Der letzte Handelstag der Woche steht
im Zeichen der Einzelhandelsumsätze aus Deutschland, der
Verbraucherpreise und der Arbeitsmarktdaten der Eurozone. Einige
weitere Termine, von eher untergeordneter Bedeutung, sind im
Wirtschaftskalender
zu finden auf die ich hier nicht näher eingehen werde.
Bevor wir auf die Daten aus der
Eurozone eingehen, möchte ich kurz auf einen wichtigen Termin aus
der Schweiz eingehen. Um 09:00 Uhr veröffentlicht das KOF
sein Konjunkturbarometer für die Schweiz. Eine interessante
Kennzahl zu der in hier
nähere Informationen zu finden
sind. Der Wert soll auf 1,82 steigen. Im Oktober lag er noch bei
1,72. Sollte der Anstieg schwächer als erwartet ausfallen, sollte
dies den schweizer Franken belasten.
Die
Frage nach der Umsatzentwicklung im deutschen Einzelhandel wir hier
beantwortet. Wir erfahren diesen Wert für zwei verschiedenen
Betrachtungszeiträume. Für die konjunkturelle Entwicklung
Deutschlands und somit auch der Eurozone ist diese Kennzahl sehr
wichtig. Man kann davon ausgehen, dass über den Erwartungen liegende
Werte den Euro stärken sollten. Im Monatsvergleich rechnet man mit
einem Anstieg der Umsätze von 0,5 % nachdem im letzten Monat ein
Rückgang von 0,4 % gemeldet wurde. Im Jahresvergleich liegen die
Erwartungen bei +1,3 %, zuletzt waren es +0,2 %.
10:30 Uhr Bekanntgabe verschiedener
Kennzahlen durch die Bank of England
Hier
sind Trader, die im britischen Pfund investiert sind für diese Woche
noch einmal zur Aufmerksamkeit aufgerufen. Es werden Daten zur
Geldmengenentwicklung, den Hypothekendarlehen und Privatkrediten
bekannt gegeben. Auch wenn im Wirtschaftskalender diese Werte nur mit
untergeordneter Volatilität bewertet sind, könnte es hier dennoch
zu Bewegungen am Markt kommen
Nun
aber zum Verbraucherpreisindex
aus der Eurozone.
11:00 Uhr
Verbraucherpreisindex
Die
Entwicklung der Verbraucherpreise ist zum einen stark von Angebot und
Nachfrage, aber auch von saisonalen Einflüssen geprägt. Eurostat
gibt die Entwicklung der statistischen Warenkörbe nach zwei
Kriterien bekannt. Einmal der sogenannte Kern VPI bei dem
Lebensmittel und Energie ausgeklammert werden und einmal der VPI, der
alle Bereiche des privaten Konsums berücksichtigt. Die künftige
Inflationsrate der Eurozone hängt von der Preisentwicklung aus
Verbrauchersicht wesentlich ab und somit auch das
Bruttosozialprodukt. Generell kann man davon ausgehen, das über den
Erwartungen liegende Werte,den Euro stärken sollten. Man geht für
den Kern VPI von einer Preissteigerung von 0,9 % (zuvor 0,8%) aus,
der alles umfassende VPI soll bei einer Zuwachsrate von +0,8 % nach
zuvor +0,7 % liegen.
11:00 Uhr Arbeitslosenquote
Eurozone
Für
die Eurozone geht man von einer auf hohem Niveau stagnierenden
Arbeitslosenquote von 12,2 % aus. Je höher die Arbeitslosenquote
liegt um so geringer wird dadurch die Konsumbereitschaft ausfallen,
was wiederum zu sinkenden Einzelhandelsumsätzen und sinkenden
Produktionszahlen führen würde. Wir können davon ausgehen, dass
eine höhere als erwartete Arbeitslosenquote den Euro belasten würde.
Bevor
wir den Überblick über die aus europäischer Sicht wichtigen Daten
beenden noch kurz ein Hinweis den ich auf der Homepage der
EZB gefunden habe:
09:15 Uhr Rede von Yves Mersch
Herr
Mersch spricht bei einer Veranstaltung im Festsaal Casino der Goethe
Universität Frankfurt. Hier
soll im Anschluss an die Rede das Protokoll abrufbar sein.




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