Nachdem die Nacht zum Montag von Japan
und China bestimmt war, kommen am frühen Montagmorgen die ersten
Daten aus Europa.
Bevor wir ins Detail gehen – der
übliche Hinweis:
Die nachfolgenden Erläuterungen sind
keine Handelsempfehlungen!
Beginnen wir mit den Daten aus der
Schweiz:
07:45 Uhr Arbeitslosenquote Schweiz
Die Stabilität des schweizerischen
Arbeitsmarktes erkennt man bei einem Blick in die historischen Daten.
Die saisonbereinigte Arbeitslosenquote in der Schweiz schwankt seit
Januar 2011 bis heute zwischen 2,9 und 3,2 %. Für diese Lesung sind
unverändert zum Vormonat 3,2 % zu erwarten. Die nicht
saisonbereinigte Quote verhält sich ähnlich – allerdings erwartet
man hier einen Anstieg auf 3,2 %. Im letzten Monat wurden hier noch
3,1 % erreicht. Höhere Arbeitslosenquoten als erwartet sollten CHF
unter Druck bringen.
09:15 Uhr Einzelhandelsumsätze
Schweiz
Die Umsatzzahlen im schweizerischen
Einzelhandel weisen deutlich steigende Tendenz. Man geht in den
Prognosen zu dieser Lesung von einem Zuwachs von 2,1 % aus. In
letzten Monat zum Vergleich betrug die Zuwachsrate von 1,0 %. Sollte
die Erwartung übertroffen werden, wäre dies ein Signal für
steigende Kurse des CHF.
Werfen wir nun einen Blick auf die
Daten aus der Eurozone:
Hier steht der Vormittag unter dem
Zeichen der Handelsbilanz. Aus Deutschland (08:00 Uhr),
Finnland (08:00 Uhr) und der Slowakei (09:00 Uhr) wird diese wichtige
Kennzahl für die Eurozone gemeldet. Hier müssen wir darauf achten,
in wie weit die Prognosen oder letzten Werte (bei fehlenden
Prognosen) erreicht werden. Über den Erwartungen liegende Werte
sollten den Euro stärken. Die Werte sind der untenstehenden Tabelle
zu entnehmen:
|
Land |
Prognose |
Letzter Wert
|
|
Deutschland |
18,0 Milliarden Euro Überschuss
|
18,8 Milliarden Euro Überschuss
|
|
Finnland |
Keine Prognose
|
0,43 Milliarden Euro Defizit
|
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Slowakei |
635 Millionen Euro Überschuss
|
545,7 Milliarden Überschuss
|
10:30 Uhr Sentix Investorenvertrauen
Eurozone
Hier geht es um die Einschätzung von
Großanlegern und Analysten in Bezug auf die Wirtschaftskraft der
Eurozone. Je höher die Kennzahl ausfällt um so größer ist das
Vertrauen der Anleger und Analysten zu bewerten. Letzten Monat lag
der Index bei 9,3 und soll auf 10,4 steigen. Wenn man bedenkt, dass
dieser Wert im April 2013 noch bei -17,3 lag doch eine deutliche
Verbesserung der Lage, die sich hier abzeichnet. Sollte der Wert die
Erwartungen übertreffen könnte der Höhenflug des Euro fortgesetzt
werden.
11:00 Uhr Griechischer
Verbraucherpreisindex
Die griechischen Verbraucherpreise
sollen der Vorhersage nach auf Jahressicht nur noch um 1,8 % sinken –
in Vormonat wurde noch Rückgang um 2,0 % gemeldet. Ein stärkerer
Rückgang der Preise als erwartet würde den Euro belasten.
12:00 Uhr OECD Composite
Frühindikatoren
Hier könnte das gesamte Währungsgefüge
in Wallung geraten. Die OECD (Organisation für wirtschaftliche
Zusammenarbeit und Entwicklung) gibt ihre Einschätzung für das
Wachstum der Weltwirtschaft bekannt. Es werden hier Daten aus 30 mehr
oder weniger industrialisiert Mitgliedsnationen ausgewertet. Man
rechnet mit einem leichten Anstieg dieses Indikator von 100,7 auf
100,8. Da in diesem Bericht erfahrungsgemäß einige Nationen oder
Wirtschaftsregionen mehr oder weniger gut abschneiden, muss man hier
mit mittleren Turbulenzen im Währungsgefüge rechnen.
Auf die Termine des Nachmittags gehe
ich am morgigen Vormittag in einem gesonderten Beitrag ein.
Ich wünsche allen einen gelungenen
Wochenauftakt.



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