Die erste Märzwoche ist reichlich mit bedeutenden Daten aus dem Wirtschaftskalender versehen. Auf diese wichtigen Daten werde ich ab sofort wieder täglich hier in meinem Blog näher eingehen.
Neben den Ereignissen des Wirtschaftskalenders sollten wir diese Woche ein besonderes Augenmerk auf die Ereignisse in der Ukraine legen. Namhafte Ökonomen befürchten hier – für den Fall, dass die Situation dort eskaliert – weitreichende Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft und insbesondere der Eurozone. Hier verweist man auf die Abhängigkeit der Eurozone von den russischen Gaslieferungen die durch das Staatsgebiet der Ukraine erfolgen. Es könnte als allein durch die dortigen Ereignisse eine hochvolatile Woche werden.
Diejenigen unter uns, die ausschließlich in Währungen, Indizes und Gold investiert sind, werden wohl je nach Reaktionsgeschwindigkeit ihres Brokers und ihres Rechners sinnvollerweise eine reichlichere Absicherung der Positionen einplanen müssen.
Nun blicken wir auf den Kalender für den 03.03.2014
Der Tag steht stark unter dem Motto Einkaufsmangerindex – wer bietet mehr?
Bereits in der Nacht kommt dieser Wert aus China, im Laufe des Vormittags folgen dann fast im 15-Minuten-Takt die Staaten Europas. (genaue Zeiten sind hier zu entnehmen) Generell muss man den PMI als einen der wichtigsten Frühindikatoren einstufen. Die Stimmung unter den Einkäufer der Wirtschaft – sei es des Produktions- oder des Dienstleistungssektors – ist ein sehr guter Anhaltspunkt für die Eintrübung des Wirtschaftswachstums oder einen beginnenden Aufschwungs. Naturbedingt wird in diesem Bereich eine Veränderung in den Produktionsmengen durch gestiegenen Bedarf als erstes spürbar. Umgekehrt wird eine nachlassenden Nachfrage auch hier sehr schnell zu nachlassenden Bestellungen führen und dies werden die Chefeinkäufer in ihrer Beurteilung der Lage zum Ausdruck bringen. Als Auswirkung auf die jeweilige Währung kann man annehmen, dass über den Erwartungen liegende Werte positive Signale senden werden.
Neben dem wichtigen Einkaufsmanagerindex werden aus der Türkei noch der Verbraucher- und Erzeugerpreisindex gemeldet. Wer also mit der türkischen Lira handelt sollte hier aufmerksam sein. Für die Eurozone steht die spanische Haushaltskonsolidierung und die Arbeitslosenquote aus Österreich im Fokus. Die Bank of England veröffentlicht um 10:30 Uhr einige wichtige Daten zur Kreditvergabe in Großbritannien – auch hier könnten für das britische Pfund lebhaftere Signale gesendet werden.
Blicken wir noch auf den Nachmittag des ersten Handelstages
Ab 14:30 Uhr kommen aus USA und Kanada viele wichtige Daten heraus.
Kanada gibt einen Einblick in die Preisentwicklung in Industrie und Produktion sowie in den Rohstoffsektor des Landes. Über den Erwartungen liegende Werte könnten hier Bewegung nach oben für den kanadischen Dollar bedeuten.
Aus USA kommen neben dem Einkaufsmanagerindex um 14:58 Uhr und 16:00 Uhr um 14:30 Uhr noch Zahlen zum privaten Konsum (PCE, Privateinnahmen und -ausgaben) heraus. Hier könnte es für Händler, die im USD investiert sind volatil werden – insbesondere da um 15:00 Uhr auch noch eine Rede von Mario Draghi im Kalender steht und ob diesem die Entwicklungen um die Ukraine und der europäischen Inflationsraten nicht doch die eine oder andere Bemerkung zu der diese Woche noch anstehenden Zinsentscheidung der EZB wert ist – das kann man erst nach der Rede genau wissen.
Herr Draghi gibt seine quartalsmäßig anstehende Erklärung vor den europäischen Parlament in Brüssel ab.
Bei den Ereignissen des Nachmittags dürfte die Anleiheauktion Frankreichs um 15:00 Uhr eher keine riesige Beachtung bei den Marktteilnehmern finden. Aber gerade die wirtschaftliche Lage Frankreichs könnte bei den Renditen, die in der Auktion erzielt werden können, Beachtung verdienen.
Zum Ende des Handelstages um 22:00 Uhr kommen noch für die US-Automobilindustrie die wichtigen Zahlen des Kraftfahrzeugabsatzes heraus. Dies könnte zum einen die Aktien der Automobilindustrie und damit auch die Indizes und den USD beeinflussen und sollte daher von den Tradern, die in diesen Marktsegmenten investiert sind beachtet werden.




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