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Sonntag, 9. März 2014

Start in die neue Handelswoche





Auch wenn nur in Ausnahmefällen (auf dem stillen Örtchen) ein Blick zurück unerlässlich ist, möchte ich den Ausblick auf die neue Woche mit einem kurzen Rückblick aufs Wochenende beginnen.

Die alte Woche stand bereits stark im Zeichen des Krimkonflikts – es bleibt zu vermuten, dass die neue Woche nicht weniger vom politischen und wirtschaftlichen Säbelrasseln der Regierenden aus Ost und West beeinflusst wird. Manche Äußerungen der Politiker lassen nicht gutes für die Weltwirtschaft vermuten, wenn man von Sanktionen und Gegenmaßnahmen liest. Neben den Verwerfungen in der Weltwirtschaft bleibt allerdings meiner Meinung nach viel mehr offen was mit den Menschen geschieht um deren Heimat derzeit zwischen prorussischen und prowestlichen Kräften gestritten wird. Allein aus diesen Gründen sollten wir in der neuen Woche sehr vorsichtig an den Märkten agieren.

Ein weiterer Grund der zur Vorsicht mahnt sind die Zahlen, die am Wochenende aus China gemeldet wurden. Eine erschreckend schwache Handelsbilanz und stark rückläufige Verbraucher- und Erzeugerpreise. Nun die Handelsbilanz Chinas, die für den Februar ein gewaltiges Defizit ausweist sollte man unter dem Aspekt der chinesischen Neujahrsfestes mit etwas anderen Augen nicht ganz so negativ bewerten. Betrachtet man nämlich die Handelsbilanzen der letzten Jahre ist immer in dem Monat des Neujahrsfestes ein gewaltiger Knick in der sonst aufsteigenden Linie zu erkennen. Wenn man bedenkt, dass China fast eine ganze Woche Produktion, Handel und Wirtschaft wegen der Feierlichkeiten ruhen lässt, viele Arbeiter zu ihren Familien nach Hause fahren und jede Menge Geschenke (teilweise auch importierte Güter) im Gepäck haben erklärt sich der Rückgang der Exporte genauso wie der Anstieg der Importe. Allerdings scheint dieses Mal der Knick deutlicher als in anderen Jahren. Die Preisentwicklung in China ist ähnlich wie in der Eurozone nicht gerade auf einem guten Weg sondern blieb hinter den Erwartungen zurück. Auch hier könnte es also zu Handelsbeginn – der wegen der Sommerzeitumstellung in den USA eine Stunde später ist als üblich zu Marktbewegungen kommen.

Blicken wir nun auf den Kalender des ersten Handelstages – und finden bereits in der Nacht eines der wenigen Highlights des Tages.

Japan gibt um 00:50 Uhr seine Bruttoinlandsprodukt, den BIP Preisindex und seine Leistungsbilanz bekannt.

Betrachten wir zunächst das BIP, hier erwartet man zur letzten Lesung unveränderte Zuwachsraten von 0,3 % im Quartal und 1,0 % im Jahr. Sollte sich hier ein schwächeres Wachstum als erwartet ergeben, könnte die den Yen unter Druck bringen.

Der BIP Preisindex gilt als Schlüsselwert für die zu erwartenden Inflationsrate im Land, da er alle im BIP enthaltenen Waren bewertet liegt bei -0,4 % und somit genauso sie im Vormonat auf Deflationskurs. Sollte sich hier ein besserer Wert ergeben, könnte dies ein bullisches Signal für den Yen bedeuten.

In der japanischen Leistungsbilanz die alle Waren und Geldströme des japanischen Außenhandels bewertet rechnet man saisonbereinigt mit einem Defizit von 0,59 Trillions Yen – zum Vergleich im Vormonat lag des Defizit bei nur 0,20 Trillions Yen.

Als letzte Kennzahl aus Japan wird um 06:00 Uhr noch der Economy Watchers Current Index veröffentlicht. Hier werden circa 2.000 Arbeitnehmer zu ihren persönlichen Einschätzungen in die wirtschaftliche Lage und zu ihren Konsumabsichten befragt. Werte über 50 in diesem Index gelten als grundsätzlich positive Einschätzung der Lage. Man rechnet mit einem leicht schwächeren Wert als im Vormonat (54,3 nach 54,7). Sollte die Stimmung besser ausfallen als erwartet würde dies den Yen stärken.

Im Laufe des Vormittags werden einige eher unbedeutende Zahlen aus Europa gemeldet. Beachtenswert meiner Meinung nach:

08:45 Uhr Industrieproduktion Frankreich – hier erwartet man gegenüber dem Vormonat eine Steigerung um 0,2 %. Sollte die Erwartung übertroffen werden könnte dies den Euro stärken.


09:00 Uhr Verbraucherpreisindex Spanien – hier erwartet man einen leichten Rückgang von
0,1 %. Sollte ein stärkerer Rückgang gemeldet werden dürfte dies den Euro belasten.

09:15 Uhr Einzelhandelsumsatz Schweiz – hier erwartet man einen Anstieg von 3,3 % auf Jahressicht (zum Vergleich in der letzten Lesung noch 2,3 %). Sollte hier die Erwartung nicht erfüllt werden könnte der schweizer Franken und Druck geraten.


10:00 Uhr Industrieproduktion Italien – hier rechnet man mit einem Zuwachs von 0,4 % auf Monatssicht und im Jahresvergleich mit unverändert -0,7 %. Sollten die Erwartungen hier übertroffen werden könnte dies den Euro stützen.

 10:30 Uhr Sentix Investorenvertrauen Eurozone – hier geht an von einem Anstieg auf 14,0 nach 13,3 aus. Sollten die Großanleger und Analysten die Wirtschaftsalge der Eurozone weniger positiv beurteilen könnte der Euro unter Druck geraten.

Alle weiteren Daten aus Europa und dem Rest der Welt sind hier zu finden.

Einziger nennenswerter Termin des Nachmittags ist meiner Meinung kommt meiner Meinung nach aus Kanada. Um 13:15 Uhr erfahren wir wie es um den Immobilienmarkt und Bausektor in Kanada bestellt ist. Es geht um die Beginne von Wohnungsbauten. Man rechnet mit 185.000 Baubeginnen nach 180.200 im Vormonat. Sollte diese Erwartung übertroffen werden, wäre dies ein gutes Zeichen für den kanadischen Dollar.

Damit möchte ich meinen Tagesausblick beenden und danke für die Aufmerksamkeit. In Anbetracht der nach wie vor unsicheren Lage auf der Krim sollten wir ein wachsames Auge auf die Nachrichtenlage haben und unsere offenen Positionen großzügig absichern.



Donnerstag, 6. März 2014

Der letzte Handelstag der Woche beginnt erst am frühen Morgen






Nach einem doch etwas turbulenten Handelstag durch die Entscheidungen der BoE und EZB blicken wir kurz zurück auf die Daten:

In der Nacht erfreuliches aus Australien, die Handelsbilanz und die Einzelhandelsumsätze überzeugten mit guten Werten. Die französische Arbeitslosenquote überraschte mit einem deutlichen Rückgang (hier könnte die beginnende Frühjahrsbelebung eher den Ausschlag gegeben haben als eine grundlegende Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Landes), Spanien konnte sich zu günstigeren Zinssätzen mit frischem Geld versorgen als noch zuletzt. Sehr erfreulich der Zuwachs in den deutschen Auftragsbücher des produzierenden Gewerbes (+1,2% nach erwarteten +0,7% gaben dem Euro den ersten Schub des Tages nach oben). Die Zentralbanken haben wie erwartet entschieden, dennoch reagierte der Euro mit einem deutlichen Ruck nach oben und greift nach Zielen oberhalb der 1,3850. Das britische Pfund hält sich hingegen knapp über dem Vortagesniveau. Erfreulich stabil präsentierte sich der US-Arbeitsmarkt mit seinen Zahlen der Arbeitslosenhilfe. Sowohl die Erstanträge als auch die Folgeanträge lagen unter den Erwartungen was für eine langsame Erholung nach dem strengen Winter in USA spricht. Enttäuschend hingegen die Werkaufträge in USA. Der erwartete Rückgang von nur 0,4 % konnte nicht erreicht werden, es wurden -0,7%. Kanadas Einkaufsmangerindex überzeugte mit 57,2 nach erwarteten 54,0. Wie stark der Winter die USA diesmal getroffen hat kann man unter anderem der Veränderung der Gaslagerbestände entnehmen -152B nach erwarteten -138B. Wir können demnach was den USD angeht bereits heute auf die NFP von morgen und auf die FOMC-Sitzung in knapp zwei Wochen gespannt sein.

Nun blicken wir auf die Ereignisse, auf die wir uns morgen vorbereiten sollten:

Die Nacht ist wie bereits eingangs beschrieben eher arm an Daten.

Um 06:00 Uhr veröffentlicht Japan seinen Leitindex. In diesem Index werden zwölf verschiedene Wirtschaftsindikatoren des Landes gemeinsam ausgewertet – von daher sollte man diesen Wert als sehr wichtig einstufen. Man rechnet mit einem Anstieg auf 112,4 nach zuvor 111,7. Wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden, sollte dies den Yen negativ beeinflussen.

07:45 Uhr gibt die Schweiz ihre Arbeitslosenquote bekannt. Man geht von unveränderten Werten (3,2% saisonbereinigt und 3,5% nicht bereinigt) aus. Sollte hier eine höhere Quote gemeldet werden könnte sich der schweizer Franken negativ entwickeln. Weitere Daten aus der Schweiz folgen um 09:15 Uhr. Es geht um den Verbraucherpreisindex und die Industrieaufträge.Für die Verbraucherpreise rechnet man mit einem Anstieg von 1,0 %, die Industrieaufträge sollen nach dem Rückgang um 2,3 % im Vormonat um 1,0 % steigen. Auch hier sollten wir mit einer Schwäche des schweizer Franken rechnen, wenn die Marken nicht erreicht werden sollten.

Für die Eurozone stehen als wichtigster Wert die Industrieproduktion Deutschlands um 12:00 Uhr im Kalender. Man erwartet einen Zuwachs von 0,7 %. Sollte hier genau wie bei den Werkaufträgen am heutigen Tag die Marke überboten werden, könnte der nächste Freudensprung des Euros zu erwarten sein.

Nach den deutschen Zahlen können wir uns in aller Ruhe auf das Ereignis des Tages – die NFP – vorbereiten.

14:30 Uhr – Die NonFarmPayrolls werden über uns hinwegfegen. Meist ein hochvolatile Angelegenheit. Allen Neulingen, die diesen Beitrag lesen und nicht wissen um was es bei den NFP geht - hier – sind Hintergrundinformationen zu dieser Kennzahl zu finden. Es ist mit Kurssprüngen von mehr als 100 Pip zu rechnen – je nach Inhalt des Arbeitsmarktberichtes. Man rechnet mit 150.000 neugeschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 6,6% (die Zielmarke der Fed von unter 6,5 % ist also in greifbarer Nähe, was die Ängste der Märkte vor einem schnelleren Ausstieg aus QE3 beflügeln könnte). Da insbesondere der Webtrader immer wieder auf hohe Volatilität mit unerwarteten Aussetzer reagiert, sei jedem empfohlen sehr vorsichtig am Markt platziert zu sein, großzügige Absicherung zu wählen und vor allem jeden Ausfall!!! mit Screenshot zu belegen und umgehend Verluste bei eToro geltend zu machen.

Neben den NFP steht diesmal noch eine wichtige Kennzahl aus USA auf dem Programm – die Handelsbilanz. Hier wird der gesamte Warenstrom im Außenhandel bewertet. Man rechnet mit einem Handelsbilanzdefizit von 39,00 Billions USD ( 39 Milliarden nach unserer Lesart). Sollte hier ein größeres Loch in der Bilanz klaffen, wäre dies kein gutes Zeichen für den USD.

Zeitgleich mit den USA werden die Arbeitslosenquote Kanadas und die kanadische Handelsbilanz veröffentlicht. Kanadas Arbeitslosenquote soll unverändert bei 7,0 % liegen. Bei einer niedrigen Quote sollte der kanadische Dollar gestärkt werden. In der Handelsbilanz rechnet man mit einem Defizit von 1,0 Billion CAD), Hier sollte ein geringeres Defizit stützend auf CAD wirken.

Den Handelstag aus der Sicht des Wirtschaftskalenders beendet eine Rede von FOMC-Mitglied Dudley. Hier könnte es nochmal volatil werden.









Zum Abschluss dieses Überblick noch ein paar Gedanken zu den Overweekendhäkchen bei eToro:

Bisher war es bekanntlich so, dass wir jede Woche unsere Häkchen setzen mussten und prüfen sollten ob diese auch alle gesetzt sind, damit wir keine Positionen unbeabsichtigt bei Handelsschluss verlieren.

Diese Woche hat eToro seinen Systeme geändert. Zumindest bei kleinen Hebeln wird der Haken nun automatisch!!! gesetzt. Dies bedeutet für uns auf der einen Seite weniger Arbeit, auf der anderen Seite sollten wir insbesondere bei der am nächsten Freitag geltenden neuen Gebührenstaffel uns durchaus überlegen ob es sich lohnt einen Trade, der vielleicht kurz vor oder über der Gewinnschwelle liegt übers Wochenende zu teilweise bis zu 350% erhöhten Gebühren und dem Kursrisiko der neuen Handelswoche zu halten. Manchmal kann ein kleiner Verlust billiger sein als die hohen Gebühren.

Ich danke für die Aufmerksamkeit und wünsche einen erfolgreichen Wochenabsschluß



Mittwoch, 5. März 2014

Der Donnerstag lebt von Warten auf das Schaulaufen der BoE und EZB



Aus Datensicht bleibt im Rückblick auf den heutigen Handelstag ein Blick auf die Dienstleistungs-PMI. Mit Ausnahme von Spanien konnten die europäischen Werte durchaus überzeugen. Das BIP der Eurozone lag genau bei den Erwartungen, die Einzelhandelsumsätze in der Eurozone stiegen unerwartet stark an. Die eigentlich guten Werte konnten den EUR/USD aber nicht in der erwarteten Form stärken. Er pendelt zwischen 1,3708 und 1,3750. Hier liegt der Fokus der Marktteilnehmer wohl schon auf der morgigen Zinsentscheidung der EZB. Aus USA erreichten uns am frühen Nachmittag eher enttäuschende ADP-Zahlen. Mit 139.000 wurde die Erwartung von 159.000 neuen Stellen klar verfehlt, die Einkaufsmanagerwerte konnten auch nur bedingt überzeugen. Hier bleibt abzuwarten wie sich die NFP am Freitag präsentieren.

Nun zu den Daten des Donnerstags:


In der Nacht sind Trader die den australischen Dollar bevorzugen gefragt, es werden die Handelsbilanz und die Einzelhandelsumsätze veröffentlicht. Nachdem die Leistungsbilanz diese Woche bereits knapp unter den Erwartungen geblieben ist, kann man auf den Warenteil des Außenhandels der in der Handelsbilanz ausgewiesen wird gespannt sein. Eine ausreichende Absicherung seiner Positionen kann hier nicht von Schaden sein.

Ansonsten könnte die Nacht zum Donnerstag zum schlafen gemacht sein, wenn da nicht noch FOMC-Mitglied Fisher um 01:00 Uhr eine Rede halten würde.


Der Vormittag bietet außer dem Warten auf die Bank of England und die EZB nur wenig interessantes.

Zu erwähnen wäre aus Sicht des britischen Pfunds der Halifax Hauspreis – und Immobilienpreisindex um 09:00 Uhr. Dieser wird leicht rückläufig erwartet, sollten die Werte besser als erwartet (+0,7% und +7,2%) ausfallen, könnte dies das britische Pfund stärken, da der Immobilienmarkt eine wichtige Rolle in der britischen Volkswirtschaft spielt.

Aus der Eurozone steht unter anderem die griechische Arbeitslosenquote (zuletzt 28%), der Einkaufsmanagerindex für den Einzelhandel (zuletzt 50,5) und einige spanische Anleiheauktionen auf dem Plan. Alles im Wirtschaftskalender mit nur einem Achtungszeichen bewertet, von daher kann man davon ausgehen, dass die Märkte erst gegen Mittag aufwachen werden.

Wenn um 12:00 Uhr die deutschen Arbeitsaufträge bekannt gegeben werden. Man rechnet mit einer Steigerung um 0,7 % in den Auftragsbüchern. Sollte dies übertroffen werden, könnte dies der erste Freudensprung der Euros am morgigen Tage werden.

13:00 Uhr hat die Bank of England ihren Auftritt im Schaulaufen der Notenbanken. Man geht von einem unveränderten Zinssatz von 0,5 % aus. Hier könnte es aber durchaus volatil werden, falls die Notenbanker eine Überraschung aus dem Hut zaubern.


13:45 Uhr steht dann die EZB in den Startlöchern. Es wurde bereits heiß diskutiert ob die EZB sich zu einer weiteren Zinssenkung gezwungen sehen könnte, allerdings ist die Frage wohin der ohnehin schon kaum noch vorhandene Leitzins gesenkt werden sollte. Interessant könnten die sonstigen geldpolitischen Maßnahmen der EZB werden. Auf jeden Fall sollte man hier sehr vorsichtig in den Markt gehen oder bereits geöffnete Positionen entweder sehr reichlich oder sehr knapp (je nach dem eigenen Tradingstil) absichern. Kurssprünge von mehr als 150 Pip sind hier nicht auszuschließen.

14:30 Uhr hat dann der große Meister Mario Draghi seinen Auftritt bei der Pressekonferenz der EZB und wird uns die Lage der Eurozone aus seiner Sicht präsentieren. Hier dürfte die schwache Entwicklung der Verbraucher- und Erzeugerpreise sowie die Bedenken was die Eintrübung des Aufschwungs auch durch die Entwicklungen in der Ukraine eine wesentliche Rolle spielen. Wer die Pressekonferenzen live verfolgen will – auf meiner OpenBook-Wall werde ich rechtzeitig einen Link zu Pressekonferenz bereithalten.

Gleichzeitig mit der EZB-Pressekonferenz erfahren wir die üblichen Werte aus USA für Donnerstags – es geht um die Zahlen der Arbeitslosenhilfe, einen weiteren Indiz für die Ergebnisse der morgigen NFP. Auch hier könnte der Kurs des USD beeinflusst werden und in Verbindung mit der EZB-Pressekonferenz zu heftigeren Ausschlägen neigen.

16:00 Uhr tritt Kanada noch auf die Bühne des Marktgeschehens mit dem Ivey Produktions Erwerbs Manager Index. Dieser Wert wird leicht rückläufig mit 54,0 nach 56,8 im Vormonat erwartet. Der Wert gilt als leitender Indikator für die Wirtschaftsentwicklung in Kanada und kann daher mit unter den Erwartungen liegenden Werten negativ auf den kanadischen Dollar wirken.

Ebenfalls um 16:00 Uhr stehen die Werkaufträge der USA im Kalender. Hier geht es um die Auftragsbücher der Produktionsbetriebe. Es wird mit sich abschwächenden Rückgang vom 0,4 % nach -1,5 % zuvor gerechnet. Sollte sich diese Vermutung nicht bestätigen und ein stärkerer Rückgang zu verzeichnen sein, sollte der USD unter Druck geraten.

Damit wären fast alle wichtigen Termine des Tages erledigt – bis auf die „Gute-Nacht-Geschichte“ für die Freunde des AUD. Der Chef der Reserve Bank of Australia Glenn Robert Stevens erklärt seine Sichtweise zum Zustand der australischen Währung. Dies kann ähnlich wie bei der Draghi-Rede für eine gewisse Volatilität im AUD sorgen.

Nun damit möchte ich meinen Tagesausblick beenden und danke für die Aufmerksamkeit.


Sonntag, 2. März 2014

Start in den neuen Handelsmonat







Die erste Märzwoche ist reichlich mit bedeutenden Daten aus dem Wirtschaftskalender versehen. Auf diese wichtigen Daten werde ich ab sofort wieder täglich hier in meinem Blog näher eingehen.

Neben den Ereignissen des Wirtschaftskalenders sollten wir diese Woche ein besonderes Augenmerk auf die Ereignisse in der Ukraine legen. Namhafte Ökonomen befürchten hier – für den Fall, dass die Situation dort eskaliert – weitreichende Auswirkungen auf die konjunkturelle Entwicklung der Weltwirtschaft und insbesondere der Eurozone. Hier verweist man auf die Abhängigkeit der Eurozone von den russischen Gaslieferungen die durch das Staatsgebiet der Ukraine erfolgen. Es könnte als allein durch die dortigen Ereignisse eine hochvolatile Woche werden.

Diejenigen unter uns, die ausschließlich in Währungen, Indizes und Gold investiert sind, werden wohl je nach Reaktionsgeschwindigkeit ihres Brokers und ihres Rechners sinnvollerweise eine reichlichere Absicherung der Positionen einplanen müssen.

Nun blicken wir auf den Kalender für den 03.03.2014

Der Tag steht stark unter dem Motto Einkaufsmangerindex – wer bietet mehr?

Bereits in der Nacht kommt dieser Wert aus China, im Laufe des Vormittags folgen dann fast im 15-Minuten-Takt die Staaten Europas. (genaue Zeiten sind hier zu entnehmen) Generell muss man den PMI als einen der wichtigsten Frühindikatoren einstufen. Die Stimmung unter den Einkäufer der Wirtschaft – sei es des Produktions- oder des Dienstleistungssektors – ist ein sehr guter Anhaltspunkt für die Eintrübung des Wirtschaftswachstums oder einen beginnenden Aufschwungs. Naturbedingt wird in diesem Bereich eine Veränderung in den Produktionsmengen durch gestiegenen Bedarf als erstes spürbar. Umgekehrt wird eine nachlassenden Nachfrage auch hier sehr schnell zu nachlassenden Bestellungen führen und dies werden die Chefeinkäufer in ihrer Beurteilung der Lage zum Ausdruck bringen. Als Auswirkung auf die jeweilige Währung kann man annehmen, dass über den Erwartungen liegende Werte positive Signale senden werden.


Neben dem wichtigen Einkaufsmanagerindex werden aus der Türkei noch der Verbraucher- und Erzeugerpreisindex gemeldet. Wer also mit der türkischen Lira handelt sollte hier aufmerksam sein. Für die Eurozone steht die spanische Haushaltskonsolidierung und die Arbeitslosenquote aus Österreich im Fokus. Die Bank of England veröffentlicht um 10:30 Uhr einige wichtige Daten zur Kreditvergabe in Großbritannien – auch hier könnten für das britische Pfund lebhaftere Signale gesendet werden.

Blicken wir noch auf den Nachmittag des ersten Handelstages

Ab 14:30 Uhr kommen aus USA und Kanada viele wichtige Daten heraus.

Kanada gibt einen Einblick in die Preisentwicklung in Industrie und Produktion sowie in den Rohstoffsektor des Landes. Über den Erwartungen liegende Werte könnten hier Bewegung nach oben für den kanadischen Dollar bedeuten.

Aus USA kommen neben dem Einkaufsmanagerindex um 14:58 Uhr und 16:00 Uhr um 14:30 Uhr noch Zahlen zum privaten Konsum (PCE, Privateinnahmen und -ausgaben) heraus. Hier könnte es für Händler, die im USD investiert sind volatil werden – insbesondere da um 15:00 Uhr auch noch eine Rede von Mario Draghi im Kalender steht und ob diesem die Entwicklungen um die Ukraine und der europäischen Inflationsraten nicht doch die eine oder andere Bemerkung zu der diese Woche noch anstehenden Zinsentscheidung der EZB wert ist – das kann man erst nach der Rede genau wissen. 

Herr Draghi gibt seine quartalsmäßig anstehende Erklärung vor den europäischen Parlament in Brüssel ab.



Bei den Ereignissen des Nachmittags dürfte die Anleiheauktion Frankreichs um 15:00 Uhr eher keine riesige Beachtung bei den Marktteilnehmern finden. Aber gerade die wirtschaftliche Lage Frankreichs könnte bei den Renditen, die in der Auktion erzielt werden können, Beachtung verdienen.

Zum Ende des Handelstages um 22:00 Uhr kommen noch für die US-Automobilindustrie die wichtigen Zahlen des Kraftfahrzeugabsatzes heraus. Dies könnte zum einen die Aktien der Automobilindustrie und damit auch die Indizes und den USD beeinflussen und sollte daher von den Tradern, die in diesen Marktsegmenten investiert sind beachtet werden.

Montag, 20. Januar 2014

Auch der zweite Handelstag der Woche bietet wenig wichtige Daten









Nachdem der Montag schon durch die fehlenden Daten aus USA aus Nachrichtensicht eher langweilig verlief, stehen für den zweiten Handelstag der Woche auch leider nicht wesentlich mehr hochkarätige Wirtschaftsmeldungen auf dem Programm.

Beginnen wir – wie üblich – mit dem rechtlich erforderlichen Hinweis:

Die nachfolgenden Ausführungen sind keine Handelsempfehlungen!

Nun aber zu den Daten:

mit Ausnahme einer Anleiheauktion Japans tut sich in der Nacht aus Sicht des Wirtschaftskalenders nichts – Zeit um auszuschlafen oder?

08:00 Uhr Arbeitslosenquote Finnland


Finnland, eines der kleineren Euroländer hat eine Arbeitslosenquote von 8,5 % in der letzten Lesung gemeldet. Prognosen für diesen Wert gibt es leider keine – also könnte eine schlechtere Quote als 8,5 % den Euro leicht belasten.

09:30 Uhr Verbrauchervertrauen Niederlande

Dieser Wert gilt als Frühindikator für die künftige Konsumbereitschaft der Bevölkerung. Im Frühjahr 2013 lag der Wert noch bei -44 und hatte sich bis zum Jahresende spürbar auf -16 erholt. Wir können abwarten was diese Lesung ergibt – für den Euro sind meiner Meinung nach allenfalls kleinere Korrekturen zu erwarten. Werte besser als -16 sollten den Euro stützen.


11:00 Uhr ZEW-Konjunkturerwartungen Deutschland und Eurozone


Hier haben wir es mit dem Highlight des Vormittags aus Datensicht zu tun. Über die Bedeutung dieser Kennzahl gibt es in meinem Blog gibt es folgenden Beitrag: ZEW-Konjunkturerwartungen.

Betrachten wir die zu erwartenden Werte im Vergleich zur letzten Lesung:

Deutschland:

Man erwartet bei den Konjunkturerwartungen einen Anstieg auf 64, zuletzt lag der Wert bei 62. In der aktuellen Konjunkturalge erwarten wir einen Anstieg auf 34,1 nach zuvor 32,4

Eurozone:

Auch für die Eurozone stehen die Erwartungen des ZEW auf Aufschwung! Man prognostiziert hier einen Wert von 70,2 nach zuvor 68,3.


Für uns in Devisenhandel können wir mit steigenden Eurokursen rechnen, wenn die Prognosen übertroffen werden.

12:00 Uhr CBI Industrielle Trendaufträge

www.nationalflaggen.de
Hier sind die Freunde des britischen Pfundes gefragt. Wir erhalten einen Einblick in die zu erwartenden Entwicklung des Herstellungssektors. Aus 550 Produktionsbetrieben Großbritanniens werden die Führungskräfte nach ihren Einschätzungen zu Entwicklung ihrer Betriebe befragt. Werte über 0 in dieser Kennzahl deuten auf überwiegend positive Einschätzungen und somit auf Wachstumsaussichten hin. Zuletzt lag der Wert bei 12 und soll den Prognosen nach leicht rückläufig sein und bei 10 landen. Ein schlechterer Wert als erwartet würde zu einer Schwächung des britischen Pfundes führen können.

Im Laufe des Vormittags – wie für Spanien üblich ohne konkrete Zeitangabe – erfolgt die Bekanntgabe der spanischen Handelsbilanz (für die Handelsbilanz erwartet man ein deutlich schrumpfendes Defizit) und den spanischen Hauspreisindex, der mit einem weiteren Rückgang um 0,10 % erwartet wird. Hier kann es also im Laufe des Vormittags zu Kursbewegungen im Bereich des Euro kommen - eine passende Absicherung der Trades ist daher empfehlenswert.

Hiermit möchte ich es für diesen Teil bewenden lassen und danke für die Aufmerksamkeit. 

Eines zum Schluss noch – so ruhig wie die Woche begonnen hat wird sie zu unserer Freude nicht bleiben. Uns erwarten noch die Zinsentscheidungen aus Kanada und Japan (hier können wir gespannt sein, wie Japan auf die schwächelnden Wirtschaftszahlen reagieren wird) und zum Wochenschluss noch das Weltwirtschaftsforum in Davos. Dazu aber zu gegebener Zeit mehr....


Dienstag, 14. Januar 2014

Mittags-Update


Italiens Verbraucherpreise boten wie erwartet keine große Überraschung und trafen genau die Erwartungen. Die Industrieproduktion hat allerdings mit weit über den Erwartungen liegenden Werten überzeugt. Der für Großbritannien bedeutende Verbraucherpreisindex sowie der Hauspreisindex blieben hinter den Erwartungen zurück, was das britische Pfund mit einem leichten Zucken nach unten zur Kenntnis nahm. Vermutlich warten die Marktteilnehmer vor einer neuen Positionierung die Werte aus USA heute Nachmittag ab. Insbesondere die Bekanntgabe der dortigen Einzelhandelsumsätze könnten Bewegung in die Märkte bringen – ebenso die Bekanntgabe des Bundesetats der USA und die anstehenden Aussagen von FOMC-Mitgliedern.

In den Medien sind mir einige Meldungen aufgefallen, die ich euch nicht vor enthalten will:

Frau Lautenschläger – noch nicht endgültig im EZB-Rat platziert, warnt vor eine zu langen Niedrigzinsphase – deutet sich hier Verstärkung für Jens Weidmann an?
http://bit.ly/1dmssmT

Eine Neuauflage des Goverment-Shutdowns im laufenden Jahr werden wir wohl nicht erleben, wenn die Regierung mit den im Kongress ausgehandelten 1,1 Billionen USD auskommt – eine entsprechende Meldung tickerte heute durch Jandaya:
http://bit.ly/1ftXYCL

In Kürze folgt meine Zusammenfassung der Nachmittagstermine – bis dahin gutes Gelingen.

Morgen-Update und Vorschau auf den Vormittag



Während Japans Leistungsbilanz enttäuschte, hat sich die Preisentwicklung im deutschen Großhandel positiv entwickelt. Die Werte aus Frankreich konnte auch leicht positiv überzeugen, die Verbraucherpreise trafen genau die Erwartungen, das Leistungsbilanzdefizit hat sich erfreulich verringert. Der EUR/USD freute sich und stieg in der Folge bis kurz unter die 1,37.

Bleiben aus der Sicht der Eurozone jetzt noch gespannte Blicke auf Italien und die dortige Verbraucherpreisentwicklung und auf die Industrieproduktion der Eurozone.

Unser Hauptaugenmerk liegt allerdings um 10:30 Uhr auf Großbritannien.

Großbritannien meldete eine Flut an Daten rund um die Preisentwicklung. Es geht hier unter anderem um die wichtigen Verbraucherpreise - unterteilt nach Kernverbraucherpreisen ohne Lebensmittel und Energie und den alles umfassenden Verbraucherpreisen. Hier wir auf Jahressicht mit 1,8 % beziehungsweise 2,1 % bei den alles umfassenden Preisen aus Jahressicht gerechnet. Die weiteren Kennzahlen drehen sich um die Erzeuger- und Einzelhandelspreisentwicklung. Ebenfalls wichtig meiner Meinung nach ist der Hauspreisindex, da dieser Auskunft über die Nachfragesituation am Immobilienmarkt gibt. Während man bei den Erzeugerpreisen mit einer weiterhin leicht rückläufigen Entwicklung rechnet, geht man von einem Anstieg der Immobilienpreise um 5,9 % auf Jahressicht aus. Was bedeutet diese Datenflut nun für Anleger, die mit dem britischen Pfund handeln? Zunächst ist bei derart vielen Daten meiner Meinung nach immer erhöhte Vorsicht geboten. Generell können wir davon ausgehen, dass über den Erwartungen liegende Verbraucherpreis und ein Immobilienpreise stärken auf das britische Pfund wirken sollten.

Im weiteren Verlauf des Handelstages erscheint noch mein Überblick über die US-Daten!

Ich wünsche allen gute Handelserfolge und weise ausdrücklich daraufhin, dass meine Ausführungen keine Handelsempfehlungen sind.

Montag, 13. Januar 2014

Der Vormittag steht im Zeichen der Eurozone und Großbritanniens






In diesem Teil betrachten wir die Daten der Eurozone und beginnen gleich zur Frühstückszeit.

08:00 Uhr Deutscher Großhandelspreisindex

Hier wird die Preisentwicklung aus der Sicht des Großhandels betrachtet. Preissteigerungen im Großhandel werden über den Einzelhandel an die Verbraucher durchgereicht. Dadurch wirken sich diese Veränderungen auch auf die Inflationsrate und die Konsumbereitschaft aus. Die Währungshüter des Euro werden auch diesen Wert im Auge behalten müssen, da die Verbraucherpreise in der Eurozone in letzten Jahr sich nicht wunschgemäß verhalten haben und doch weit von der angestrebten Marke von 2,0 % entfernt sind (auch wenn ich beim heutigen Einkauf davon mal wieder nicht viel gemerkt habe). Man rechnet mit einem Minianstieg von 0,1 % nachdem im letzten Monat noch ein Minus von 0,2 % gemeldet wurde. Sollte ein größerer Anstieg gemeldet werden könnte der Euro gestärkt werden.

08:45 Uhr Leistungsbilanz Frankreichs

Hier verweise ich auf die Erläuterungen zur Leistungsbilanz aus Japan (http://bit.ly/KfoeCg). Aus Frankreich erwarten wir ein Leistungsbilanzdefizit von 2,1 Milliarden Euro. Im Vormonat lag dieses noch wesentlich höher (-3,9 Milliarden). Für den Euro können wir mit positiven Signalen rechnen, wenn die gemeldeten Werte über den Prognosen liegen.

08:45 Uhr Verbraucherpreisinflation Frankreichs

Hier geht es um die Preisentwicklung aus der Sicht der Verbraucher. Nachdem im letzten Quartal Preisrückgänge beziehungsweise im Dezember eine Nullrunde gemeldet wurden, ist für diese Lesung ein spürbarer Anstieg von 0,4 % zu erwarten. Der Euro sollte geschwächt werden, wenn diese Prognose unterschritten werden sollte.

10:00 Uhr Verbraucherpreisindex Italiens

Wie zuvor in Frankreich nehmen wir in dieser Kennzahl die Preisentwicklung in Italien unter die Lupe. Italien meldet seinen VPI in zwei Betrachtungszeiträumen - einmal im Vergleich zum Vorjahresmonat und einmal im Vergleich zum Vorjahr. In beiden Fällen geht man von zur letzten Veröffentlichung unveränderter Werte aus. +0,2 % im Monatsvergleich und im Jahresvergleich +0,7 % - also auch weit von der angestrebten Teuerungsrate entfernt. Auch hier werden nicht nur die Marktteilnehmer sondern auch die Gremien der EZB ein wachsames Auge auf die Veröffentlichung haben. Steigende Eurokurse dürfen wir erwarten, wenn die Werte der Vorhersage übertroffen werden.

11:00 Uhr Industrieproduktion Eurozone

Die für meine Begriffe wichtigste Kennzahl aus der Eurozone, die wir am Dienstag erfahren werden. Es geht hier um die prozentuale Veränderung in der Menge der hergestellten Güter der gesamten Eurozone -einmal im Monatsvergleich und einmal im Jahresvergleich. Von dieser Kennzahl kann man nicht nur den Zustand des Produktionssektors ablesen, sie ist auch ein Frühindikator für den Arbeitsmarkt und das zu erwartende Konsumentenverhalten der Eurozone. Man rechnet mit einer doch sehr erfreulichen positiven Entwicklung. Im Monatsvergleich sollen die Werte, die im letzten Monat noch bei -1,1 % lagen auf +1,4 %steigen und im Jahresvergleich von +0,2 % auf +1,4 %. Sollte dies nicht der Fall sein, wäre ein Talfahrt des Euros die logische Folge.

Damit wären wir am ende des Überblicks über die Daten der Eurozone, im nächsten Teil sehe wir auf Großbritannien und seine Daten.

Ich bitte zu beachten, dass meine Ausführungen keine Handelsempfehlungen sind.

Donnerstag, 9. Januar 2014

Der Vormittag im Überblick







Neben einigen wichtigen Daten aus der Eurozone und der deutschen Industrieproduktion steht der Tag aus europäischer Sicht im Zeichen der Zentralbanken.

Betrachten wir uns kurz die Daten, die uns um 11:00 Uhr erwarten:

Verbrauchervertrauen Eurozone

Hier werden immerhin 2.300 Bewohner der Eurozone nach ihrer Einschätzung zu den wirtschaftlichen Entwicklungen befragt (Bloomberg Verbrauchervertrauen in USA wir von 250 Befragten hochgerechnet). Die Prognose geht hier von einer leichten Verbesserung des Wertes (eine Steigerung von -15,8 auch -14) aus. Sollte die Erwartung nicht erfüllt werden – wäre dies normalerweise kein gutes Zeichen für den Euro. Am Tag der EZB-Zinsentscheidung kann es allerdings gut sein, dass die Marktteilnehmer wie das Kaninchen vor der Schlange sitzen und sich nicht zu bewegen trauen.

Geschäftsklima und Industriemeinung Eurozone

Hier kommen die europäischen Unternehmer zu Wort und können ihre Einschätzung der Wirtschaftsentwicklung kundtun. Beim Geschäftsklima rechnet man mit einem unveränderten Wert von 0,2 - die Industriemeinung soll von -3,9 auf -3 steigen. Hiergilt als Wirkung auf den Euro die gleiche Annahme wie zuvor.

Arbeitslosenquote Griechenland

www.nationalflaggen.de
Die Arbeitslosigkeit in Griechenland lag in den letzten Lesung bei erschreckenden 27,4 %, eine Prognose wird für Griechenland nicht veröffentlicht. Man kann davon ausgehen, dass eine höhere Arbeitslosenquote den Euro belasten sollte.

Industrieproduktion Griechenland

  www.nationalflaggen.de
Dieser Wert ist in der Dezemberlesung um 5,2 % gesunken. Da es keine Prognose gibt, müssen wir davon ausgehen, dass noch schwächere Werte als im Vormonat den Euro belasten sollten.

Bevor wir uns auf die Zinsentscheidungen freuen können und die Zentralbanken zum Tanz der Kurse aufrufen gibt es aus Deutschland noch eine wichtige Meldung

12:00 Uhr Industrieproduktion Deutschland

www.nationalflaggen.de
neben der Einschätzung des Herstellungssektors in Sachen wirtschaftlicher Entwicklung auch Ausblicke auf die zu erwartende Beschäftigungslage, die Konsumbereitschaft und dem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts zu. Nachdem im letzten Monat ein Rückgang der Produktionszahlen von 1,2 % gemeldet wurde rechnet man für diese Lesung mit einem Wachstum vom 1,5 %. Sollte diese Erwartung - ähnlich wie gestern die Werte der Werkaufträge Deutschland übertroffen werden – könnte dies dem Euro Auftrieb verleihen.

Ich rate allerdings im Hinblick auf die anstehenden Entscheidungen der Zentralbanken und der EZB-Pressekonferenz zur Vorsicht.

Dies sind keine Handelsempfehlungen.

Montag, 6. Januar 2014

Handelsbilanz Australien und deutscher Arbeitsmarkt

 

Der Dienstag ist bis zur Mittagspause von zwei bedeutenden Wirtschaftsmeldungen geprägt.

Bereits in der Nacht erfahren wir wie sich der Außenhandel in Australien entwickelt hat.

01:30 Uhr Handelsbilanz aus Australien


Die Handelsbilanz ist ein wesentlicher Bestandteil der Leistungsbilanz einer Volkswirtschaft. Hier werden die Warenströme über die Landesgrenzen gehen bewertet. Die Werte des Imports von denen des Exports abgezogen, das Ergebnis ist entweder ein Handelsbilanzüberschuss (wenn die Exporte überwiegen) oder ein Handelsbilanzdefizit (wenn die Importe überwiegen). Da über die Landesgrenzen verkaufte Waren immer eine Geldstrom wegen der Bezahlung nach sich ziehen sind die Werte der Handelsbilanz für uns im Devisenhandel sehr wichtig. Australien war im letzten Jahr immer defizitär. Für diese Lesung erwartet man ein Defizit von 0,300 Billions AUD, ein deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vormonat mit 0,529 Billions AUD Defizit. Sollte hier ein noch besserer Wert gemeldet werden, wäre dies ein gutes Zeichen für den australischen Dollar.

Nach der Bekanntgabe der Handelsbilanz können wir uns beruhigt der Nachtruhe hingeben. Weitere wichtige Daten sind in dieser Nacht Fehlanzeige.

Erst im Laufe des Vormittags kommen dann aus Europa wieder erwähnenswerte Daten.

Bevor wir zum Highlight aus europäischer Sicht – den deutschen Arbeitsmarktdaten – kommen, 

sollten wir noch um 08:45 Uhr das französische Verbrauchervertrauen beachten.

Hier wird die Bevölkerung Frankreichs in einer Umfrage zu ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Nation befragt. Hierzu sind 2.000 Bürger aufgerufen ihre Meinung in Fragebögen kund zu tun. Der Index gilt als guter Frühindikator, der ermöglicht künftige Konsumausgaben vorher zu sagen. Es wird mit einem unveränderten Wert von 84 gerechnet. Nach dem Tiefpunkt im Sommer 2013 mit Werten von 78 und 79 pendelten die letzten Meldungen immer um die 85 herum. Ein besserer Wert als erwartet könnte dem Euro Auftrieb verleihen.

09:55 Uhr Deutsche Arbeitsmarktdaten

Hier ist mit vermehrter Volatilität im Euro zu rechnen, es werden die Arbeitslosenquote, die unverändert zum Vormonat bei 6,9 % liegen soll und die Veränderung in der Zahl der Erwerbstätigen, die bei –1.000 erwartet wird, veröffentlicht. Eine höhere Arbeitslosenquote oder ein stärkerer Rückgang bei den Zahl der Erwerbstätigen als erwartet, könnte wegen der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen den Euro stark belasten.

Auch der Blick auf die Seite der EZB hat keine wichtigen Termine ergeben, so dass ich den Überblick über den Vormittag hiermit beenden möchte.

Wie immer – die vorstehenden Erläuterungen sind keine Handelsempfehlungen.


Was war bedeutsam am 06.01.2014




Beginnen wir mit Meldungen die nicht unbedingt mit den Märkten auf den ersten Blick zu tun haben. 
Bildquelle: focus-online.de

Unsere Bundeskanzlerin hat sich bei Langlauf im Weihnachtsurlaub einen unvollständigen Beckenringbruch zu gezogen. Unangenehm für sie – ohne Frage – aber dafür Schlagzeilen in fast allen Zeitungen? Wo bleiben da die Meldungen über verunfallte Menschen wie „du und ich“ bitte schön? Die Regierungsarbeit – einiges kann Frau Bundeskanzler delegieren, den Rest aus vom Bett erledigen. 

Marktreaktionen - blieben auf diese Schreckensnachricht auch weitestgehend aus.

In Süddeutschland ruht das Wirtschaftsleben weitesgehend wegen des Drei-Königs-Tages - in einigen Bundesländern ein Feiertag, an dem die katholische Kirche Kinderscharen zum Spenden sammeln um die Häuser schickt:

Bildquelle:http://www.sternsinger.org/
Soviel zum Tag ausserhalb der Märkte - nun richten wir unseren Blick auf die Wirtschaft.

Die Dienstleistungs-PMI boten in Europa ein sehr gemischtes Bild. Während Spanien und Frankreich überzeugten, die Eurozone eine Punktlandung auf dem prognostizierten Wert hinlegte, enttäuschten Italien, Deutschland und Großbritannien.

Das Verbraucher- und Geschäftsvertrauen in Portugal konnte überzeugen und übertraf die Erwartungen.

Der Verbraucherpreisindex in Deutschland lag genau bei den Erwartungen.

Der ISM - Dienstleistungsindex aus USA enttäuschte, während die Auftragseingänge der Industrie zeitgleich fast unbemerkt von den Marktteilnehmern überzeugten.

Der Kurs des Euro bewegte sich zwischen 1,3570 am Tiefstpunkt und 1,3650 bisher am Höchstpunkt.

Ein Blick auf DAX sollte nicht fehlen. Der Kurs pendelte zwischen 9.406,10 am Tiefstpunkt und 9.479,90.

Meiner Meinung nach sind die Marktteilnehmer schon gespannt auf die Ergebnisse der EZB-Sitzung am Donnerstag und warten gespannt auf die NFP am Freitag.

Wer also in Euro und DAX investiert ist sollte weiterhin sehr aufmerksam sein und das Marktgeschehen gut beobachten.

Wie immer gilt, die Ausführungen sind keine Handelsempfehlungen.

Später kommt der Überblick über die Daten des morgigen Tages.