Sonntag, 19. Januar 2014

Wichtiges in der Nacht zum Montag aus den Wirtschaftskalender








Liebe Leser meiner Wirtschaftsnachrichten – zwar in etwas reduzierter Form – geht mein Service zu den wichtigen Daten erst mal weiter.

Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass es sich hier nicht um Handelsempfehlungen dreht sondern ich hier nur meine eigene Interpretation der Marktrelevanz der einzelnen Meldungen darstelle.

Genug des langen Vorworts – nun aber zum eigentliche Zweck meines Postes – den Wirtschaftsmeldungen.

00:30 Uhr MI Inflations-Maß Australien

Hier erfahren wir vom Melbourne Institute (anders als beim Verbraucherpreisindex) wie sich die Preise aus der Sicht der Verbraucher entwickelt haben. Die Daten des VPI werden im Quartalsvergleich ermittelt – hier wird der Monatsvergleich zugrunde gelegt. Im letzten Monat lag die Preisentwicklung bei +0,2 % - eine Prognose gibt es leider nicht. Man kann davon ausgehen, dass eine höhere Preissteigerung als 0,2 % positiv auf den australischen Dollar wirken sollte.

01:01 Uhr Rightmove Hauspreisindex des Vereinigten Königreichs

Einen Einblick in den britischen Immobilienmarkt und die dortige Nachfragesituation erhalten wir zu ungewöhnlicher Zeit. Nachdem die Zahlen für Großbritannien in der letzten Woche nicht unbedingt überzeugen konnten, könnte hier eine unangenehme Überraschung auf Anleger, die in der britischen Währung mit Kaufpositionen investiert sind, warten. Im Novemner und Dezember wurden schon rückläufige Preise gemeldet – 2,8 % und -1,9 %, sollten in dieser Lesung ebenfalls fallende Immobilienpreise gemeldet werden, könnte dies das britische Pfund belasten, da ein schwacher Immobilienmarkt auch ein Spiegel für eine generelle Schwächung der britischen Wirtschaft sein könnte.

03:00 Uhr Wichtige Kennzahlen aus China



China gibt in dieser Nacht viele wichtige Kennzahlen bekannt. Zunächst – warum halte ich China eigentlich für so wichtige für uns im Devisenhandel? Nun China ist extrem exportabhängig und die dortige Wirtschaftsentwicklung stellt ein Spiegelbild der Nachfragesituation auf dem Weltmarkt dar. Aus diesem Grund können sich starke oder schwache Zahlen auf das gesamte Weltwährungsgefüge auswirken und für Turbulenzen in den Kursverläufen sorgen. Meiner Meinung nach, ist es kein Schaden, wenn man seine offenen Positionen heute Nacht entweder mit sehr knappen Absicherung versieht oder sehr großzügig kalkuliert (je nach dem persönlichen Tradingstil). Ich für meinen Teil bevorzuge die bessere Absicherung, da ich nicht unbedingt Investitionen verlieren möchte nur weil der Docht einer Kerze meine StopLoss-Marke erreicht. Natürlich gibt es auch die gegenteilige Meinung – lieber einen kleinen Verlust in Kauf nehmen als den StopLoss erweitern.

Nun aber zu den chinesischen Daten:

Bruttoinlandsprodukt

Chinas Wirtschaftswachstum ist immer noch beeindruckend, wenn man den letzten Werten und der Prognose glauben will – aufs Jahr gesehen 7,6 % nach zuvor 7,8 %, aufs Quartal gesehen 2,0 % nach zuvor 2,2 %. Aber auch an China geht die schwächelnde Nachfrage auf dem Weltmarkt sowie die schwächere Inlandsnachfrage nicht spurlos vorbei.

Industrieproduktion

Auch die Industrieproduktion soll laut den Prognosen schwächer wachsen als noch in der letzten Lesung angenommen – lediglich 9,8 % Zuwachs statt der zuletzt gemeldeten 10,0 %. Auch hier zeigt sich, dass die Bäume nicht mehr so schnell in den Himmel wachsen wie bisher. Im Vergleich zu europäischen Wachstumsraten (gerade mal 3,0% Wachstum aufs Jahr gesehen) braucht China sich allerdings noch lange nicht zu verstecken.

Einzelhandelsumsatz

Der Einzelhandelsumsatz wird noch mit einer Zuwachsrate von 13,6 % angenommen. Zuletzt lag der Zuwachs bei 13,7 %.

Insgesamt scheint die chinesische Wirtschaftslokomotive also ein paar Kohlen weniger in Tender zu haben und ihre rasante Bergfahrt etwas zu verlangsamen. Gespannt könne wir auf die Werte im Februar sein, Ende Januar steht die chinesische Wirtschaft wegen des Neujahrsfests fast eine Woche mehr oder weniger still, da viele Arbeiter in den Fabriken das Fest zu Hause feiern und die Betriebe dadurch die Produktion stark reduzieren.

Der restliche Handelstag ist mit Ausnahme der deutschen Erzeugerpreise um 08:00 Uhr wenig spektakulär, in USA wird der Martin-Luther-King-Tag gefeiert – daher kommen aus USA keine Zahlen und es ist Börsenfeiertag angesagt.




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