Sonntag, 29. Dezember 2013

Der Wochenausblick 29.12.2013 bis 03.01.2014

Dienstag, 10. Dezember 2013

Was vom Vormittag noch zu berichten bleibt




Liebe Leserinnen, liebe Leser meiner Wirtschaftsmeldungen zu Beginn etwas in eigener Sache.

Ich danke allen, die beim Lesen meiner Blogbeiträge auf die Werbung geachtet haben und mir hier einen guten Dienst erweisen wollten. Leider hat Google meine Adsence-Konto – also den Teil von Google, der für die Werbeeinnahmen zuständig war, ohne nähere Begründung wegen „unerlaubter Klickaktivitäten“ gesperrt und auch auf Reklamation nicht wieder freigeschaltet – kurz und knapp – der Verdienst eurer Klicks fließt nun in die Kaffeekasse vom Anbieter des Dienstes. Ich werde die Blogbeiträge euch aber weiter zur Verfügung stellen – und nach anderen seriöseren „Einnahmequellen“ suchen.

Weitere tolle Sachen hab ich heute in meinem Mailbriefkasten gefunden – eine Mail von eToro! Zunächst hielt ich diese für eine Fakemail - %%Benutzername%% als Anrede – wenn eToro meinen echten Namen und meinen Usernamen hat, ließen mich zu dieser Vermutung kommen – aber nein es handelt sich hier tatsächlich um eine Mail von eToro – wie ich auf Nachfrage von @rutheToro erfahren konnte.

Aber der Knaller war und bleibt die Mail – angeblich von Rechtsanwälten Urmann und Kollegen – demnach soll ich in der Zukunft eine Urheberrechtsverletzung begangen haben und hierfür gebührenpflichtig abgemahnt werden. Im Anhang der dubiosen Mail befand sich eine ZIP-Datei – wer sich im Internet bewegt, dem sollte eigentlich bekannt sein, dass man ZIP-Dateien von unbekannten Absendern generell nicht öffnen sollte. Aber da es immer wieder neue Internet-User gibt – nehme ich den Vorfall als Anlass hier noch mal ausdrücklich vor solchen Dingen zu warnen – der nächste Virus oder Trojaner wartet sonst auf Euch und schlimmstenfalls wird eure gesamte Festplatte mal null komma nicht gelöscht!!!

So – nun zu dem eigentlichen Hintergrund meines Blogs – die aktuellen Wirtschaftsmeldungen:

Der heutige Nachmittag wird eher langweilig werden, außer dem wöchentlichen Redbook aus USA und de Erdöllagerbeständen kommen keine nennenswerte Daten heraus.

Beim Redbook – einer Untersuchung über die Entwicklung des Einzelhandels – sind Werte größer als die der Vorwochen (monatlich -0,2 % und jährlich +4,9 % ) als bullische Signale zu werten. Die Lagerbestände sind für Trader, die im schwarzen Gold (bei dem übrigens eigentlich nächste Woche Rollover sein müsste) investiert haben sehr wichtig.

Kurz und knapp – mehr wichtiges wird heute nicht mehr passieren.

Ich wünsche einen erfolgreichen Tagesverlauf

Was geschah in der Nacht – was bringt der Vormittag?




Die Nacht stand unter dem Zeichen japanischer, australischer und chinesischer Daten.

Japans Wirtschaft scheint trotz der milliardenschweren Hilfen der Bank of Japan den Sand nicht aus dem Getriebe zu kriegen – mit der Ausnahme der Geldmenge - blieben alle Daten unter den Erwartungen. Besonders schwerwiegend erscheint mir der Rückgang bei der Stimmung der Großindustrie zu sein. Der Wert fiel von 15,2 auf 9,4 – es wurden 17,2 erwartet. Auch der Tertiärindex – bei dem es um die Dienstleistungsbranche geht kann man als mittlere Katastrophe beschreiben -0,7 nach erwarteten +0,3 %. Erfreulich aus japanischer Sicht allein die Auftragslage im Maschinenbau – ein Zuwachs von 15,4 % nach zuvor 8,4 %. Den Yen interessierte es meiner Meinung nach recht wenig.

Auch die Konjunkturbäume Australiens scheinen nicht in den Himmel zu wachsen. Geschäftsvertrauen sowie die Konjunkturumfrage blieben unter den Werten des Vormonats.

Aus China – zum Frühstück – auch Daten die unter den Erwartungen lagen. Einzig die Einzelhandelsumsätze konnte hier überzeugen – ein Zuwachs von 13,7 % anstelle der erwarteten 13,3 %. Bauausgaben und Industrieproduktion lagen knapp unter den Erwartungen.

An frühen Daten aus Europa gab es nicht viel bedeutsames – dies nahm der Euro zum Anlass über die 1,3750 zu klettern und diese Marke bisher zu verteidigen.
Laut Helaba-Analyst Ulrich Wortberg bleibt das technische Bild mit der Rückkehr des Euros in den Juli-Aufwärtstrend konstruktiv. Die Trendlinie verläuft heute bei etwa 1,3665. Der nächste Widerstand findet sich am bisherigen Jahreshoch bei 1,3832, das Ende Oktober markiert wurde. Die heutige Trading-Range wird zwischen 1,3665 und 1,3830 erwartet.

Was erwartet uns heute am Vormittag noch aus dem Kalender?

Es geht heute in der Hauptsache um die Kennzahlen der Industrieproduktion. Diese ist eine der wichtigsten Bezugsgrößen um ein künftiges Wachstum zu beurteilen. Italien und Großbritannien liefern diese Werte.

10:00 Uhr Italien

Hier ist mit einem unveränderten Miniwachstum von 0,2 % zu rechnen. Ein grösseres Wachstum sollte den Euro zu weiteren Höhenflügen veranlassen.

10:30 Uhr Großbritannien

Hier ist in der Monatssichtweise sowohl bei der Industrie als auch bei den kleineren Manufakturen mit einer Abschwächung des Wachstums zu rechnen. (Industrie +0,3 % nach +0,9 %, Manufakturen +0,4 % nach +1,2 %). Auf Jahressicht bleibt es bei einem positiven Wachstumstrend (Industrie bei +3,2 % und Manufakturen bei +2,9 %. Sollten die erwarteten Werte nicht erreicht werden, sollte dies das britische Pfund belasten.

13:00 Uhr Rede von Mario Draghi

Hier geht es um das Highlight des Vormittags – aus meiner Sichtweise. Herr Draghi hatte ja nach der EZB-Sitzung letzte Woche bereits den Höhenflug des Euro unterstützt – fraglich ist ob er heute mit Rücksicht auf die Südländer der Eurozone hier dem doch mittlerweile für diese Staaten sehr hohen Kurs entgegensteuern wird. Herr Draghi spricht auf einer Konferenz der Banca d'Italia in Rom – ein Protokoll der Rede wird laut der EZB nicht zur Verfügung stehen.

Ich danke für die Aufmerksamkeit und weise ausdrücklich daraufhin, dass es sich hier nicht um Handelsempfehlungen handelt.

Montag, 9. Dezember 2013

Was bringt die Nacht zum Dienstag




Herr Fisher tritt um 00:30 Uhr vor die Öffentlichkeit. Wie immer könnte hier Bewegung in den USD kommen – Vorsicht ist nicht die schlechteste Wahl.

00:50 Uhr Daten aus Japan 
 

Japans BSI Groß-Herstellungsindex

Hier werden große Produktionsbetriebe nach ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Lage befragt. Da Japans Wirtschaft sehr produktionslastig aufgestellt ist, gilt dieser Wert als Schlüsselindikator für das Wirtschaftswachstum. Generell gelten Werte über 0 in diesem Index als positive Einschätzung. Nach den schlechten Werten der Leistungsbilanz und des Bruttoinlandsproduktes könnte hier erneut eine negative Überraschung warten. Man rechnet mit 17,2 nach 15,2 im Vormonat. Ein besserer Wert als die 17,2 sollte den Yen stützen.

Japans Tertiär Index

Hier geht es um die Dienstleistungsbranche. Die Veränderung der Ausgaben für Dienstleistungen wird hier untersucht. Nicht ganz so wichtig, wie der Produktionssektor, sollten war aber auch dies Kennzahl beachten, wenn wir im Yen investiert sind. Im Vormonat wurde ein Rückgang der Ausgaben um 0,2 % gemeldet. Für diesen Monat ist ein Zuwachs von 0,3 % prognostiziert. Sollte der Wert übertroffen werden, sollte auch dies den Yen stützen.

M2 Zentralbankgeldmenge Japan

Wen wundert es, dass durch die massiven Interventionen der Bank of Japan die Geldmenge ansteigt? Man rechnet mit einem Zuwachs von 4,3 % - im letzten Monat betrug der Zuwachs 4,1 %. Man kann davon ausgehen, dass ein Wert besser als 4,3 % positiv auf den Yen wirkt.

01:01 Uhr Hauspreisbilanzen Großbritannien

Zu ungewöhnlicher Zeit für europäische Kennzahlen erhalten wir einen Einblick in den Immobilienmarkt des Königreichs. Dieser Bericht hilft die Stärke des Immobilienmarktes in Großbritannien zu analysieren. 60 % der Befragten aus der Immobilienbranche Großbritanniens gehen von steigenden Preisen aus. Im Vormonat lag der Wert noch bei 57%. Man kann davon ausgehen, dass GBP steigende Kurse aufweist, wenn die Prognose übertroffen wird.

01:30 Uhr NAB Geschäftsvertrauen und Konjunkturumfrage

Hier geht es um Untersuchungen der National Australia Bank. Hierfür werden 350 Unternehmen in Australien befragt, Werte über 0 gelten als positive Einschätzung der Lage.
Für beide Werte gibt es keine Prognosen, daher müssen wir von den letzten Werten ausgehen. Das Geschäftsvertrauen lag bei 5, die Konjunkturumfrage wurde zuletzt mit -4 gemeldet. Bei über den Werten des Vormonats liegenden Zahlen sollte AUD gestärkt werden.

06:30 Uhr Daten aus China


Einzelhandelsumsätze

Hier geht es um die Absatzzahlen des chinesischen Einzelhandels. Nach den zuletzt nicht überzeugenden Verbraucherpreisen bliebt ab zu warten ob die Prognose von +13,3 % erreicht werden kann. Der Wert der letzten Lesung lag ebenfalls bei 13,3 %

Industrieproduktion

Die Werte der Industrieproduktion sind sehr aussagekräftig was das künftige Wirtschaftswachstum angeht. 10,1 % werden erwartet – eine leichte Verschlechterung zu den Werten des Vormonats bei dem 10,3 % gemeldet wurden.

Bauausgaben

Die letzte Kennzahl aus China gibt Aufschluss über den Zustand der Bauindustrie und des Immobilienmarktes. Ein leichter Rückgang der Zuwachsraten ist prognostiziert. Man rechnet mit 20,0 % Zuwachs anstelle der 20,1 %im Vormonat

Als letzten Wert in diesem Beitrag haben wir noch mal Japan am Start:

07:00 Uhr Aufträge Maschinenwerkzeuge in Japan


Diese Kennzahl ist aussagekräftig im Bezug auf das künftige Wachstum, da hier die Bestellungen der Industrie für neue Produktionsanlagen bewertet werden. Nur wenn die Wirtschaft Wachstumstendenzen aufweist, wird ein ansteigender Trend in der Anzahl der Bestellungen erkennbar sein. Zuletzt wurde ein Zuwachs von 8,4 % gemeldet. Eine Prognose für diese Lesung gibt es leider nicht, daher können wir annehmen, dass bessere Werte als die 8,4 % positiv auf den Yen wirken sollten.

Wie immer – die Ausführungen sind keine Handelsempfehlungen!

Im nächsten Teil blicken wir dann in den europäischen Wirtschaftskalender.

Quellenhinweis:Die gezeigten Flaggen stammen von www.nationalflaggen.de

Wirtschaftsdaten am Nachmittag





der heutige Nachmittag wird von wenig Daten geprägt.

Erwähnenswert wäre da Anleiheauktionen der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone. Frankreich begibt um 15:00 Uhr drei-, sechs- und zwölfmonatige Wertpapiere um seine Löcher in der Haushaltskasse zu stopfen. Letzte Woche haben wir erfahren, dass diese doch wohl noch größer sein sollen als die Prognosen vorhergesagt hatten – 86,1 Milliarden Euro!!
Für die Finanzmärkte könnte von großem Interesse sein, wie sich die Renditen für die Papiere entwickeln und wie sich die Zeichnungsbereitschaft darstellt. Letzte vergleichbare Papiere brachten eine Rendite von 0,008, 0,112 und 0,137 %.

16:00 Uhr CB-Beschäftigungsindex

Hier gibt Conference Board – ein Marktforscher aus USA – seine Einschätzung zur Stabilität des Arbeitsmarktes in USA bekannt. Zu diesem Zweck werden acht verschiedene Werte, die im Vorfeld in Sachen Arbeitsmarkt bereits veröffentlicht wurden gemeinsam ausgewertet. Betrachtet man die Werte des Index aus 2013 sieht man bis auf den Oktober (wir erinnern uns an den Goverment Shut Down) einen steigenden Trend von 109,02 bis 113,70. Sollte ein Wert größer 113,70 gemeldet werden,könnte dies den USD stärken.

17:30 Uhr Anleiheauktionen USA

Auch die USA haben bekanntlich große Löcher im Staatshaushalt. Daher benötigen sie Geld von den Finanzmärkten. Hier geht es ebenfalls um kurz laufende Anleihen mit drei- und sechsmonatiger Laufzeit. Die Renditen bei den letzten Auktionen lagen je nach Laufzeit bei 0,075 und 0,100 %. Demnach konnten die höher verschuldeten USA, die bis jetzt nicht mal einen ordentlichen Haushalt aufweisen können immer noch günstiger Geld an den Finanzmärkten aufnehmen als Frankreich.

Zum Abschluss des Tages stehen noch mehrere Reden von namhaften Notenbankern im Kalender. Trader die in USD und GBP investiert sind sollten hier sehr aufmerksam sein. Die Zeiten und Redner sind:

18:15 Uhr Bank von England (BoE) Gouverneur Carney











19:05 Uhr FOMC Mitglied Bullard










20:15 Uhr FOMC Mitglied Fisher











Hiermit wären wir am Ende des ersten Handelstages der Woche – zumindest was die Auflistung der Wirtschaftstermine angeht – allen viel Handelserfolg und wie immer:
Diese Ausführungen sind keine Handelsempfehlungen!!!

Kurzes Update der Nacht und des frühen Morgens



Die Daten aus Japan blieben größtenteils hinter der Erwartungen zurück. Die Leistungsbilanz zum Beispiel die einen dicken Überschuss prognostizierte, meldete ein Defizit von 0,06 Trillions Yen. Da Bruttoinlandsprodukt konnte die Zielvorgabe auch nicht erreichen – ein Wachstum um nur 0,3 % anstelle +0,4 % in der Quartalssicht – im Jahresvergleich meldete man nur noch 1,1 % statt 1,6 %. Wie man sieht wachsen also die japanischen Konjunkturbäume auch nicht gerade in den Himmel. Die leichten Verluste des Yen nach den Daten sind dadurch zu erklären.

Die Verbraucherpreise in China wiesen auch ein geringeres Wachstum als erwartet auf. Im Jahresvergleich wurde die Marke von +3,2% mit 3,0 % verfehlt






Die Schweiz legte in der Arbeitslosenquote eine Punktlandung hin, die Einzelhandelsumsätze enttäuschen mit 1,2 % Wachstum anstelle der erwarteten 2,1 %.




Deutschland verfehlt in der Handelsbilanz die sowieso schon unter der des Vormonats liegende Marke von +18,0 Milliarden Euro deutlich – es bleibt nur ein Überschuss von 16,8 Milliarden übrig – eine Folge der hohen Eurokurse??? Den Euro störte dies allerdings nur wenig in seinem Höhenflug. Die heutige Trading-Range wird zwischen 1,3580 und 1,3792 erwartet – so zumindest Ralf Umlauf bei FX-Daily.

Alles in allem nicht sehr erfreuliche Daten aus der Wirtschaftswelt.

Wir können gespannt darauf warten was die Märkte daraus machen.

Sonntag, 8. Dezember 2013

Ein Blick in den europäischen Teil des Wirtschaftskalenders



Nachdem die Nacht zum Montag von Japan und China bestimmt war, kommen am frühen Montagmorgen die ersten Daten aus Europa.

Bevor wir ins Detail gehen – der übliche Hinweis:

Die nachfolgenden Erläuterungen sind keine Handelsempfehlungen!

Beginnen wir mit den Daten aus der Schweiz:



07:45 Uhr Arbeitslosenquote Schweiz

Die Stabilität des schweizerischen Arbeitsmarktes erkennt man bei einem Blick in die historischen Daten. Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Schweiz schwankt seit Januar 2011 bis heute zwischen 2,9 und 3,2 %. Für diese Lesung sind unverändert zum Vormonat 3,2 % zu erwarten. Die nicht saisonbereinigte Quote verhält sich ähnlich – allerdings erwartet man hier einen Anstieg auf 3,2 %. Im letzten Monat wurden hier noch 3,1 % erreicht. Höhere Arbeitslosenquoten als erwartet sollten CHF unter Druck bringen.

09:15 Uhr Einzelhandelsumsätze Schweiz

Die Umsatzzahlen im schweizerischen Einzelhandel weisen deutlich steigende Tendenz. Man geht in den Prognosen zu dieser Lesung von einem Zuwachs von 2,1 % aus. In letzten Monat zum Vergleich betrug die Zuwachsrate von 1,0 %. Sollte die Erwartung übertroffen werden, wäre dies ein Signal für steigende Kurse des CHF.

Werfen wir nun einen Blick auf die Daten aus der Eurozone:


Hier steht der Vormittag unter dem Zeichen der Handelsbilanz. Aus Deutschland (08:00 Uhr), Finnland (08:00 Uhr) und der Slowakei (09:00 Uhr) wird diese wichtige Kennzahl für die Eurozone gemeldet. Hier müssen wir darauf achten, in wie weit die Prognosen oder letzten Werte (bei fehlenden Prognosen) erreicht werden. Über den Erwartungen liegende Werte sollten den Euro stärken. Die Werte sind der untenstehenden Tabelle zu entnehmen:

Land
Prognose
Letzter Wert
Deutschland
18,0 Milliarden Euro Überschuss
18,8 Milliarden Euro Überschuss
Finnland
Keine Prognose
0,43 Milliarden Euro Defizit
Slowakei
635 Millionen Euro Überschuss
545,7 Milliarden Überschuss

10:30 Uhr Sentix Investorenvertrauen Eurozone

Hier geht es um die Einschätzung von Großanlegern und Analysten in Bezug auf die Wirtschaftskraft der Eurozone. Je höher die Kennzahl ausfällt um so größer ist das Vertrauen der Anleger und Analysten zu bewerten. Letzten Monat lag der Index bei 9,3 und soll auf 10,4 steigen. Wenn man bedenkt, dass dieser Wert im April 2013 noch bei -17,3 lag doch eine deutliche Verbesserung der Lage, die sich hier abzeichnet. Sollte der Wert die Erwartungen übertreffen könnte der Höhenflug des Euro fortgesetzt werden.

11:00 Uhr Griechischer Verbraucherpreisindex

Die griechischen Verbraucherpreise sollen der Vorhersage nach auf Jahressicht nur noch um 1,8 % sinken – in Vormonat wurde noch Rückgang um 2,0 % gemeldet. Ein stärkerer Rückgang der Preise als erwartet würde den Euro belasten.

12:00 Uhr OECD Composite Frühindikatoren



Hier könnte das gesamte Währungsgefüge in Wallung geraten. Die OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) gibt ihre Einschätzung für das Wachstum der Weltwirtschaft bekannt. Es werden hier Daten aus 30 mehr oder weniger industrialisiert Mitgliedsnationen ausgewertet. Man rechnet mit einem leichten Anstieg dieses Indikator von 100,7 auf 100,8. Da in diesem Bericht erfahrungsgemäß einige Nationen oder Wirtschaftsregionen mehr oder weniger gut abschneiden, muss man hier mit mittleren Turbulenzen im Währungsgefüge rechnen.

Auf die Termine des Nachmittags gehe ich am morgigen Vormittag in einem gesonderten Beitrag ein.

Ich wünsche allen einen gelungenen Wochenauftakt.



Japan und China zum Start in die neue Handeslwoche




Zum Start in die 51. Kalenderwoche stehen kurz nach Mitternacht bereits die ersten Highlights der Woche im Kalender.

00:50 Uhr Japanische Leistungsbilanz

Hier erfahren wir nicht nur wie erfolgreich der letzte Monat für die Exportnation Japan verlaufen ist sondern bekommen auch einen Einblick in die Leistungsbilanz des Staates.

Die Leistungsbilanz ist die umfassende Bewertung aller Waren, Dienstleistungen und Zinszahlungen die entweder von Japan in die Welt fließen oder den umgekehrten Weg – also nach Japan herein nehmen. Die Werte werden saisonbereinigt veröffentlicht und gelten daher als aussagekräftig. Man rechnet mit einem Leistungsbilanzüberschuss von 0,12 Trillions Yen nachdem in der letzten Lesung ein Leistungsbilanzdefizit von -0,13 Trillions Yen gemeldet wurde. Sollte das prognostizierte Ziel nicht erreicht werden, wollte dies den Yen belasten.

00:50 Uhr Japanisches BIP

Das BIP oder Bruttoinlandsprodukt ist die wichtigste Kennzahl einer Volkswirtschaft, da hier alle im Betrachtungszeitraum produzierten Waren und Leistungen bewertet werden. Betrachtet man die guten Erwartungen zur Leistungsbilanz stellt sich meiner Meinung nach ein bisschen Verwunderung bei der Erwartungen zum BIP ein. Die erwarteten Zuwachsraten liegen sowohl im Quartalsvergleich als auch im Jahresvergleich unter denen der letzten Veröffentlichung. Man kann davon ausgehen, dass noch schwächere Werte den Yen belasten sollten. Die Werte sind der unterstehenden Tabelle zu entnehmen.

Betrachtungszeitraum
Prognose
Letzter Wert
Q o Q
+0,4 %
+0,5 %
Y oY
+1,6 %
+1,9 %

Trader die im Yen investiert sind, sollten hier auf eine ausreichende Absicherung ihrer Positionen achten.

00:50 Uhr Japanischer BIP Preisindex

Hier geht es um die Preisveränderung aller Waren, die im BIP enthalten sind. Ein Rückgang der Preise um 0,3 % im Jahresvergleich, genau wie im Vormonat gemeldet, deutet darauf hin, dass Japan die Deflationszone immer noch nicht hinter sich gelassen hat. Ein höherer Preisrückgang würde den Yen weiter auf Talfahrt schicken.

02:30 Uhr Verbraucher- und Erzeugerpreisindex China

Die Preisentwicklung aus Sicht der Verbraucher und der Erzeuger in China ist Gegenstand dieser Untersuchung. Beide Werte beeinflussen die Inflationsrate des Landes und die gesamtwirtschaftliche Leistung und gelten daher als wichtiger Indikator um Inflationsrate und BIP dieser aufstrebenden Wirtschaftsnation zu beurteilen. Da China durch seine starke Exportorientierung auch ein guter Gradmesser für die weltwirtschaftliche Nachfragesituation ist kann man von diesen Kennzahlen erwarten, dass sie das gesamte Währungsgefüge beeinflussen können.

Bei den Verbraucherpreisen geht man von einem unveränderten Anstieg um 3,2 % auf Jahressicht aus. Im Monatsvergleich fehlt die Prognose, es wurden im letzten Monat 0,1 % Preissteigerung gemeldet.

Die Erzeugerpreise sollen im Jahresvergleich weiter rückläufig sein -1,4 % nach zuvor -1,5 %.

06:00 Uhr Economy Watchers Current Index Japan

Für diese Kennzahl werden 2.000 Arbeitnehmer aus Japan zu ihrer Ansicht über die beabsichtigen Konsumausgaben befragt. Der Wert gilt als guter Frühindikator für die künftigen Verbraucherausgaben und somit wegweisend für das künftige BIP Japans. Werte über 50 in diesem Index gelten als positive Stimmung. Die japanische Arbeitnehmerschaft ist demzufolge positiv gestimmt, da man einen Wert von 52,3 erwartet. Zum Vergleich im Vormonat lag der Wert noch bei 51,8. Ein besserer Wert als 52,3 sollte den Wert des Yen steigern.

Mit dieser Kennzahl kommen wir zum Ende der asiatischen Daten und gehen im nächsten Teil auf die europäischen Werte des ersten Handelstages ein.

Aktuelles vom Wochenende der Wirtschaftswelt




Auch wenn die Märkte am Wochenende schlafen – einige wichtige Meldungen werden dennoch veröffentlicht und diese könnten das Marktgeschehen zu Handelsbeginn beeinflussen.

Hier ein kleiner Überblick:

Eurozone




Griechenlands Parlament verabschiedet den Sparhaushalt für 2014

Mit knapper Mehrheit 153 zu 142 Stimmen wurde der Haushalt für 2014 vom Parlament gebilligt. Der Haushalt sieht einen Primärüberschuss (das bedeutet vor Haushaltsergebnis ohne Zinszahlungen, die wie wir wissen Griechenland sehr stark belasten) von 812 Millionen Euro oder 1,6 Prozent der Wirtschaftsleistung vor. Dies könnte man als kleinen Erfolg der Rettungsmaßnahmen bezeichnen.

SPD und CDU diskutieren immer noch über den Koalitionsentwurf.

Die Jusos (Jugendorganisation der SPD) lehnt nach Diskussionen mit SPD-Chef Gabriel das ausgehandelte Papier als zu wenig sozialdemokratisch geprägt ab.

54 überwiegend jüngere CDU-Politiker stehen dem Koalitionspapier auch ablehnend gegenüber und kritisieren die ausgehandelten Rentenpläne.

Hier kann man gespannt sein, wie sich diese Diskussionen auf den laufenden Mitgliederentscheid der SPD auswirken und wie die Regierungsbildung im Falle einer Ablehnung des Papiers durch die SPD-Basis weiter gehen soll. Meiner Meinung nach dürfte es eine deutliche Belastung des Euros bedeuten, wenn die Koalition uns somit ordentliche Regierungsbildung in Deutschland scheitern würde.

EZB unterstützt den geschäftsführenden Bundesfinanzminister in seiner Forderung im Bezug auf die Bankenregulierung.

Zitat aus Jandaya "Der Bundesfinanzminister hat in der Sache recht: Es darf und es wird keine Regulierungspause geben", so EZB-Direktor Jörg Asmussen zur "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung"

In diesem Zusammenhang steht eine Meldung, dass die EU einen Bankenrettungsfond beschlossen hat. Volumen sollen 55 Milliarden Euro sein, die die Banken bis 2028 in diesen Topf einzahlen sollen um damit unter Umständen Banken vor Insolvenz zu retten oder die Folgen der Abwicklung mit zu finanzieren. Ich frage mich, wenn das Geld bis 2028 eingezahlt sein muss – wer rettet strauchelnde Banken bis dahin??? Doch wieder der Steuerzahler ???

USA



Aus USA kamen zwei Meldungen zu Verurteilungen beziehungsweise drohenden Verfahren gegen Wirtschaftsvergehen.

Der ehemalige Goldman-Sachs-Banker Matthew Taylor wird in USA wegen nicht genehmigter Milliarden-Geschäfte zu 9 Monaten Haft und Zahlung von $118 Mio. an seinen Ex-Arbeitgeber verurteilt.

J.P. Morgan im Fall Madoff weiter unter Beschuss

Aus diesem Artikel geht hervor, dass J.P. Morgan es wohl doch nicht so ganz mit der Wahrheit genommen hatte und jetzt wohl mit einer der höchsten Geldstrafen, die bisher gegen Einzelunternehmen verhängt wurden, rechnen muss. Ich frage mich – wie viel Unrat steckt da noch unter den ach so weißen Weste und könnten diese Geldstrafen helfen den US-Haushalt etwas zu sanieren?


China






Aus China wurden in der Nacht zum Sonntag überragend gute Werte der Handelsbilanz gemeldet. Es wird von einem Handelsbilanzüberschuss von 33,8 Billions CNY gemeldet. Man rechnete eigentlich mit einem Rückgang des Überschusses auf 21,7 Billions nachdem im Vormonat 31,1 Billions gemeldet wurden. Ein Zuwachs im Export von 12,7 % nach erwarteten 7,1 % soll für dieses gute Ergebnis verantwortlich sein. Gleichzeitig verlangsamte sich der Zuwachs bei den importierten Waren auf 5,3 %. Letzteres dürfte den niedrigeren Rohstoffpreisen zu zu schreiben sein. Der Zuwachs in der Handelsbilanz zeugt allerdings von einer sich erholenden Auslandsnachfrage und somit von einer gesamtwirtschaftlichen Aufschwungphase. Es dürfte interessant sein, wie die Finanzmärkte bei Handelsbeginn auf diese Ergebnisse reagieren.


Im nächsten Teil des Blogs gehe ich dann auf die Wirtschaftsdaten der Nacht ein – auch hier sind bereits kurz nach Mitternacht ein paar hochkarätige Meldungen zu erwarten – alle die im YEN investiert sind, sollten hier sehr aufmerksam sein.




Samstag, 7. Dezember 2013

Oft gewünscht – aber leider nicht erfüllt




Viele Trader bemängeln immer wieder die Tatsache, das eToro keine Verwendung des Metatrader 4 oder 5 ermöglicht und der Bedienkomfort der angebotenen WebTrader Charts mehr als zu wünschen übrig lässt. Auf Nachfrage bei den Verantwortlichen habe ich in meiner aktiven Zeit als Evangelistin zwei unterschiedliche Aussagen dazu erhalten:

  • technisch nicht umsetzbar wegen der CopyMe-Funktion
  • zu geringe Nachfrage seitens der Kunden

Die zweite Variante – da könnten wir unter Umständen für Nachdruck in der Forderung sorgen – einfach eine Umfrage auf einer öffentlichen Wall gestartet und alle, die sich dafür interessieren, mittels „Likes“ oder Kommentaren ihren Wunsch bekunden lassen.

Gegen die erste Aussage hingegen sind wir erst mal machtlos...

Die Wahrheit wird seitens eToro wahrscheinlich irgendwo zwischen den beiden Antworten liegen.

Aber – wer dennoch den Metatrader – egal ob 4 oder 5 – für Analysen verwenden will – kann dies ja unbeschadet tun, lediglich der Komfort aus dem MT4 oder MT5 direkt seine Trades zu platzieren – darauf muss man verzichten.

Eines ist auch noch vorab ganz wichtig – egal mit welchem Programm man seine Analysen macht – abgerechnet werden die Trades IMMER nach dem Kurs des Brokers bei dem man handelt und da hat man auch keine rechtliche Handhabe bei Kursabweichungen.

Es gibt genug Plattformen, die diese Programme schon in DEMO-Konten (da allerdings meist zeitlich befristet) anbieten. Am besten eröffnet man einem derartigen Broker ein Demokonto und schon kann man die Software herunterladen.

Vorteile des MT4 – selbst ohne selbstprogrammierte Indikatoren oder in den einschlägigen Foren vorhandenen „Spezialtools“ - liegen gegenüber den Webtradercharts auf der Hand:

  • Verschiedene Zeitfenster nebeneinander geöffnet haben ohne, den Rechner in die Knie zu zwingen,
  • das Speichern verschiedener persönlicher Einstellungen, Farben und Standardindikatoren
  • wesentlich mehr Zugriff auf die historischen Daten zum Beispiel im Wochenchart bis ins Jahr 2004 (bei meinem Anbieter)

…. nur um erst mal die wichtigsten zu nennen.


Aus meiner Erfahrung mit dem Metatrader werde ich – hier in der Folge ein paar Beiträge – über die Verwendungsmöglichkeiten und von mir verwendeten Tools veröffentlichen.

Freitag, 6. Dezember 2013

Zeitgleich mit den NFP – der kanadische Arbeitsmarktbericht und mehr



Vielleicht durch die wichtigen NFP nahezu unbemerkt – außer bei den Tradern die im kanadischen Dollar investiert sind wird der kanadische Arbeitsmarktbericht um 14:30 Uhr veröffentlicht.



Arbeitslosenquote Kanada

Hier erwartet man einen leichten Anstieg auf 7,0 % nach zuvor 6,9 %. Sollte die Quote mehr als erwartet ansteigen, wäre dies kein gutes Zeichen für CAD.

Veränderung der Zahl der Erwerbstätigen

Hier rechnet man mit einem Zuwachs von 12.000 Stellen. Im Vormonat wurde noch 13.200 neue Stellen gemeldet. Sollte die Marke von 12.000 übertroffen werden, wäre dies ein Grund für steigende Kurse beim CAD

Veränderung der Voll- und Teilzeitbeschäftigung

Hier erhalten wir einen Einblick, wie sich die Entwicklung zur Vollbeschäftigung fortsetzt. Diese Kennzahlen sind eher untergeordneter Bedeutung, geben aber einen Einblick in die Auslastung der Betriebe.

Was wird heute sonst noch gemeldet – der Nikolaustag ist wie ein prall gefüllter Stiefel, den ihr hoffentlich alle heute vor der Tür gefunden habt.

14:30 Uhr Kern PCE Preisindex der USA

Hier geht es um die Preisveränderung für private Konsumausgaben , mit Ausnahme (wie bei Kern-Indexen üblich) von Lebensmitteln und Energie. Die Preisentwicklung wird aus der Sicht der Konsumenten gemessen. Auskunft über die künftige Inflationsrate der USA und der Konsumbereitschaft ist hier zu erhalten. Die Prognosen gehen von einem unveränderten Wert von +0,1 % aus. Höhere Werte sollten den USD stützen.

15:00 Uhr Belgische Bruttoinlandsprodukt

Ein Wert aus Europa hat sich noch im Kalender verirrt – das belgische BIP. Man geht davon aus, das hier eine unveränderte Wachstumsrate von +0,3 % gemeldet wird. Für den Euro sollte dieser Wert eher unbedeutend sein, aber bei Unterschreiten könnte es dennoch den Kurs belasten.

15:55 Uhr Universität zu Michigan Konjunkturerwartungsindex

Hier könnte nochmal Bewegung in den Kursverlauf des USD und in die Erwartungen zu den FOMC-Entscheidungen kommen. Leichte Verbesserungen in der Beurteilung der Lage durch die Universität zu Michigan werden erwartet. Die Erwartungen der 500 befragten Verbraucher soll von 75,1 auf 76 steigen. Gleichzeitig werden die Inflationserwartungen und vorläufigen Konjunkturerwartungen veröffentlicht. Sollte bei diesem Index die Erwartung nicht erfüllt werden, sollte der USD unter Druck geraten.

16:30 Uhr ECRI-Index

Dieser Wert erscheint wöchentlich meist als „rote Laterne“ im Wirtschaftskalender. Während des Goverment Shut Downs – übrigens bisher habe ich noch nichts über eine Einigung im Haushalt der USA gelesen, so dass dieses Gespenst bald wieder die Bühne der Märkte betreten könnte – sank der Index auf 1,7 %. Mittlerweile hat er sich in der Vorwoche auf 2,7 % erholt. Ein besserer Wert als in der Vorwoche sollte den USD stützen.

21:00 Uhr Rede von Herr Evans

Kurz vor Handelsschluss könnten wir von Herr Evans, seines Zeichens Chef der Chicago-Fed, erfahren, was er so zum Thema Tapering, Wirtschaftserholung und Arbeitsmarkt denkt. Leichte Turbulenzen im Kursgefüge des USD sind nicht aus zu schließen und sollten genau wie das Risikos eines Gap,s zu Handelsbeginn am Sonntagabend einkalkuliert werden.

Dies war der letzte Termin der Handelswoche – vorausschauend auf das Wochenende und auf das was uns am Sonntagabend erwartet:

Samstagmorgen spricht Herr Kuroda und am Sonntagmorgen gibt China seine Handelsbilanz und Export- und Importentwicklung bekannt.

Ich danke allen für das aufmerksame Lesen meiner Blogbeiträge.

Der Nachmittag steht im Zeichen der NFP




Einen kurzen Rückblick auf das was bisher am letzten Handelstag der Woche gemeldet wurde:

Der japanischer Leitindex legte eine Punktlandung hin und traf genau die Prognose

Aus Frankreich kamen wenig gute Meldungen, Handelsbilanz und Haushaltskonsolidierung enttäuschten mit schwachen Werten. Der Euro nahm dies allerdings sehr gelassen hin und störte sich an den schwachen Werten der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone nicht.

Bemerkenswerte Zahlen kamen aus Großbritannien:

Halifax Hauspreisindex liegt klar über den Erwartungen und die Inflationserwartungen, ein Wert der von de Bank of England mit dem GFK zusammen ermittelt wird, liegen bei 3,6 %. Sollte hier bald die Bank of England aufgerufen sein ihre Zinspolitik zu verändern?


Die Schweiz meldet über den Erwartungen liegende Werte des Verbraucherpreisindex.



Nun aber zu dem was wir heute noch erwarten dürfen:

12:00 Uhr Deutsche Werkaufträge

Hier könnte eine böse Überraschung für den Euro drohen. Die Auftragsbücher des deutschen produzierenden Gewerbes hatten im letzten Monat einen Zuwachs von 3,3 % gemeldet – für diese Lesung liegt eine Prognose von -0,6 % vor. Geht der Konjunkturlokomotive der Eurozone der Treibstoff aus? Ist dies etwa bereits die Folge des hohen Eurokurses und der damit vielleicht sich sinkenden Absatzchancen im Außenhandel?
Für den Euro würde es auf jeden Fall ein Stück Korrektur nach unter bedeuten, wenn die Erwartungen noch unterschritten werden sollten.

14:30 Uhr Der große Arbeitsmarktbericht der USA – die NFP

Das unbestrittene Highlight des heutigen Handelstages – die NFP werden auch Hinweise auf die Möglichkeiten des Taperings geben, welches in den Köpfen der Anleger bereits die Runde macht und am 17./18.12. vom FOMC bestimmt heiß diskutiert werden wird.

Was alles in den NFP behandelt wird ist hier nach zu lesen. Die einzelnen zu erwartenden Werte sind der nachfolgende Tabelle zu entnehmen:

Kennzahl
Prognose
Letzter Wert
Arbeitslosenquote
7,2 %
7,3 %
NonFarm Gehaltsabrechnungen
180.000
204.000
Durchschnittliche Arbeitszeit
34,5
34,4
Durchschnittlicher Verdienst
+0,2 %
0,1 %
Private NonFarm Gehaltsabrechnungen
180.000
212.000


Es wird auf jeden Fall während der Bekanntgabe der NFP hoch volatil an den Devisenmärkten zu gehen. Insbesondere bei einigen Handelsplattformen kommt es zu der Zeit immer wieder zu Performanceproblemen. Ratsam ist auf jeden Fall eine sehr gute Absicherung seiner offenen Positionen ein zu planen – 100 Pip können je nach Datenlage zu knapp bemessen sein, vor allem in den Dochten der Kerzen kann hier sonst ein großer Verlust drohen. Generell kann man davon ausgehen, dass mehr neue Gehaltsabrechnungen und eine niedrigere Arbeitslosenquote den USD stärken sollten.

Gleichzeitig mit dem us-amerikanischen Arbeitsmarktbericht liefert Kanada seine Überblick über den Arbeitsmarkt – dazu mehr im nächsten Blogbeitrag.

Wie immer:

Meine Ausführungen sind keine Handelsempfehlung.

Donnerstag, 5. Dezember 2013

Der letzte Handelstag der Woche – was bietet er an Daten?




Nachdem am Donnerstag der Tag der europäischen Zentralbanken war und die USA mit sehr guten Wirtschaftsdaten auf sich aufmerksam machten, sollten wir uns mit dem Gedanken an den Beginn des Endes von QE3 vertraut machen.

Zunächst ein kurzer Rückblick auf die Ereignisse vom Donnerstag:

Frankreich und Spanien enttäuschten für die Eurozone mit eher schwachen Zahlen vom Arbeitsmarkt beziehungsweise von der Industrieproduktion. Der Euro nahm dies eher gelassen hin – EUR/USD fielen zwar vom morgendlichen Höchstkurs erst wieder deutlich und die 1,36er Marke um dann nach der Zinsentscheidung, die alles beim alten lies und der Pressekonferenz mit Mario Draghi zu einem neuen Tageshöchstkurs von 1,3666 zu klettern.

Die guten Daten aus USA verpufften offensichtlich durch die Redegewandtheit von Herrn Draghi nahezu unbemerkt. Auch die zeitgleiche Rede des US-Finanzministers Lew konnte dem Euro nicht viel an haben.

Der Einkaufsmanagerindex von Kanada enttäuschte auf der ganzen Linie, genau wie die Werkaufträge aus USA.

Nun bleibt uns für diese Woche noch ein Highlight im Kalender übrig – und die bange Frage: „Kommt das Tapering im Dezember oder nicht?“

Da ich keine Glaskugel besitze – wage ich hierzu keine Aussagen – höchstens die Vermutung, dass die Wahrscheinlichkeit mit dem guten Ergebnissen der NFP steigen wird.

Nun aber zu den Daten des neuen Handelstages:

Mit Ausnahme des Leitindex aus Japan um 06:00 Uhr können alle in Ruhe darauf warten, was ihnen der Nikolaus in die hoffentlich geputzten Stiefel vor der Tür gestellt hat s.


– es kommen nämlich heute Nacht keine wichtigen Wirtschaftsmeldungen heraus.

Der Leitindex wird aus zwölf verschiedenen Indikatoren gebildet und gibt einen guten Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung der japanischen Industrie. Werte über 50 gelten als positive Einschätzung, zuletzt lag der Wert bei 109,2 und soll auf 109,9 steigen.
Sollte die 110 fallen, wäre dies ein gutes Zeichen für steigende Kurse des Yen.

08:45 Uhr Frankreichs Handelsbilanz

Die Entwicklung des französischen Außenhandels steht hier auf dem Prüfstand. Im November betrug das Handelsbilanzdefizit immerhin 5,8 Milliarden Euro, für diese Lesung rechnet man mit 4,5 Milliarden. Sollte die Prognose nicht erreicht werden, wäre dies ein Zeichen für den Euro in Richtung Keller zu marschieren.

08:45 Uhr Haushaltskonsolidierung Frankreichs

Kassensturz in der Staatskasse Frankreichs – wahrscheinlich keine leicht Aufgabe für den Finanzminister. Den Prognosen nach soll ein Loch in der Staatskasse von 79,0 Milliarden Euro sein - immerhin eine Verbesserung gegenüber dem Vormonat, da war das Defizit bei 80,8 Milliarden gelegen. Der Euro würde sich über bessere Werte als erwartet freuen.

09:15 Uhr Verbraucherpreisindex der Schweiz

Hier sind die Freunde des Schweizer Franken zur Aufmerksamkeit aufgerufen. Die Preisentwicklung aus der Sicht der Verbraucher gibt Aufschluss über die künftige Inflationsrate der Eidgenossen und dem zu erwartenden Wirtschaftswachstum. Die Werte werden einmal als Monatsvergleich und einmal auf Jahressicht veröffentlicht. Im Monatsvergleich rechnet man mit einem Preisrückgang von 0,2% nach zuvor 0,1 % Rückgang und auf Jahressicht sieht es auch nicht viel besser aus –0,1 % nach zuvor -0,3 %.
Sollte der Preisrückgang stärker ausfallen als erwartet, sollte dies den schweizer Franken in den Keller schicken.

10:30 Uhr Inflationserwartungen im Vereinigten Königreich

Hier geht es um eine Befragung von 2000 Briten zu ihrer Erwartung der Inflationsrate innerhalb des nächsten Jahres. Herausgeber ist die Die Bank of England in Verbindung mit der GfK. Dieser Bericht wird vierteljährlich erstellt. Eine Prognose für diesen Indikator gibt es leider nicht, der letzte Wert lag bei 3,2 %. Ein höherer Wert als die 3,2 % sollte das britische Pfund stärken.

Nun haben wir alle Zeit uns auf das Highlight des Tages, welches aus USA kommt und NFP genannt wird, vor zu bereiten.

Bis dahin allen viel Handelserfolg und wie immer:

Diese Ausführungen sind keine Handelsempfehlungen.