Dienstag, 4. März 2014

Was erwartet uns am Mittwoch?







Nachdem der zweite Handelstag von wenigen Daten geprägt war, die RBA das Schaulaufen der Notenbanken unspektakulär gestartet hatte konnten die Marktteilnehmer die Entspannung an der Krim nutzen um einige Verluste in den Indizes wieder auszugleichen. Meine „Lieblingswährung“ der Euro konnte sich auch am frühen Morgen gut stabilisieren, gab aber im Tagesverlauf wieder einiges des gewonnenen Bodens wieder preis. Hier scheint nun schon alles mit mehr oder weniger bangen Blicken auf die EZB-Entscheidung am Donnerstag zu warten.

Blicken wir nun auf den Wirtschaftskalender für den Mittwoch.

Ähnlich wie der Montag steht die Wochenmitte unter dem Zeichen der Einkaufsmanager. Nachdem am Montag die Einkäufer des produzierenden Gewerbes ihre Einschätzungen zur Wirtschaftsentwicklung verraten haben, steht der Mittwoch unter dem Zeichen des Dienstleistungssektors.

Bevor China den Anfang mit diesem Reigen macht, steht Australien im Fokus des Interesses.

Um 01:30 Uhr wird das australische BIP bekannt gegeben. In der Jahressichtweise rechnet man mit einem Wachstum von 2,5 %, im Quartalsvergleich von 0,7 %. Sollten diese Werte überboten werden, sollte dies dem australischen Dollar Auftrieb geben.

Um 02:45 Uhr kommt der chinesische Dienstleistungs-PMI heraus. Dieser wird als nicht ganz so wichtig wie der Herstellungs-PMI angesehen, da die chinesische Volkswirtschaft eher produktionsorientiert aufgestellt ist. Dennoch können auch hiervon Signale für die gesamte Weltwirtschaft ausgehen und für Unruhe an den Märkten sorgen.


Die nächsten wichtigen Daten kommen dann ab 09:00 Uhr aus Europa.

Beginnen wir mit Ungarn, hier erfahren wir um 09:00 Uhr wie sich das ungarische Bruttoinlandsprodukt und der Einzelhandel des Landes entwickelt hat. Für das BIP gibt es keine Prognose, im Einzelhandel rechnet man mit leichten Umsatzzuwächsen.

Spanien beginnt um 09:13 Uhr aus europäischer Sicht mit dem Tanz des Dienstleistungs-PMI.


Danach geht es fast im 5-Minuten-Takt (pünktlicher als mancher Linienbus).

Italien um 09:43 Uhr, Frankreich um 09:48 Uhr, Deutschland um 09:53 Uhr,
Eurozone um 09:58 Uhr, Großbritannien um 10:28 Uhr bildet das Schlusslicht im PMI aus europäischer Sicht.

Bei den Werten geht man mit Ausnahme von Italien (hier erwartet man einen leichten Anstieg) und Großbritannien (hier erwartet man einen leichten Rückgang) von unveränderten Werten aus. Sollten die Erwartungen nicht erfüllt werden, wäre dies für die jeweiligen Währungen kein gutes Signal.

Weitere wichtige Wirtschaftsdaten kommen dann um 11:00 Uhr für die Eurozone heraus.



Den Anfang macht das Eurozonen-BIP. Hier erwartet man auf Quartalssicht ein Wachstum von 0,3 % und auf Jahressicht 0,5 %. Sollte dies überboten werden könnte der Euro gestärkt werden.

Zeitgleich kommen noch die Einzelhandelsumsätze heraus. Im Monatsvergleich erwartet man einen Anstieg um 0,8 % und im Jahresvergleich einen Rückgang um 0,4 %. Sollten hier die Erwartungen nicht erfüllt werden – wäre dies kein gutes Zeichen für den Euro.

Interessant könnte es werden, wenn beide Kennzahlenbereiche unterschiedliche Signale senden – und der Euro kurzfristig eine Achterbahnfahrt unternehmen.

Hiermit möchte ich den ersten Teil des Tagesüberblicks beenden, zuvor aber für die Trader von eToro noch auf eine Neuerung hinweisen.

Mal wieder ohne Ankündigung wurde eine „kleine Änderung“ am Webtrader vorgenommen.






Bisher musste man bekanntlich für jeden Trade den man übers Wochenende halten wollte, das OW-Häkchen setzen. Diese Arbeit wird uns nun zumindest bei den kleinen Hebeln vom System abgenommen ;-) . An und für sich eine feine Sache, wenn da nicht ab dem nächsten Wochenende die drastische Gebührenerhöhung umgesetzt werden würde. Da die Gebühren teilweise um 350 % steigen (kein Schreibfehler sondern Tatsache, die mit gestiegenen Kosten bei der Liquiditätsbeschaffung von eToro begründet wird) sollte man sich Freitags doch seine offenen Positionen gegen Ende des Handelstages genauer ansehen – ob es nicht kostengünstiger wäre die Position mit einem Miniverlust oder an der Gewinnschwelle zu schließen als die hohen Gebühren mit ungewisser Kursentwicklung in der nächsten Woche in Kauf zu nehmen.

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