Die neue Handelswoche beginnt wie üblich mit einem Schontag, zumindest was die interessanten Meldungen im Wirtschaftskalender angeht.
Werfen wir einen Blick auf die anstehenden Reden von namhafteACn Notenbanker, die den Tag begleiten und wegen fehlender anderer Impulse schon als Highlights dienen könnten:
01:15 Uhr EZB-Diektoriumsmitglied Benoît Cœuré
05:00 Uhr BoJ Gouverneur Kuroda
22:15 Uhr Deutsche Bundesbank Präsident Weidmann
23:15 Uhr RBA Assistant Gov Lowe
Bei diesen Terminen kann – wie schon des öfteren erwähnt – eine gewisse Volatilität im Devisenmarkt entstehen. Man sollte wenn man im Yen, Euro, USD oder AUD investiert ist diesen Terminen ein gewisse Bedeutung beimessen.
Nun aber zu den wenigen echten Daten aus dem Wirtschaftskalender:
Nach eher unbedeutenden Meldungen aus Finnland, Spanien und Frankreich, bei denen es um die Entwicklung der Erzeugerpreise in Finnland und Spanien geht oder im Falle von Frankreich um die Beurteilung der konjunkturellen Lage durch die Herstellungsbetriebe ist der erste Termin mit mittlerer Volatilität aus der Schweiz zu erwarten.
09:15 Uhr Veränderung der Erwerbstätigenrate der Schweiz
Für die Schweiz geht von einer leichten Steigerung in der Anzahl der Beschäftigten aus.
Es sollen immerhin rund 300.000 Arbeitsverhältnisse im letzten Quartal neu entstanden sein. (4,20 Millionen statt 4,17 Millionen). Die ist im Verhältnis zur Einwohnerzahl der Schweiz von knapp acht Millionen eine beachtenswerte Verbesserung. Zur Erinnerung die Arbeitslosenquote in der Schweiz liegt derzeit bei rund 3,3 %. Sollte ein besseres Ergebnis als erwartet gemeldet werden, wäre dies ein gutes Zeichen für den Schweizer Franken.
10:30 Uhr BBA Hypotheken Genehmigungen Großbritannien
Die Anreize des Programmes der britischen Regierung für den Hauskauf in Großbritannien scheinen die ersten Fürchte zu tragen. In der von der Britische Banker Gesellschaft erstellten Statistik über die neu erteilten Hypothekengenehmigungen wird mit einem Anstieg zum Vormonat gerechnet. Statt 43.000 Genehmigungen sollen im vergangenen Monat 45.200 Hauskaufkredite bewilligt worden sein. Dies würde den britischen Immobilienmarkt stärken und entsprechend auch die gesamtvolkswirtschaftliche Leistung steigern. Ein Übertreffen der Erwartung würde das britische Pfund stärken.
Der wichtigste Wirtschaftstermin des Tages kommt am Nachmittag aus USA
14:30 Uhr Schwebende Eigenheimverkäufe
Hier geht es um die Immobilien für die im letzten Monat ein Kaufvertrag abgeschlossen wurde, die Abwicklung (Übergabe und Bezahlung) allerdings noch nicht erledigt ist. Der US-Immobilienmarkt konnte in den letzten Meldungen nicht unbedingt durch besondere Zuwachsraten überzeugen und gilt als Gradmesser für die weitere Entwicklung der US-Wirtschaft und somit auch als Entscheidungsgrundlage für die Maßnahmen der Fed. Im letzten Monat, bedingt durch die Haushaltskrise, ging der Wert um 5,6 %zurück. Für diese Lesung erwartet man eine Steigerung um 1,3 %. Sollte diese übertroffen werden, sollte der USD deutlich zulegen können.
16:30 Uhr Federal Reserve Bank of Dallas Business Performance Index
Die Fed Dallas veröffentlicht einen Zustandsbericht über texanischen Produktionslandschaft. Die Betriebe werden nach ihrer Einschätzung bezüglich der Wirtschaftsfaktoren: Beschäftigungslage, Preisentwicklung, Kapazitätsauslastung und Auftragslage etc. befragt. Im letzten Monat ist die Einschätzung der Betriebe in der Folge des Haushaltstreits stark gesunken. Nach 12,8 im September wurden im Oktober nur noch 3,6 gemeldet. Eine Prognose für diese Lesung fehlt leider. Man kann aber davon ausgehen, dass Werte unter 3,6 eine Schwächung des USD zur Folge hätten.
Damit wären wir schon am Ende der Wirtschaftsdaten angelangt. Ich danke für die gezeigte Aufmerksamkeit, widme mich nun meinen Geburtstagsgästen und weise am Schluss noch daraufhin, dass diese Zusammenfassung nicht als Handelsempfehlungen verstanden werden sollen.



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