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Der erste Handelstag aus europäischer
Sicht brachte sehr unterschiedliche Meldungen aus dem Bereich des
Dienstleistungs-PMI. Während Spanien, und Frankreich mit über den
Erwartungen liegenden Werten überzeugen konnten, enttäuschten
Italien und Deutschland. Die Eurozone traf mit 51,0 genau die
Erwartungen. Der britische Wert enttäuschte ebenfalls. Sehr positiv
fiel das Sentix-Investorenvertrauen für die Eurozone aus. Statt der
erwarteten Steigerung von 8,0 auf 9,5 wurden 11,9 erreicht. Die
Reaktion von EUR/USD auf die Meldungen blieb alles in allem eher
verhalten. Vermutlich warten die Marktteilnehmer schon jetzt auf die
Daten des Nachmittags – deutscher Verbraucherpreisindex und die
Einkaufsmanager aus USA bevor sie sich eindeutig positionieren
wollen.
Nach der Mittagspause wird der
Nachmittag um 14:00 Uhr mit dem deutschen Verbraucherpreisindex
eingeläutet. Um 15:00 Uhr folgen noch französische
Anleiheauktionen, bevor ab 14:30 Uhr die Daten aus Kanada und USA
ihren ersten Auftritt in der neuen Handelswoche haben.
Blicken wir zuerst nach Kanada.
14:30 Uhr Preisindex für Rohstoffe
Hier erfahren wir wie sich die Preise
für Rohstoffe aus der Sicht der Produzenten entwickelt haben. Diese
Preisentwicklung geht natürlich auch in die Erzeugerpreise und zum
Schluss in den Verbraucherpreise ein und beeinflusst auch die
kanadische Inflationsrate maßgeblich. Der Werte werden im Monats-
und Jahresvergleich veröffentlicht. Man rechnet im Monatsvergleich
mit einem Preisrückgang von 2,0 % nach zuvor -2,3 %. Im
Jahresvergleich rechnet man mit einem Anstieg von 2,0 % nach zuvor
+0,4 %. Man kann davon ausgehen, dass über den Erwartungen liegende
Werte den kanadischen Dollar stärken.
14:30 Uhr Industriepreisindex
Hier geht es um die Preisveränderung
für inländisch verkaufte Produkte und Leistungen aus der Sicht der
Produzenten. Auf Monatssicht hatten wir es in der letzten
Veröffentlichung mit einem Rückgang von 0,3 % zu tun. Eine Prognose
für die monatliche Sichtweise fehlt leider. Auf Jahressicht rechnet
man mit einem Anstieg der Preise um 1,0 % nach zuvor +0,8 %. Sollten
hier die Erwartungen oder der letzte Wert im Monatsvergleich nicht
erreicht werden, wäre dies ein negatives Signal für CAD.
Ab 16:00 Uhr gehört den USA unsere gesamte Aufmerksamkeit.
16:00 Uhr Werkaufträge USA
Hier geht es um die Auftragsbücher des
us-amerikanischen Produktionssektors. Die Werte werden einmal
inklusive Transportion (wobei auf Flugzeugbestellungen enthalten
sind, die mit wenig Aufträgen die Werte massiv verändern) und
einmal exklusive Transportion gemeldet. Der letztgenannte Wert ist
meiner Meinung nach aussagekräftiger. Während für den Wert
„exklusive“ die Prognosen fehlen, geht man bei dem umfassenden
Wert von einem Zuwachs der Aufträge um 1,8 % aus. Im Vormonat wurde
hier noch ein Rückgang von 0,9 % gemeldet. Sollten die Werte über
den Erwartungen liegen sollte dies den USD stärken.
16:00 Uhr ISM – Dienstleistungsindex
Das Institut für Angebotsmanagement
erstellt diesen Index zur Beurteilung der Aktivitäten der
Dienstleistungsbranche. Werte über 50 in diesem Index gelten als
Wachstumssignal. Man rechnet mit 54,5 nach 53,9 im Dezember.
Zeitgleich veröffentlicht ISM den
Beschäftigungsindex, Auftragseingangsindex und die
Preisveränderungen für diesen Sektor.
Zu den letztgenannten Indikatoren gibt
es keine Prognose, man muss sich daher an den letzten Werten
orientieren um Marktreaktionen zu bestimmen. Sie lagen bei 52,5 im
Beschäftigungsindex, 56,4 In Auftragseingangsindex und 52,2 in den
Preisveränderungen.
Generell können wir davon ausgehen,
das bessere Werte im Dienstleistungsindex sowie Werte, die über den
letzten in den übrigen drei Werten liegen den USD stärken sollten.
Für Anleger, die im USD investiert
sind, ist es ratsam um 16:00 Uhr besondere Aufmerksamkeit walten zu
lassen. Der ISM-Dienstleistungsindex wird mit drei von drei
möglichen Achtungszeichen in den einschlägig bekannten
Wirtschaftskalendern gewichtet. Hier ist also mit erhöhter
Volatilität zu rechnen.


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