Dienstag, 19. November 2013

Daten für Nachtschwärmer




Der neue Handelstag beginnt bereits kurz nach der Geisterstunde mit Daten aus Australien und Japan.

00:30 Uhr WMI Frühindikatoren Australien

Das Westpac Melbourne Insitute ist der Universität zu Melbourne angegliedert und beschäftigt sich mit Wirtschaftsforschung. Der hier veröffentlichte Index der Frühindikatoren wird aus der gemeinsamen Auswertung von neun verschiedenen Indikatoren errechnet. Die gemeinsame Auswertung der Werte ergibt einen sehr erlässlichen Gradmesser für die wirtschaftliche Gesundheit Australiens. Der Wert fiel im Oktober auf -0,1 % nachdem im September noch ein Wert von +0,6 % gemeldet wurden. Da es keine Prognose für diese Lesung gibt, können sich Trader, die im AUD investiert sind nach dem letzten Wert richten und sollten bei Werten über diesem mit Kurssteigerungen rechnen.

00:50 Uhr Handelsbilanz Japan

Warum die Handelsbilanz einer Volkswirtschaft großen Einfluss auf den Wert der Landeswährung hat ist hier nach zu lesen. Japan gilt als sehr exportorientiert und von daher kann man vom Ergebnis der Handelsbilanz gut auf das Wirtschaftswachstum Japans seine Rückschlüsse ziehen. Um den Wert der Handelsbilanz noch besser zu beurteilen gibt Japan gleichzeitig auch noch die Werte der Im- und Exporte getrennt bekannt. Man kann davon ausgehen, dass ein Übertreffen der Prognosen den Yen stärken sollte.

Kennzahl Prognose Letzter Wert
Handelsbilanz
-0,88 Trillion Yen
- 1,05 Trillion Yen
Exporte
+16,5 %
+11,5 %
Importe
+19,0 %
+16,5 %

01:00 Uhr Rede von Ben Bernanke

Der Ende des Jahres in den Ruhestand tretende Chef der Fed Ben Bernanke ist fast ein Garant für Kursbewegungen im USD. Trader, die offene Positionen im USD halten, sollten hier besonders aufmerksam sein. Nur zu gut ist mir ein Termin im Sommer in Erinnerung. Herr Bernanke sprach anlässlich „100 Jahre Fed“, das Protokoll der Rede brachte keine besonderen Inhalte und die Marktteilnehmer lehnten sich bereits entspannt zurück, als Big Ben noch einige Fragen von Journalisten beantwortet und in diesem Zusammenhang von der Möglichkeit sprach, das Tapering aus QE3 im September beginnen zu lassen. Die Folge war ein mittlerer Erdrutsch im USD. Der Euro stieg in dieser Nacht um über 200 Pip – für manchen am nächsten Morgen ein böses Erwachen.

05:30 Uhr Aktivitätsindex aller Industrien Japans

Hier geht es um die Veränderung der Gesamtproduktionsmengen in Japan und somit um einen Frühindikator, aus dem man künftige Wirtschaftsentwicklungen anlesen kann. Der Wert zeigte sich dieses Jahr sehr volatil und schwankte zwischen +1,9 % im Februar und -0,6 % im August. Zuletzt wurden +0,3 % im Oktober gemeldet, für diese Lesung erwartet man +0,5 %. Ein Wert, der unter den Erwartungen liegen würde, sollte den Yen belasten.

Im nächsten Teil meines Tagesüberblicks geht es dann um die Daten aus Europa.

Wie immer – es handelt sich hier nicht um Handelsempfehlungen.

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