Nachdem am Donnerstag der Tag der
europäischen Zentralbanken war und die USA mit sehr guten
Wirtschaftsdaten auf sich aufmerksam machten, sollten wir uns mit dem
Gedanken an den Beginn des Endes von QE3 vertraut machen.
Zunächst ein kurzer Rückblick auf die
Ereignisse vom Donnerstag:
Frankreich und Spanien enttäuschten
für die Eurozone mit eher schwachen Zahlen vom Arbeitsmarkt
beziehungsweise von der Industrieproduktion. Der Euro nahm dies eher
gelassen hin – EUR/USD fielen zwar vom morgendlichen Höchstkurs
erst wieder deutlich und die 1,36er Marke um dann nach der
Zinsentscheidung, die alles beim alten lies und der Pressekonferenz
mit Mario Draghi zu einem neuen Tageshöchstkurs von 1,3666 zu
klettern.
Die guten Daten aus USA verpufften
offensichtlich durch die Redegewandtheit von Herrn Draghi nahezu
unbemerkt. Auch die zeitgleiche Rede des US-Finanzministers Lew
konnte dem Euro nicht viel an haben.
Der Einkaufsmanagerindex von Kanada
enttäuschte auf der ganzen Linie, genau wie die Werkaufträge aus
USA.
Nun bleibt uns für diese Woche noch
ein Highlight im Kalender übrig – und die bange Frage: „Kommt
das Tapering im Dezember oder nicht?“
Da ich keine Glaskugel besitze – wage
ich hierzu keine Aussagen – höchstens die Vermutung, dass die
Wahrscheinlichkeit mit dem guten Ergebnissen der NFP steigen wird.
Nun aber zu den Daten des neuen
Handelstages:
Mit Ausnahme des Leitindex aus
Japan um 06:00 Uhr können alle in Ruhe darauf warten, was
ihnen der Nikolaus in die hoffentlich geputzten Stiefel vor der Tür
gestellt hat s.
Der Leitindex wird aus zwölf
verschiedenen Indikatoren gebildet und gibt einen guten Überblick
über die wirtschaftliche Entwicklung der japanischen Industrie.
Werte über 50 gelten als positive Einschätzung, zuletzt lag der
Wert bei 109,2 und soll auf 109,9 steigen.
Sollte die 110 fallen, wäre dies ein
gutes Zeichen für steigende Kurse des Yen.
08:45 Uhr Frankreichs Handelsbilanz
Die Entwicklung des französischen
Außenhandels steht hier auf dem Prüfstand. Im November betrug das
Handelsbilanzdefizit immerhin 5,8 Milliarden Euro, für diese Lesung
rechnet man mit 4,5 Milliarden. Sollte die Prognose nicht erreicht
werden, wäre dies ein Zeichen für den Euro in Richtung Keller zu
marschieren.
08:45 Uhr Haushaltskonsolidierung
Frankreichs
Kassensturz in der Staatskasse
Frankreichs – wahrscheinlich keine leicht Aufgabe für den
Finanzminister. Den Prognosen nach soll ein Loch in der Staatskasse
von 79,0 Milliarden Euro sein - immerhin eine Verbesserung gegenüber
dem Vormonat, da war das Defizit bei 80,8 Milliarden gelegen. Der
Euro würde sich über bessere Werte als erwartet freuen.
09:15 Uhr Verbraucherpreisindex der
Schweiz
Hier sind die Freunde des Schweizer
Franken zur Aufmerksamkeit aufgerufen. Die Preisentwicklung aus der
Sicht der Verbraucher gibt Aufschluss über die künftige
Inflationsrate der Eidgenossen und dem zu erwartenden
Wirtschaftswachstum. Die Werte werden einmal als Monatsvergleich und
einmal auf Jahressicht veröffentlicht. Im Monatsvergleich rechnet
man mit einem Preisrückgang von 0,2% nach zuvor 0,1 % Rückgang und
auf Jahressicht sieht es auch nicht viel besser aus –0,1 % nach
zuvor -0,3 %.
Sollte der Preisrückgang stärker
ausfallen als erwartet, sollte dies den schweizer Franken in den
Keller schicken.
10:30 Uhr Inflationserwartungen im
Vereinigten Königreich
Hier geht es um eine Befragung von 2000
Briten zu ihrer Erwartung der Inflationsrate innerhalb des nächsten
Jahres. Herausgeber ist die Die Bank of England in Verbindung mit der
GfK. Dieser Bericht wird vierteljährlich erstellt. Eine Prognose für
diesen Indikator gibt es leider nicht, der letzte Wert lag bei 3,2 %.
Ein höherer Wert als die 3,2 % sollte das britische Pfund stärken.
Nun haben wir alle Zeit uns auf das
Highlight des Tages, welches aus USA kommt und NFP genannt wird, vor
zu bereiten.
Bis dahin allen viel Handelserfolg und
wie immer:
Diese Ausführungen sind keine
Handelsempfehlungen.






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