Donnerstag, 28. November 2013

Letzter Handelstag der Woche aus europäischer Sicht




Der letzte Handelstag der Woche steht im Zeichen der Einzelhandelsumsätze aus Deutschland, der Verbraucherpreise und der Arbeitsmarktdaten der Eurozone. Einige weitere Termine, von eher untergeordneter Bedeutung, sind im Wirtschaftskalender zu finden auf die ich hier nicht näher eingehen werde.

Bevor wir auf die Daten aus der Eurozone eingehen, möchte ich kurz auf einen wichtigen Termin aus der Schweiz eingehen. Um 09:00 Uhr veröffentlicht das KOF sein Konjunkturbarometer für die Schweiz. Eine interessante Kennzahl zu der in hier nähere Informationen zu finden sind. Der Wert soll auf 1,82 steigen. Im Oktober lag er noch bei 1,72. Sollte der Anstieg schwächer als erwartet ausfallen, sollte dies den schweizer Franken belasten.

08:00 Uhr Einzelhandelsumsatz Deutschland

Die Frage nach der Umsatzentwicklung im deutschen Einzelhandel wir hier beantwortet. Wir erfahren diesen Wert für zwei verschiedenen Betrachtungszeiträume. Für die konjunkturelle Entwicklung Deutschlands und somit auch der Eurozone ist diese Kennzahl sehr wichtig. Man kann davon ausgehen, dass über den Erwartungen liegende Werte den Euro stärken sollten. Im Monatsvergleich rechnet man mit einem Anstieg der Umsätze von 0,5 % nachdem im letzten Monat ein Rückgang von 0,4 % gemeldet wurde. Im Jahresvergleich liegen die Erwartungen bei +1,3 %, zuletzt waren es +0,2 %.

10:30 Uhr Bekanntgabe verschiedener Kennzahlen durch die Bank of England

Hier sind Trader, die im britischen Pfund investiert sind für diese Woche noch einmal zur Aufmerksamkeit aufgerufen. Es werden Daten zur Geldmengenentwicklung, den Hypothekendarlehen und Privatkrediten bekannt gegeben. Auch wenn im Wirtschaftskalender diese Werte nur mit untergeordneter Volatilität bewertet sind, könnte es hier dennoch zu Bewegungen am Markt kommen

Nun aber zum Verbraucherpreisindex aus der Eurozone.

11:00 Uhr Verbraucherpreisindex

Die Entwicklung der Verbraucherpreise ist zum einen stark von Angebot und Nachfrage, aber auch von saisonalen Einflüssen geprägt. Eurostat gibt die Entwicklung der statistischen Warenkörbe nach zwei Kriterien bekannt. Einmal der sogenannte Kern VPI bei dem Lebensmittel und Energie ausgeklammert werden und einmal der VPI, der alle Bereiche des privaten Konsums berücksichtigt. Die künftige Inflationsrate der Eurozone hängt von der Preisentwicklung aus Verbrauchersicht wesentlich ab und somit auch das Bruttosozialprodukt. Generell kann man davon ausgehen, das über den Erwartungen liegende Werte,den Euro stärken sollten. Man geht für den Kern VPI von einer Preissteigerung von 0,9 % (zuvor 0,8%) aus, der alles umfassende VPI soll bei einer Zuwachsrate von +0,8 % nach zuvor +0,7 % liegen.

11:00 Uhr Arbeitslosenquote Eurozone

Für die Eurozone geht man von einer auf hohem Niveau stagnierenden Arbeitslosenquote von 12,2 % aus. Je höher die Arbeitslosenquote liegt um so geringer wird dadurch die Konsumbereitschaft ausfallen, was wiederum zu sinkenden Einzelhandelsumsätzen und sinkenden Produktionszahlen führen würde. Wir können davon ausgehen, dass eine höhere als erwartete Arbeitslosenquote den Euro belasten würde.

Bevor wir den Überblick über die aus europäischer Sicht wichtigen Daten beenden noch kurz ein Hinweis den ich auf der Homepage der EZB gefunden habe:

09:15 Uhr Rede von Yves Mersch

Herr Mersch spricht bei einer Veranstaltung im Festsaal Casino der Goethe Universität Frankfurt. Hier soll im Anschluss an die Rede das Protokoll abrufbar sein.


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