Montag, 3. März 2014

Das Schaulaufen der Notenbanken beginnt





Heute Nacht beginnt das Schaulaufen der großen Notenbanken.

Die RBA (Reserve Bank of Australia) macht um 04:30 Uhr den Anfang. Derzeit geht man von einem unveränderten Zinssatz von 2,5% aus. Im Anschluss daran erfahren wir in der Zinssatzaussage mehr zu den Hintergründen der Entscheidung und der zu erwartenden wirtschaftlichen Entwicklung des Landes. Wer im AUD investiert ist, sollte hier aufmerksam sein und entweder auf die Nachtruhe verzichten oder eine ausreichende Absicherung seiner Positionen vornehmen. Einen weiteren interessanten Einblick in die Wirtschaft Australiens erhalten wir allerdings schon um 01:30 Uhr. Es wird uns die Leistungsbilanz vorgestellt und ein Einblick in die zu erwartende Auslastung des Baugewerbes gegeben. Auch hier können bei unter den Erwartungen liegenden Werte durchaus Kursveränderung im AUD nach unten entstehen.

Japan ist in der kommenden Nacht mit seinem Durchschnittsverdienst, bei dem eine rückläufige Steigerung von nur noch 0,3% nach zuvor 0,5% erwartet wird und eine Anleiheauktion in Kalender vertreten. Investoren, die im Yen gebunden sind – sollten auch hier aufmerksam das Marktgeschehen beobachten, zumal die Unsicherheiten in der Ukraine durchaus den Yen zum sicheren Hafen machen könnten.

Aus europäischer Sicht wird am zweiten Handelstag der Woche wenig an Daten geboten.

Zu erwähnen wären:

Die spanische Arbeitsmarktentwicklung, die wir für 09:00 Uhr erwarten. Hier rechnet mit mit 72.400 neuen Stellen


Der Baueinkaufsmanager aus Großbritannien um 10:30 Uhr. Hier erwartet man einen Rückgang in der Beurteilung der Stimmung auf 63,0 Punkte (alles größer 50 gilt aber immer noch als positive Einschätzung)



Der Erzeugerpreisindex der Eurozone um 11:00 Uhr. Die Erzeugerpreise in der Eurozone sollen den Prognosen nach weiter im Sinkflug sein. Man erwartet auf Jahressicht -1,3 % und im Monatsvergleich -0,1 %.

In allen drei Fällen aus Europa müssen wir damit rechnen, dass unter den Erwartungen liegende Werte die jeweilige Währung zusätzlich zu den Unwägbarkeiten aus der Urkaine belasten können.

Der Nachmittag bietet einige Zahlen aus USA.


Den Anfang macht der Umsatz der Handelsketten um 13:45 Uhr, gefolgt von der wöchentlichen Bekanntgabe des RedBook um 14:55 Uhr. Die Entwicklung des Einzelhandels spielt für die Gesamtwirtschaft der USA eine bedeutende Rolle, von daher sollten alle die im USD investiert sind diese Termine beachten.

Um 15:45 Und 16:00 Uhr erhalten wir weitere Einblicke in die US-Wirtschaft. Es geht um den NAPM New York – bei diesem Wert wird die Geschäftslage in der Region New York untersucht und zu diesem Zweck eine Umfrage bei den Unternehmen vorgenommen. Eine Prognose für diesen Wert gibt es leider nicht, also müssen wir um die Marktwirkung einschätzen zu können den Wert des Vormonats von 622,5 im Auge behalten. Sollte ein Wert kleiner als im Vormonat gemeldet werden, könnte dies den USD belasten. Der zweite Wert ist der IBD/TIPP Wirtschaftsoptimismus, hier geht es um eine Umfrage von 900 Verbrauchern. Der IBD/TIPP gilt als Frühindikator für die zu erwartende Konsumbereitschaft der Bevölkerung. Werte über den erwartenden 45,6 sollten positiv auf den USD wirken.

Den Abschluss des Handelstages bildet der wöchentliche Lagerhaltungsbericht der API (American Petroleum Institute) für den Bereich Rohöl, Benzin und Destillat. Händler, die in Rohöl investiert haben sollten hier aufmerksam sein. Unerwartete Veränderungen der Lagerbestände können durchaus zu Kursveränderungen führen – eine ausreichende Absicherung sollte hier vor unerwarteten Verlusten schützen.

Damit möchte ich meinen Überblick über den zweiten Handelstag der Woche beenden und darauf verweisen, dass ich gern in meinem FB-Account Nessi Forex oder im eToro OpenBook als nessi508 für Diskussionen über die Nachrichten zur Verfügung stehe.

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