Posts mit dem Label Yen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Yen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Sonntag, 9. März 2014

Start in die neue Handelswoche





Auch wenn nur in Ausnahmefällen (auf dem stillen Örtchen) ein Blick zurück unerlässlich ist, möchte ich den Ausblick auf die neue Woche mit einem kurzen Rückblick aufs Wochenende beginnen.

Die alte Woche stand bereits stark im Zeichen des Krimkonflikts – es bleibt zu vermuten, dass die neue Woche nicht weniger vom politischen und wirtschaftlichen Säbelrasseln der Regierenden aus Ost und West beeinflusst wird. Manche Äußerungen der Politiker lassen nicht gutes für die Weltwirtschaft vermuten, wenn man von Sanktionen und Gegenmaßnahmen liest. Neben den Verwerfungen in der Weltwirtschaft bleibt allerdings meiner Meinung nach viel mehr offen was mit den Menschen geschieht um deren Heimat derzeit zwischen prorussischen und prowestlichen Kräften gestritten wird. Allein aus diesen Gründen sollten wir in der neuen Woche sehr vorsichtig an den Märkten agieren.

Ein weiterer Grund der zur Vorsicht mahnt sind die Zahlen, die am Wochenende aus China gemeldet wurden. Eine erschreckend schwache Handelsbilanz und stark rückläufige Verbraucher- und Erzeugerpreise. Nun die Handelsbilanz Chinas, die für den Februar ein gewaltiges Defizit ausweist sollte man unter dem Aspekt der chinesischen Neujahrsfestes mit etwas anderen Augen nicht ganz so negativ bewerten. Betrachtet man nämlich die Handelsbilanzen der letzten Jahre ist immer in dem Monat des Neujahrsfestes ein gewaltiger Knick in der sonst aufsteigenden Linie zu erkennen. Wenn man bedenkt, dass China fast eine ganze Woche Produktion, Handel und Wirtschaft wegen der Feierlichkeiten ruhen lässt, viele Arbeiter zu ihren Familien nach Hause fahren und jede Menge Geschenke (teilweise auch importierte Güter) im Gepäck haben erklärt sich der Rückgang der Exporte genauso wie der Anstieg der Importe. Allerdings scheint dieses Mal der Knick deutlicher als in anderen Jahren. Die Preisentwicklung in China ist ähnlich wie in der Eurozone nicht gerade auf einem guten Weg sondern blieb hinter den Erwartungen zurück. Auch hier könnte es also zu Handelsbeginn – der wegen der Sommerzeitumstellung in den USA eine Stunde später ist als üblich zu Marktbewegungen kommen.

Blicken wir nun auf den Kalender des ersten Handelstages – und finden bereits in der Nacht eines der wenigen Highlights des Tages.

Japan gibt um 00:50 Uhr seine Bruttoinlandsprodukt, den BIP Preisindex und seine Leistungsbilanz bekannt.

Betrachten wir zunächst das BIP, hier erwartet man zur letzten Lesung unveränderte Zuwachsraten von 0,3 % im Quartal und 1,0 % im Jahr. Sollte sich hier ein schwächeres Wachstum als erwartet ergeben, könnte die den Yen unter Druck bringen.

Der BIP Preisindex gilt als Schlüsselwert für die zu erwartenden Inflationsrate im Land, da er alle im BIP enthaltenen Waren bewertet liegt bei -0,4 % und somit genauso sie im Vormonat auf Deflationskurs. Sollte sich hier ein besserer Wert ergeben, könnte dies ein bullisches Signal für den Yen bedeuten.

In der japanischen Leistungsbilanz die alle Waren und Geldströme des japanischen Außenhandels bewertet rechnet man saisonbereinigt mit einem Defizit von 0,59 Trillions Yen – zum Vergleich im Vormonat lag des Defizit bei nur 0,20 Trillions Yen.

Als letzte Kennzahl aus Japan wird um 06:00 Uhr noch der Economy Watchers Current Index veröffentlicht. Hier werden circa 2.000 Arbeitnehmer zu ihren persönlichen Einschätzungen in die wirtschaftliche Lage und zu ihren Konsumabsichten befragt. Werte über 50 in diesem Index gelten als grundsätzlich positive Einschätzung der Lage. Man rechnet mit einem leicht schwächeren Wert als im Vormonat (54,3 nach 54,7). Sollte die Stimmung besser ausfallen als erwartet würde dies den Yen stärken.

Im Laufe des Vormittags werden einige eher unbedeutende Zahlen aus Europa gemeldet. Beachtenswert meiner Meinung nach:

08:45 Uhr Industrieproduktion Frankreich – hier erwartet man gegenüber dem Vormonat eine Steigerung um 0,2 %. Sollte die Erwartung übertroffen werden könnte dies den Euro stärken.


09:00 Uhr Verbraucherpreisindex Spanien – hier erwartet man einen leichten Rückgang von
0,1 %. Sollte ein stärkerer Rückgang gemeldet werden dürfte dies den Euro belasten.

09:15 Uhr Einzelhandelsumsatz Schweiz – hier erwartet man einen Anstieg von 3,3 % auf Jahressicht (zum Vergleich in der letzten Lesung noch 2,3 %). Sollte hier die Erwartung nicht erfüllt werden könnte der schweizer Franken und Druck geraten.


10:00 Uhr Industrieproduktion Italien – hier rechnet man mit einem Zuwachs von 0,4 % auf Monatssicht und im Jahresvergleich mit unverändert -0,7 %. Sollten die Erwartungen hier übertroffen werden könnte dies den Euro stützen.

 10:30 Uhr Sentix Investorenvertrauen Eurozone – hier geht an von einem Anstieg auf 14,0 nach 13,3 aus. Sollten die Großanleger und Analysten die Wirtschaftsalge der Eurozone weniger positiv beurteilen könnte der Euro unter Druck geraten.

Alle weiteren Daten aus Europa und dem Rest der Welt sind hier zu finden.

Einziger nennenswerter Termin des Nachmittags ist meiner Meinung kommt meiner Meinung nach aus Kanada. Um 13:15 Uhr erfahren wir wie es um den Immobilienmarkt und Bausektor in Kanada bestellt ist. Es geht um die Beginne von Wohnungsbauten. Man rechnet mit 185.000 Baubeginnen nach 180.200 im Vormonat. Sollte diese Erwartung übertroffen werden, wäre dies ein gutes Zeichen für den kanadischen Dollar.

Damit möchte ich meinen Tagesausblick beenden und danke für die Aufmerksamkeit. In Anbetracht der nach wie vor unsicheren Lage auf der Krim sollten wir ein wachsames Auge auf die Nachrichtenlage haben und unsere offenen Positionen großzügig absichern.



Dienstag, 21. Januar 2014

Der Mittwoch verspricht viel Volatilität








Ein Blick in den Wirtschaftskalender verspricht für den Mittwoch in fast allen Währungen viel Volatilität, die durch einige hochkarätige Daten ausgelöst werden könnte.

Bevor wir auf die Daten blicken – leider aus rechtlichen Gründen unerlässlich – der übliche Hinweis: Meine Ausführungen stellen keine Handelsempfehlungen dar!

Bereits in der Nacht haben wir es mit den Verbraucherpreisen und der Konsumentenstimmung aus Australien zu tun

00:30 Uhr Westpac Konsumentenstimmung Australien

Hier geht es die Meinung von 1.200 Verbrauchern aus Australien die zu ihren in der nahen Zukunft liegenden Kaufabsichten befragt werden. Es handelt sich um einen Frühindikator, der hilft die zu erwartenden Verbraucherausgaben zu beurteilen. Dies gibt wiederum Aufschluss über die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Australien. Im Dezember viel dieser Wert von +1,9 % überraschend auf -4,8 %. Eine Prognose für diese Lesung gibt es nicht – wir sollten mit fallenden AUD-Kursen rechnen, wenn der Wert unter -4,8 % liegen sollte.

01:30 Uhr Verbraucherpreise Australien

Hier werden wir mit einer ganzen Flut von Kennzahlen rund um die Verbraucherpreisentwicklung konfrontiert. Der VPI wird einmal in der Quartalssicht und einmal in der Jahressicht gemeldet. Insgesamt zeigen die Kennzahlen rückläufige Tendenzen. Der VPI in der Quartalssicht soll nur noch bei 0,5 % nach zuvor 1,2 % liegen, in der Jahressicht kommen nach 2,2 % allerdings 2,5 % aufs Jahr in Betracht. Hier sollten wir davon ausgehen, dass über den Prognosen liegenden Werte positiv auf den AUD wirken.

Alle Kennzahlen, Vergleichswerte und Prognosen aus Australien sind hier zu finden.

Wenden wir uns nun Japan – dem Hauptakteur in dieser Nacht – zu

05:30 Uhr Aktivitätsindex aller Industrien Japans

Hier geht es um die Entwicklung der Produktion in Japan. Dieser Index misst die Produktionsmengen und lässt Rückschlüsse auf das BIP und den generellen Zustand der japanischen Wirtschaft zu. Ein Zuwachs in dieser monatlichen Kennzahl von 0,4 % nach einem Rückgang um 0,2 % im Dezember wird erwartet. Sollte dieser nicht eintreten, könnte der Yen unter Druck geraten.

Ohne Uhrzeit – wie immer – haben wir es mit der Zinsentscheidung der Bank of Japan und der anschließenden Pressekonferenz in dieser Nacht zu tun. Üblicherweise um den Handelsschluss an der Börse in Tokio – hier – einsehbar, werden wir erfahren was die Bank of Japan für Maßnahmen ergreifen will. Eine Zinsveränderung halte ich persönlich für ausgeschlossen – weniger als 0,1 % sind kaum denkbar. Wahrscheinlicher ist es meiner Meinung nach, das man weitere Druckerpressen in Betrieb nimmt um noch mehr Yen zu drucken. Wer im Yen investiert ist, sollte hier auf jeden Fall sehr aufmerksam sein und die Marktreaktionen beobachten. Da es leider immer wieder vorkommt, dass die Performance von eToro oder dem Webtrader in hochvolatilen Zeiten genauso wenig ausreicht wie eine Gießkanne Wasser bei einem Waldbrand – sollten die StopLoss frühzeitig angepasst werden.

Aus der Sicht des Euro liegen derzeit für den morgigen Tag keine nennenswerte Meldungen vor, die europäische Handelssession wird von den Arbeitsmarktdaten aus Großbritannien und dem MPC Versammlungsprotokoll geprägt sein, Impulse für den schweizer Franken könnten von den ZEW Konjunkturerwartungen für die Schweiz ausgehen. Hierzu im nächsten Teil mehr.

Dienstag, 14. Januar 2014

Morgen-Update und Vorschau auf den Vormittag



Während Japans Leistungsbilanz enttäuschte, hat sich die Preisentwicklung im deutschen Großhandel positiv entwickelt. Die Werte aus Frankreich konnte auch leicht positiv überzeugen, die Verbraucherpreise trafen genau die Erwartungen, das Leistungsbilanzdefizit hat sich erfreulich verringert. Der EUR/USD freute sich und stieg in der Folge bis kurz unter die 1,37.

Bleiben aus der Sicht der Eurozone jetzt noch gespannte Blicke auf Italien und die dortige Verbraucherpreisentwicklung und auf die Industrieproduktion der Eurozone.

Unser Hauptaugenmerk liegt allerdings um 10:30 Uhr auf Großbritannien.

Großbritannien meldete eine Flut an Daten rund um die Preisentwicklung. Es geht hier unter anderem um die wichtigen Verbraucherpreise - unterteilt nach Kernverbraucherpreisen ohne Lebensmittel und Energie und den alles umfassenden Verbraucherpreisen. Hier wir auf Jahressicht mit 1,8 % beziehungsweise 2,1 % bei den alles umfassenden Preisen aus Jahressicht gerechnet. Die weiteren Kennzahlen drehen sich um die Erzeuger- und Einzelhandelspreisentwicklung. Ebenfalls wichtig meiner Meinung nach ist der Hauspreisindex, da dieser Auskunft über die Nachfragesituation am Immobilienmarkt gibt. Während man bei den Erzeugerpreisen mit einer weiterhin leicht rückläufigen Entwicklung rechnet, geht man von einem Anstieg der Immobilienpreise um 5,9 % auf Jahressicht aus. Was bedeutet diese Datenflut nun für Anleger, die mit dem britischen Pfund handeln? Zunächst ist bei derart vielen Daten meiner Meinung nach immer erhöhte Vorsicht geboten. Generell können wir davon ausgehen, dass über den Erwartungen liegende Verbraucherpreis und ein Immobilienpreise stärken auf das britische Pfund wirken sollten.

Im weiteren Verlauf des Handelstages erscheint noch mein Überblick über die US-Daten!

Ich wünsche allen gute Handelserfolge und weise ausdrücklich daraufhin, dass meine Ausführungen keine Handelsempfehlungen sind.

Montag, 13. Januar 2014

Der neue Handelstag beginnt kurz nach Mitternacht








Nachdem die Japaner ihre Volljährigkeit gefeiert haben gibt es ehute Nacht wieder reichlich Daten aus Japan zu beachten.



00:50 Uhr Leistungsbilanz Japan

Hier gibt es zwei Werte zu beachten. Einmal den saisonbereinigten und den nicht bereinigten. Generell gibt die Leistungsbilanz Auskunft über den Außenhandel Japans, anders als in der Handelsbilanz werden hier nicht nur die Warenströme des Im- und Exports bewertet sondern auch Leistungen und Zinszahlungen. Wie üblich werden die Importe von den Exporten abgezogen. Das Ergebnis ist entweder im Falle eines positiven Ergebnisses ein Leistungsbilanzüberschuss, der umgekehrte Fall wäre ein Leistungsbilanzdefizit. Aus den Importen kann man erkennen, wie es um die Konsumbreitschaft der Japaner bestellt ist, die Exporte eben Auskunft über die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft. Die saisonbereinigte und damit aussagekräftigere Leistungsbilanz wies in den letzten beiden Monaten ein Defizit aus. Dies belief sich zuletzt auf 0,06 Trillions Yen – dies sieht ausgeschrieben aus als wenn meine 0-Taste hängen würde. Bemüht man einen Währungsrechner (in diesem Fall oanda) und rechnet diese gigantische Zahl in Euro um reden wir hier immer noch von rund 42 Milliarden. Wie wirkt sich dies nun auf uns im Währungshandel aus? Sollten die Erwartungen für diese Lesung, die bei 0,02 Trillions Yen liegen nicht erfüllt werden, wollte dies den Yen weiter schwächen.

00:50 Uhr Kreditvergabe in Japan

Hier geht es um die prozentuale Veränderung in der Kreditgewährung an Privatleute und Unternehmer. Man kann davon ausgehen, dass eine Steigerung in der Kreditvergabe die Konsum- und Investitionsbereitschaft stärkt und somit die Binnennachfrage angekurbelt wird. Dies wirkt sich mit Sicherheit auf die Gesamtwirtschaft positiv aus. Daher kann man davon ausgehen, dass eine über den Erwartungen von 2,2 % Zuwachs liegende Veröffentlichung positiv auf den Yen wirken sollte.

06:00 Uhr Economy Watchers Current Index

Für diesen Index werden rund 2.000 Arbeitnehmer in Japan nach ihren geplanten Anschaffungen befragt. Durch diesen Indikator hat man meiner Meinung nach einen guten Einblick in die künftigen Verbraucherausgaben und somit in das künftige Wachstum Japans. Typisch für diesen Art von Werten ist, dass Werte über 50 aus positiv zu beurteilen sind. Der letzte Wert im Dezember lag bei 53,5 und soll für diese Bekanntgabe bei 54,2 liegen.
Sollte die Vorgabe nicht eingehalten werden – wäre dies kein gutes Zeichen für den Yen und es sollte zu fallenden Kursen kommen.

Im nächsten Teil meines Tagesüberblickes geht es dann um die wieder reichlich vorhandenen europäischen Daten.

Ich bitte zu beachten, dass meine Ausführungen keine Handelsempfehlungen sind.

Montag, 9. Dezember 2013

Kurzes Update der Nacht und des frühen Morgens



Die Daten aus Japan blieben größtenteils hinter der Erwartungen zurück. Die Leistungsbilanz zum Beispiel die einen dicken Überschuss prognostizierte, meldete ein Defizit von 0,06 Trillions Yen. Da Bruttoinlandsprodukt konnte die Zielvorgabe auch nicht erreichen – ein Wachstum um nur 0,3 % anstelle +0,4 % in der Quartalssicht – im Jahresvergleich meldete man nur noch 1,1 % statt 1,6 %. Wie man sieht wachsen also die japanischen Konjunkturbäume auch nicht gerade in den Himmel. Die leichten Verluste des Yen nach den Daten sind dadurch zu erklären.

Die Verbraucherpreise in China wiesen auch ein geringeres Wachstum als erwartet auf. Im Jahresvergleich wurde die Marke von +3,2% mit 3,0 % verfehlt






Die Schweiz legte in der Arbeitslosenquote eine Punktlandung hin, die Einzelhandelsumsätze enttäuschen mit 1,2 % Wachstum anstelle der erwarteten 2,1 %.




Deutschland verfehlt in der Handelsbilanz die sowieso schon unter der des Vormonats liegende Marke von +18,0 Milliarden Euro deutlich – es bleibt nur ein Überschuss von 16,8 Milliarden übrig – eine Folge der hohen Eurokurse??? Den Euro störte dies allerdings nur wenig in seinem Höhenflug. Die heutige Trading-Range wird zwischen 1,3580 und 1,3792 erwartet – so zumindest Ralf Umlauf bei FX-Daily.

Alles in allem nicht sehr erfreuliche Daten aus der Wirtschaftswelt.

Wir können gespannt darauf warten was die Märkte daraus machen.

Montag, 25. November 2013

Blick auf die Daten des 26.11.2013



Für den neuen  Handelstag stehen etwas mehr Daten im  Kalender stehen als für den vergangenen Montag und beginnt bereits in der Nacht mit japanischen Daten.

Ich bitte zu bedenken, dass die nachfolgenden Erläuterungen nicht als Handelsempfehlungen dienen.

00:50 Uhr CSPI Japans

Hier geht es um die Preisveränderungen für Dienstleistungen, die von den Betrieben in Anspruch genommen werden. Auch diese Preisveränderung wirkt über den Umweg des Handels bis in die Verbraucherpreise und somit auch auf die zu erwartende Inflationsrate. Die Bank of Japan möchte die Inflationsrate bei 2 % sehen, ein leichter Anstieg in CSPI (CONTINENTAL STAR Preis INDEX) auf 0,9 %nach zuvor 0,7 % wird erwartet. Sollte dieser Wert besser als prognostiziert ausfallen, wäre dies ein Zeichen für steigende Kurse des Yen.

00:50 Uhr Geldpolitisches Besprechungsprotokoll der BoJ

Eindeutig der wichtigere der beiden Termine der Nacht ist das Protokoll der letzten Zinsentscheidung. Wie wir wissen, wurde beschlossen weiter an der ultralockeren Geldpolitik fest zu halten. Je nachdem, wie kontrovers die Entscheidungen im Vorfeld diskutiert wurden oder wie das Abstimmungsverhältnis war, könnte hiervon eine nicht unerhebliche Volatilität am Markt ausgehen. Trader, die aktuell im Yen investiert sind, sollten hier besonders aufmerksam sein und an eine ausreichende Absicherung der Trades denken.

Weitere wichtige Daten in der Nacht stehen nicht im Kalender, so dass wir uns nun in den europäischen Daten umsehen können.

Auch aus Europa werden relativ wenig wichtige Daten gemeldet. Ich bitte die einzelnen Termine hier – in einem der zahlreichen Wirtschaftskalender nach zu lesen. Bei Fragen zu den Terminen bin ich üblicherweise im eToro OpenBook zu erreichen, auch @berufstouri gibt auf seiner Wall gern zu den Terminen Auskünfte.

Einer der wichtigsten Termine am Vormittag kommt aus Großbritannien.

11:00 Uhr Rede von Gouverneur Carney

Je nach Inhalt der Rede kann es – wie üblich bei Reden von namhaften Notenbankern – zu verstärkten Marktbewegungen in der jeweiligen Währung kommen. Herr Carney ist Chef der Bank of England, daher sollten alle Trader, die im GBP investiert sind hier sehr aufmerksam sein.

Wo wir gerade beim Thema Reden von verantwortlichen Mitgliedern der Notenbanken sind – habe ich schnell noch einen Blick auf die Homepage der EZB geworfen:

13:30 Uhr Rede von Yves Mersch

Herr Mersch spricht auf einem Kongress in Frankfurt am Main.

19:00 Uhr Rede von Jörg Asmussen

Herr Asmussen spricht vor dem Bundesverband Deutscher Kapitalanlegegesellschaften e.V. in Berlin.

Auch hier sollten alle, die im Euro investiert sind Vorsicht walten lassen.

Ich danke für das aufmerksame Lesen – im nächsten Teil gehe ich auf die Daten aus USA ein.



Mittwoch, 20. November 2013

Die Nacht steht in Zeichen von China und Japan





Nachdem gestern am späten Nachmittag die EZB einen möglicherweise negativen Leitzins von -0,1 % in den Raum stellte, konnte man im Chart deutlich sehen, was die verbale Intervention der EZB innerhalb von fünf Minuten bewirkte.

16:20 Uhr tickerte über die Nachrichten die Meldung herein. Der bis dahin sich seitwärts bewegenden EUR/USD nahm eine rasante Talfahrt auf und fiel innerhalb von wenigen Minuten um rund 60 Pip von 1,3540 auf 1,3480. Die Trader unter uns, die eine reichliche Absicherung ihrer Trades bevorzugen, konnten dem Schauspiel entspannt zu sehen.

Bei Entstehung dieses Beitrages ist noch nicht ab zusehen, das die Reden von Herr Dudley und Herrn Bullard sowie die Veröffentlichung er FOMC-Minutes auslösen werden. Es sei aber zur Vorsicht gemahnt.

Kommen wir nun zu dem eigentlichen Thema dieses Beitrages - den wichtigen Meldungen der Nacht, die aus China und Japan kommen.

Die Bank of Japan lässt uns wie üblich im unklaren, wann genau sie ihre Zinsentscheidung bekannt geben wird und wann die anschließende Pressekonferenz stattfindet. Üblicherweise ist dieser Termin so um den Börsenschluss in Japan – unserer Zeit nach also gegen 07:00 Uhr. Trader die im Yen investiert sind, sollten hier ihre Absicherung und ihren Takeprofit mit Bedacht wählen. Es ist zwar derzeit keine Änderung des Leitzinses oder der quantitativen Lockerungen prognostiziert. Man muss aber immer damit rechnen, dass Aussagen von Notenbankern zu größeren Kurssprüngen führen können.

02:45 Uhr China HSBC PMI

Die HSBC gibt den Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe bekannt. Warum dieser Index so wichtig für den Devisenhandel ist – kann man hier im eToro Blog nachlesen.
Der PMI lag im letzten Monat noch bei 50,9 und soll laut den Prognosen leicht zurückgehen. Auch wenn der chinesische Yuan nicht die Hauptwährung am Forexmarkt ist, kann ein starkes Abweichen von den Prognosen wegen der Bedeutung von China für den Weltmarkt zu Verwerfungen im Währungsgefüge kommen. Es ist ratsam auch bei diesem Termin seine Positionen gut ab zu sichern.

Bevor im zweiten Teil des Tagesüberblickes Europa mit seinen Daten eine Rolle spielt – hier noch der Hinweis:

Die vorstehenden Erläuterungen sind keine Handelsempfehlungen.