Nachdem der Montag schon durch die fehlenden Daten aus USA aus Nachrichtensicht eher langweilig verlief, stehen für den zweiten Handelstag der Woche auch leider nicht wesentlich mehr hochkarätige Wirtschaftsmeldungen auf dem Programm.
Beginnen wir – wie üblich – mit dem rechtlich erforderlichen Hinweis:
Die nachfolgenden Ausführungen sind keine Handelsempfehlungen!
Nun aber zu den Daten:
mit Ausnahme einer Anleiheauktion Japans tut sich in der Nacht aus Sicht des Wirtschaftskalenders nichts – Zeit um auszuschlafen oder?
08:00 Uhr Arbeitslosenquote Finnland
Finnland, eines der kleineren Euroländer hat eine Arbeitslosenquote von 8,5 % in der letzten Lesung gemeldet. Prognosen für diesen Wert gibt es leider keine – also könnte eine schlechtere Quote als 8,5 % den Euro leicht belasten.
09:30 Uhr Verbrauchervertrauen Niederlande
Dieser Wert gilt als Frühindikator für die künftige Konsumbereitschaft der Bevölkerung. Im Frühjahr 2013 lag der Wert noch bei -44 und hatte sich bis zum Jahresende spürbar auf -16 erholt. Wir können abwarten was diese Lesung ergibt – für den Euro sind meiner Meinung nach allenfalls kleinere Korrekturen zu erwarten. Werte besser als -16 sollten den Euro stützen.
11:00 Uhr ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschland und Eurozone
Hier haben wir es mit dem Highlight des Vormittags aus Datensicht zu tun. Über die Bedeutung dieser Kennzahl gibt es in meinem Blog gibt es folgenden Beitrag: ZEW-Konjunkturerwartungen.
Betrachten wir die zu erwartenden Werte im Vergleich zur letzten Lesung:
Deutschland:
Man erwartet bei den Konjunkturerwartungen einen Anstieg auf 64, zuletzt lag der Wert bei 62. In der aktuellen Konjunkturalge erwarten wir einen Anstieg auf 34,1 nach zuvor 32,4
Eurozone:
Auch für die Eurozone stehen die Erwartungen des ZEW auf Aufschwung! Man prognostiziert hier einen Wert von 70,2 nach zuvor 68,3.
Für uns in Devisenhandel können wir mit steigenden Eurokursen rechnen, wenn die Prognosen übertroffen werden.
12:00 Uhr CBI Industrielle Trendaufträge
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| www.nationalflaggen.de |
Hier sind die Freunde des britischen Pfundes gefragt. Wir erhalten einen Einblick in die zu erwartenden Entwicklung des Herstellungssektors. Aus 550 Produktionsbetrieben Großbritanniens werden die Führungskräfte nach ihren Einschätzungen zu Entwicklung ihrer Betriebe befragt. Werte über 0 in dieser Kennzahl deuten auf überwiegend positive Einschätzungen und somit auf Wachstumsaussichten hin. Zuletzt lag der Wert bei 12 und soll den Prognosen nach leicht rückläufig sein und bei 10 landen. Ein schlechterer Wert als erwartet würde zu einer Schwächung des britischen Pfundes führen können.
Im Laufe des Vormittags – wie für Spanien üblich ohne konkrete Zeitangabe – erfolgt die Bekanntgabe der spanischen Handelsbilanz (für die Handelsbilanz erwartet man ein deutlich schrumpfendes Defizit) und den spanischen Hauspreisindex, der mit einem weiteren Rückgang um 0,10 % erwartet wird. Hier kann es also im Laufe des Vormittags zu Kursbewegungen im Bereich des Euro kommen - eine passende Absicherung der Trades ist daher empfehlenswert.
Hiermit möchte ich es für diesen Teil bewenden lassen und danke für die Aufmerksamkeit.
Eines zum Schluss noch – so ruhig wie die Woche begonnen hat wird sie zu unserer Freude nicht bleiben. Uns erwarten noch die Zinsentscheidungen aus Kanada und Japan (hier können wir gespannt sein, wie Japan auf die schwächelnden Wirtschaftszahlen reagieren wird) und zum Wochenschluss noch das Weltwirtschaftsforum in Davos. Dazu aber zu gegebener Zeit mehr....




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