Montag, 6. Januar 2014

Der Vormittag im Rückblick und ein Ausblick auf den Nachmittag



Bildquelle: http://www.erzbistum-muenchen.de/Pfarrei/Page014711.aspx

Der erste Handelstag aus europäischer Sicht brachte sehr unterschiedliche Meldungen aus dem Bereich des Dienstleistungs-PMI. Während Spanien, und Frankreich mit über den Erwartungen liegenden Werten überzeugen konnten, enttäuschten Italien und Deutschland. Die Eurozone traf mit 51,0 genau die Erwartungen. Der britische Wert enttäuschte ebenfalls. Sehr positiv fiel das Sentix-Investorenvertrauen für die Eurozone aus. Statt der erwarteten Steigerung von 8,0 auf 9,5 wurden 11,9 erreicht. Die Reaktion von EUR/USD auf die Meldungen blieb alles in allem eher verhalten. Vermutlich warten die Marktteilnehmer schon jetzt auf die Daten des Nachmittags – deutscher Verbraucherpreisindex und die Einkaufsmanager aus USA bevor sie sich eindeutig positionieren wollen.

Nach der Mittagspause wird der Nachmittag um 14:00 Uhr mit dem deutschen Verbraucherpreisindex eingeläutet. Um 15:00 Uhr folgen noch französische Anleiheauktionen, bevor ab 14:30 Uhr die Daten aus Kanada und USA ihren ersten Auftritt in der neuen Handelswoche haben.

Blicken wir zuerst nach Kanada.


14:30 Uhr Preisindex für Rohstoffe

Hier erfahren wir wie sich die Preise für Rohstoffe aus der Sicht der Produzenten entwickelt haben. Diese Preisentwicklung geht natürlich auch in die Erzeugerpreise und zum Schluss in den Verbraucherpreise ein und beeinflusst auch die kanadische Inflationsrate maßgeblich. Der Werte werden im Monats- und Jahresvergleich veröffentlicht. Man rechnet im Monatsvergleich mit einem Preisrückgang von 2,0 % nach zuvor -2,3 %. Im Jahresvergleich rechnet man mit einem Anstieg von 2,0 % nach zuvor +0,4 %. Man kann davon ausgehen, dass über den Erwartungen liegende Werte den kanadischen Dollar stärken.

14:30 Uhr Industriepreisindex

Hier geht es um die Preisveränderung für inländisch verkaufte Produkte und Leistungen aus der Sicht der Produzenten. Auf Monatssicht hatten wir es in der letzten Veröffentlichung mit einem Rückgang von 0,3 % zu tun. Eine Prognose für die monatliche Sichtweise fehlt leider. Auf Jahressicht rechnet man mit einem Anstieg der Preise um 1,0 % nach zuvor +0,8 %. Sollten hier die Erwartungen oder der letzte Wert im Monatsvergleich nicht erreicht werden, wäre dies ein negatives Signal für CAD.


Ab 16:00 Uhr gehört den USA unsere gesamte Aufmerksamkeit.


16:00 Uhr Werkaufträge USA

Hier geht es um die Auftragsbücher des us-amerikanischen Produktionssektors. Die Werte werden einmal inklusive Transportion (wobei auf Flugzeugbestellungen enthalten sind, die mit wenig Aufträgen die Werte massiv verändern) und einmal exklusive Transportion gemeldet. Der letztgenannte Wert ist meiner Meinung nach aussagekräftiger. Während für den Wert „exklusive“ die Prognosen fehlen, geht man bei dem umfassenden Wert von einem Zuwachs der Aufträge um 1,8 % aus. Im Vormonat wurde hier noch ein Rückgang von 0,9 % gemeldet. Sollten die Werte über den Erwartungen liegen sollte dies den USD stärken.

16:00 Uhr ISM – Dienstleistungsindex

Das Institut für Angebotsmanagement erstellt diesen Index zur Beurteilung der Aktivitäten der Dienstleistungsbranche. Werte über 50 in diesem Index gelten als Wachstumssignal. Man rechnet mit 54,5 nach 53,9 im Dezember.

Zeitgleich veröffentlicht ISM den Beschäftigungsindex, Auftragseingangsindex und die Preisveränderungen für diesen Sektor.

Zu den letztgenannten Indikatoren gibt es keine Prognose, man muss sich daher an den letzten Werten orientieren um Marktreaktionen zu bestimmen. Sie lagen bei 52,5 im Beschäftigungsindex, 56,4 In Auftragseingangsindex und 52,2 in den Preisveränderungen.

Generell können wir davon ausgehen, das bessere Werte im Dienstleistungsindex sowie Werte, die über den letzten in den übrigen drei Werten liegen den USD stärken sollten.

Für Anleger, die im USD investiert sind, ist es ratsam um 16:00 Uhr besondere Aufmerksamkeit walten zu lassen. Der ISM-Dienstleistungsindex wird mit drei von drei möglichen Achtungszeichen in den einschlägig bekannten Wirtschaftskalendern gewichtet. Hier ist also mit erhöhter Volatilität zu rechnen.


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