten Anstieg um 3,2 % auf Jahressicht aus. Im
Monatsvergleich fehlt die Prognose, es wurden im letzten Monat 0,1 %
Preissteigerung gemeldet.
Die Erzeugerpreise sollen im
Jahresvergleich weiter rückläufig sein -1,4 % nach zuvor -1,5 %.
06:00 Uhr Economy Watchers Current
Index Japan
Für diese Kennzahl werden 2.000
Arbeitnehmer aus Japan zu ihrer Ansicht über die beabsichtigen
Konsumausgaben befragt. Der Wert gilt als guter Frühindikator für
die künftigen Verbraucherausgaben und somit wegweisend für das
künftige BIP Japans. Werte über 50 in diesem Index gelten als
positive Stimmung. Die japanische Arbeitnehmerschaft ist demzufolge
positiv gestimmt, da man einen Wert von 52,3 erwartet. Zum Vergleich
im Vormonat lag der Wert noch bei 51,8. Ein besserer Wert als 52,3
sollte den Wert des Yen steigern.
Mit dieser Kennzahl kommen wir zum Ende
der asiatischen Daten und gehen im nächsten Teil auf die
europäischen Werte des ersten Handelstages ein.
Aktuelles vom Wochenende der Wirtschaftswelt
Auch wenn die Märkte am Wochenende
schlafen – einige wichtige Meldungen werden dennoch veröffentlicht
und diese könnten das Marktgeschehen zu Handelsbeginn beeinflussen.
Hier ein kleiner Überblick:
Eurozone
Griechenlands Parlament verabschiedet
den Sparhaushalt für 2014
Mit knapper Mehrheit 153 zu 142 Stimmen
wurde der Haushalt für 2014 vom Parlament gebilligt. Der Haushalt
sieht einen Primärüberschuss (das bedeutet vor Haushaltsergebnis
ohne Zinszahlungen, die wie wir wissen Griechenland sehr stark
belasten) von 812 Millionen Euro oder 1,6 Prozent der
Wirtschaftsleistung vor. Dies könnte man als kleinen Erfolg der
Rettungsmaßnahmen bezeichnen.
SPD und CDU diskutieren immer noch über
den Koalitionsentwurf.
Die Jusos (Jugendorganisation der SPD)
lehnt nach Diskussionen mit SPD-Chef Gabriel das ausgehandelte Papier
als zu wenig sozialdemokratisch geprägt ab.
54 überwiegend jüngere CDU-Politiker
stehen dem Koalitionspapier auch ablehnend gegenüber und kritisieren
die ausgehandelten Rentenpläne.
Hier kann man gespannt sein, wie sich
diese Diskussionen auf den laufenden Mitgliederentscheid der SPD
auswirken und wie die Regierungsbildung im Falle einer Ablehnung des
Papiers durch die SPD-Basis weiter gehen soll. Meiner Meinung nach
dürfte es eine deutliche Belastung des Euros bedeuten, wenn die
Koalition uns somit ordentliche Regierungsbildung in Deutschland
scheitern würde.
EZB unterstützt den geschäftsführenden
Bundesfinanzminister in seiner Forderung im Bezug auf die
Bankenregulierung.
Zitat aus Jandaya
"Der Bundesfinanzminister hat in der Sache recht: Es darf und
es wird keine Regulierungspause geben", so EZB-Direktor Jörg
Asmussen zur "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung"
In diesem
Zusammenhang steht eine Meldung, dass die EU einen Bankenrettungsfond
beschlossen hat. Volumen sollen 55 Milliarden Euro sein, die die
Banken bis 2028 in diesen Topf einzahlen sollen um damit unter
Umständen Banken vor Insolvenz zu retten oder die Folgen der
Abwicklung mit zu finanzieren. Ich frage mich, wenn das Geld bis 2028
eingezahlt sein muss – wer rettet strauchelnde Banken bis dahin???
Doch wieder der Steuerzahler ???
USA
Aus USA
kamen zwei Meldungen zu Verurteilungen beziehungsweise drohenden
Verfahren gegen Wirtschaftsvergehen.
Der
ehemalige Goldman-Sachs-Banker Matthew Taylor wird in USA wegen nicht
genehmigter Milliarden-Geschäfte zu 9 Monaten Haft und Zahlung von
$118 Mio. an seinen Ex-Arbeitgeber verurteilt.
J.P. Morgan im Fall Madoff weiter unter Beschuss
Aus diesem Artikel
geht hervor, dass J.P. Morgan es wohl doch nicht so ganz mit der
Wahrheit genommen hatte und jetzt wohl mit einer der höchsten
Geldstrafen, die bisher gegen Einzelunternehmen verhängt wurden,
rechnen muss. Ich frage mich – wie viel Unrat steckt da noch unter
den ach so weißen Weste und könnten diese Geldstrafen helfen den
US-Haushalt etwas zu sanieren?
Aus China wurden in der
Nacht zum Sonntag überragend gute Werte der Handelsbilanz gemeldet.
Es wird von einem Handelsbilanzüberschuss von 33,8 Billions CNY
gemeldet. Man rechnete eigentlich mit einem Rückgang des
Überschusses auf 21,7 Billions nachdem im Vormonat 31,1 Billions
gemeldet wurden. Ein Zuwachs im Export von 12,7 % nach erwarteten 7,1
% soll für dieses gute Ergebnis verantwortlich sein. Gleichzeitig
verlangsamte sich der Zuwachs bei den importierten Waren auf 5,3 %.
Letzteres dürfte den niedrigeren Rohstoffpreisen zu zu schreiben
sein. Der Zuwachs in der Handelsbilanz zeugt allerdings von einer
sich erholenden Auslandsnachfrage und somit von einer
gesamtwirtschaftlichen Aufschwungphase. Es dürfte interessant sein,
wie die Finanzmärkte bei Handelsbeginn auf diese Ergebnisse
reagieren.
Im nächsten Teil des
Blogs gehe ich dann auf die Wirtschaftsdaten der Nacht ein – auch
hier sind bereits kurz nach Mitternacht ein paar hochkarätige
Meldungen zu erwarten – alle die im YEN investiert sind, sollten
hier sehr aufmerksam sein.
Samstag, 7. Dezember 2013
Oft gewünscht – aber leider nicht erfüllt
Viele Trader bemängeln immer wieder
die Tatsache, das eToro keine Verwendung des Metatrader 4 oder 5
ermöglicht und der Bedienkomfort der angebotenen WebTrader Charts
mehr als zu wünschen übrig lässt. Auf Nachfrage bei den
Verantwortlichen habe ich in meiner aktiven Zeit als Evangelistin
zwei unterschiedliche Aussagen dazu erhalten:
- technisch nicht umsetzbar wegen der CopyMe-Funktion
- zu geringe Nachfrage seitens der Kunden
Die zweite Variante – da könnten wir
unter Umständen für Nachdruck in der Forderung sorgen – einfach
eine Umfrage auf einer öffentlichen Wall gestartet und alle, die
sich dafür interessieren, mittels „Likes“ oder Kommentaren ihren
Wunsch bekunden lassen.
Gegen die erste Aussage hingegen sind
wir erst mal machtlos...
Die Wahrheit wird seitens eToro
wahrscheinlich irgendwo zwischen den beiden Antworten liegen.
Aber – wer dennoch den Metatrader –
egal ob 4 oder 5 – für Analysen verwenden will – kann dies ja
unbeschadet tun, lediglich der Komfort aus dem MT4 oder MT5 direkt
seine Trades zu platzieren – darauf muss man verzichten.
Eines ist auch noch vorab ganz wichtig
– egal mit welchem Programm man seine Analysen macht –
abgerechnet werden die Trades IMMER nach dem Kurs des Brokers bei dem
man handelt und da hat man auch keine rechtliche Handhabe bei
Kursabweichungen.
Es gibt genug Plattformen, die diese
Programme schon in DEMO-Konten (da allerdings meist zeitlich
befristet) anbieten. Am besten eröffnet man einem derartigen Broker
ein Demokonto und schon kann man die Software herunterladen.
Vorteile des MT4 – selbst ohne
selbstprogrammierte Indikatoren oder in den einschlägigen Foren
vorhandenen „Spezialtools“ - liegen gegenüber den
Webtradercharts auf der Hand:
- Verschiedene Zeitfenster nebeneinander geöffnet haben ohne, den Rechner in die Knie zu zwingen,
- das Speichern verschiedener persönlicher Einstellungen, Farben und Standardindikatoren
- wesentlich mehr Zugriff auf die historischen Daten zum Beispiel im Wochenchart bis ins Jahr 2004 (bei meinem Anbieter)
…. nur um erst mal die wichtigsten zu
nennen.
Aus meiner Erfahrung mit dem Metatrader
werde ich – hier in der Folge ein paar Beiträge – über die
Verwendungsmöglichkeiten und von mir verwendeten Tools
veröffentlichen.
Freitag, 6. Dezember 2013
Zeitgleich mit den NFP – der kanadische Arbeitsmarktbericht und mehr
Vielleicht durch die wichtigen NFP
nahezu unbemerkt – außer bei den Tradern die im kanadischen Dollar
investiert sind wird der kanadische Arbeitsmarktbericht um 14:30 Uhr
veröffentlicht.
Arbeitslosenquote Kanada
Hier erwartet man einen leichten
Anstieg auf 7,0 % nach zuvor 6,9 %. Sollte die Quote mehr als
erwartet ansteigen, wäre dies kein gutes Zeichen für CAD.
Veränderung der Zahl der
Erwerbstätigen
Hier rechnet man mit einem Zuwachs von
12.000 Stellen. Im Vormonat wurde noch 13.200 neue Stellen gemeldet.
Sollte die Marke von 12.000 übertroffen werden, wäre dies ein Grund
für steigende Kurse beim CAD
Veränderung der Voll- und
Teilzeitbeschäftigung
Hier erhalten wir einen Einblick, wie
sich die Entwicklung zur Vollbeschäftigung fortsetzt. Diese
Kennzahlen sind eher untergeordneter Bedeutung, geben aber einen
Einblick in die Auslastung der Betriebe.
Was wird heute sonst noch gemeldet –
der Nikolaustag ist wie ein prall gefüllter Stiefel, den ihr
hoffentlich alle heute vor der Tür gefunden habt.
14:30 Uhr Kern PCE Preisindex der
USA
Hier geht es um die Preisveränderung
für private Konsumausgaben , mit Ausnahme (wie bei Kern-Indexen
üblich) von Lebensmitteln und Energie. Die Preisentwicklung wird aus
der Sicht der Konsumenten gemessen. Auskunft über die künftige
Inflationsrate der USA und der Konsumbereitschaft ist hier zu
erhalten. Die Prognosen gehen von einem unveränderten Wert von +0,1
% aus. Höhere Werte sollten den USD stützen.
15:00 Uhr Belgische
Bruttoinlandsprodukt
Ein Wert aus Europa hat sich noch im
Kalender verirrt – das belgische BIP. Man geht davon aus, das hier
eine unveränderte Wachstumsrate von +0,3 % gemeldet wird. Für den
Euro sollte dieser Wert eher unbedeutend sein, aber bei
Unterschreiten könnte es dennoch den Kurs belasten.
15:55 Uhr Universität zu Michigan
Konjunkturerwartungsindex
Hier könnte nochmal Bewegung in den
Kursverlauf des USD und in die Erwartungen zu den FOMC-Entscheidungen
kommen. Leichte Verbesserungen in der Beurteilung der Lage durch die
Universität zu Michigan werden erwartet. Die Erwartungen der 500
befragten Verbraucher soll von 75,1 auf 76 steigen. Gleichzeitig
werden die Inflationserwartungen und vorläufigen
Konjunkturerwartungen veröffentlicht. Sollte bei diesem Index die
Erwartung nicht erfüllt werden, sollte der USD unter Druck geraten.
16:30 Uhr ECRI-Index
Dieser Wert erscheint wöchentlich
meist als „rote Laterne“ im Wirtschaftskalender. Während des
Goverment Shut Downs – übrigens bisher habe ich noch nichts über
eine Einigung im Haushalt der USA gelesen, so dass dieses Gespenst
bald wieder die Bühne der Märkte betreten könnte – sank der
Index auf 1,7 %. Mittlerweile hat er sich in der Vorwoche auf 2,7 %
erholt. Ein besserer Wert als in der Vorwoche sollte den USD stützen.
21:00 Uhr Rede von Herr Evans
Kurz vor Handelsschluss könnten wir
von Herr Evans, seines Zeichens Chef der Chicago-Fed, erfahren, was
er so zum Thema Tapering, Wirtschaftserholung und Arbeitsmarkt denkt.
Leichte Turbulenzen im Kursgefüge des USD sind nicht aus zu
schließen und sollten genau wie das Risikos eines Gap,s zu
Handelsbeginn am Sonntagabend einkalkuliert werden.
Dies war der letzte Termin der
Handelswoche – vorausschauend auf das Wochenende und auf das was
uns am Sonntagabend erwartet:
Samstagmorgen spricht Herr Kuroda und
am Sonntagmorgen gibt China seine Handelsbilanz und Export- und
Importentwicklung bekannt.
Ich danke allen für das aufmerksame
Lesen meiner Blogbeiträge.
Der Nachmittag steht im Zeichen der NFP
Einen kurzen Rückblick auf das was
bisher am letzten Handelstag der Woche gemeldet wurde:
Der japanischer Leitindex legte eine
Punktlandung hin und traf genau die Prognose
Aus Frankreich kamen wenig gute
Meldungen, Handelsbilanz und Haushaltskonsolidierung enttäuschten
mit schwachen Werten. Der Euro nahm dies allerdings sehr gelassen hin
und störte sich an den schwachen Werten der zweitgrößten
Volkswirtschaft der Eurozone nicht.
Bemerkenswerte Zahlen kamen aus
Großbritannien:
Halifax Hauspreisindex liegt klar über
den Erwartungen und die Inflationserwartungen, ein Wert der von de
Bank of England mit dem GFK zusammen ermittelt wird, liegen bei 3,6
%. Sollte hier bald die Bank of England aufgerufen sein ihre
Zinspolitik zu verändern?
Die Schweiz meldet über den
Erwartungen liegende Werte des Verbraucherpreisindex.
Nun aber zu dem was wir heute noch
erwarten dürfen:
12:00 Uhr Deutsche Werkaufträge
Hier könnte eine böse Überraschung
für den Euro drohen. Die Auftragsbücher des deutschen
produzierenden Gewerbes hatten im letzten Monat einen Zuwachs von 3,3
% gemeldet – für diese Lesung liegt eine Prognose von -0,6 % vor.
Geht der Konjunkturlokomotive der Eurozone der Treibstoff aus? Ist
dies etwa bereits die Folge des hohen Eurokurses und der damit
vielleicht sich sinkenden Absatzchancen im Außenhandel?
Für den Euro würde es auf jeden Fall
ein Stück Korrektur nach unter bedeuten, wenn die Erwartungen noch
unterschritten werden sollten.
14:30 Uhr Der große
Arbeitsmarktbericht der USA – die NFP
Das unbestrittene Highlight des
heutigen Handelstages – die NFP werden auch Hinweise auf die
Möglichkeiten des Taperings geben, welches in den Köpfen der
Anleger bereits die Runde macht und am 17./18.12. vom FOMC
bestimmt heiß diskutiert werden wird.
Was alles in den NFP behandelt wird ist
hier
nach zu lesen. Die einzelnen zu erwartenden Werte sind der
nachfolgende Tabelle zu entnehmen:
|
Kennzahl |
Prognose |
Letzter Wert |
|
Arbeitslosenquote |
7,2 %
|
7,3 %
|
|
NonFarm Gehaltsabrechnungen |
180.000
|
204.000
|
|
Durchschnittliche Arbeitszeit |
34,5
|
34,4
|
|
Durchschnittlicher Verdienst |
+0,2 %
|
0,1 %
|
|
Private NonFarm Gehaltsabrechnungen |
180.000
|
212.000
|
Es wird auf jeden Fall während der
Bekanntgabe der NFP hoch volatil an den Devisenmärkten zu gehen.
Insbesondere bei einigen Handelsplattformen kommt es zu der Zeit
immer wieder zu Performanceproblemen. Ratsam ist auf jeden Fall eine
sehr gute Absicherung seiner offenen Positionen ein zu planen – 100
Pip können je nach Datenlage zu knapp bemessen sein, vor allem in
den Dochten der Kerzen kann hier sonst ein großer Verlust drohen.
Generell kann man davon ausgehen, dass mehr neue Gehaltsabrechnungen
und eine niedrigere Arbeitslosenquote den USD stärken sollten.
Gleichzeitig mit dem us-amerikanischen
Arbeitsmarktbericht liefert Kanada seine Überblick über den
Arbeitsmarkt – dazu mehr im nächsten Blogbeitrag.
Wie immer:
Meine Ausführungen sind keine
Handelsempfehlung.
Donnerstag, 5. Dezember 2013
Der letzte Handelstag der Woche – was bietet er an Daten?
Nachdem am Donnerstag der Tag der
europäischen Zentralbanken war und die USA mit sehr guten
Wirtschaftsdaten auf sich aufmerksam machten, sollten wir uns mit dem
Gedanken an den Beginn des Endes von QE3 vertraut machen.
Zunächst ein kurzer Rückblick auf die
Ereignisse vom Donnerstag:
Frankreich und Spanien enttäuschten
für die Eurozone mit eher schwachen Zahlen vom Arbeitsmarkt
beziehungsweise von der Industrieproduktion. Der Euro nahm dies eher
gelassen hin – EUR/USD fielen zwar vom morgendlichen Höchstkurs
erst wieder deutlich und die 1,36er Marke um dann nach der
Zinsentscheidung, die alles beim alten lies und der Pressekonferenz
mit Mario Draghi zu einem neuen Tageshöchstkurs von 1,3666 zu
klettern.
Die guten Daten aus USA verpufften
offensichtlich durch die Redegewandtheit von Herrn Draghi nahezu
unbemerkt. Auch die zeitgleiche Rede des US-Finanzministers Lew
konnte dem Euro nicht viel an haben.
Der Einkaufsmanagerindex von Kanada
enttäuschte auf der ganzen Linie, genau wie die Werkaufträge aus
USA.
Nun bleibt uns für diese Woche noch
ein Highlight im Kalender übrig – und die bange Frage: „Kommt
das Tapering im Dezember oder nicht?“
Da ich keine Glaskugel besitze – wage
ich hierzu keine Aussagen – höchstens die Vermutung, dass die
Wahrscheinlichkeit mit dem guten Ergebnissen der NFP steigen wird.
Nun aber zu den Daten des neuen
Handelstages:
Mit Ausnahme des Leitindex aus
Japan um 06:00 Uhr können alle in Ruhe darauf warten, was
ihnen der Nikolaus in die hoffentlich geputzten Stiefel vor der Tür
gestellt hat s.
Der Leitindex wird aus zwölf
verschiedenen Indikatoren gebildet und gibt einen guten Überblick
über die wirtschaftliche Entwicklung der japanischen Industrie.
Werte über 50 gelten als positive Einschätzung, zuletzt lag der
Wert bei 109,2 und soll auf 109,9 steigen.
Sollte die 110 fallen, wäre dies ein
gutes Zeichen für steigende Kurse des Yen.
08:45 Uhr Frankreichs Handelsbilanz
Die Entwicklung des französischen
Außenhandels steht hier auf dem Prüfstand. Im November betrug das
Handelsbilanzdefizit immerhin 5,8 Milliarden Euro, für diese Lesung
rechnet man mit 4,5 Milliarden. Sollte die Prognose nicht erreicht
werden, wäre dies ein Zeichen für den Euro in Richtung Keller zu
marschieren.
08:45 Uhr Haushaltskonsolidierung
Frankreichs
Kassensturz in der Staatskasse
Frankreichs – wahrscheinlich keine leicht Aufgabe für den
Finanzminister. Den Prognosen nach soll ein Loch in der Staatskasse
von 79,0 Milliarden Euro sein - immerhin eine Verbesserung gegenüber
dem Vormonat, da war das Defizit bei 80,8 Milliarden gelegen. Der
Euro würde sich über bessere Werte als erwartet freuen.
09:15 Uhr Verbraucherpreisindex der
Schweiz
Hier sind die Freunde des Schweizer
Franken zur Aufmerksamkeit aufgerufen. Die Preisentwicklung aus der
Sicht der Verbraucher gibt Aufschluss über die künftige
Inflationsrate der Eidgenossen und dem zu erwartenden
Wirtschaftswachstum. Die Werte werden einmal als Monatsvergleich und
einmal auf Jahressicht veröffentlicht. Im Monatsvergleich rechnet
man mit einem Preisrückgang von 0,2% nach zuvor 0,1 % Rückgang und
auf Jahressicht sieht es auch nicht viel besser aus –0,1 % nach
zuvor -0,3 %.
Sollte der Preisrückgang stärker
ausfallen als erwartet, sollte dies den schweizer Franken in den
Keller schicken.
10:30 Uhr Inflationserwartungen im
Vereinigten Königreich
Hier geht es um eine Befragung von 2000
Briten zu ihrer Erwartung der Inflationsrate innerhalb des nächsten
Jahres. Herausgeber ist die Die Bank of England in Verbindung mit der
GfK. Dieser Bericht wird vierteljährlich erstellt. Eine Prognose für
diesen Indikator gibt es leider nicht, der letzte Wert lag bei 3,2 %.
Ein höherer Wert als die 3,2 % sollte das britische Pfund stärken.
Nun haben wir alle Zeit uns auf das
Highlight des Tages, welches aus USA kommt und NFP genannt wird, vor
zu bereiten.
Bis dahin allen viel Handelserfolg und
wie immer:
Diese Ausführungen sind keine
Handelsempfehlungen.
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