Nach einem doch etwas turbulenten Handelstag durch die Entscheidungen der BoE und EZB blicken wir kurz zurück auf die Daten:
In der Nacht erfreuliches aus Australien, die Handelsbilanz und die Einzelhandelsumsätze überzeugten mit guten Werten. Die französische Arbeitslosenquote überraschte mit einem deutlichen Rückgang (hier könnte die beginnende Frühjahrsbelebung eher den Ausschlag gegeben haben als eine grundlegende Verbesserung der wirtschaftlichen Lage des Landes), Spanien konnte sich zu günstigeren Zinssätzen mit frischem Geld versorgen als noch zuletzt. Sehr erfreulich der Zuwachs in den deutschen Auftragsbücher des produzierenden Gewerbes (+1,2% nach erwarteten +0,7% gaben dem Euro den ersten Schub des Tages nach oben). Die Zentralbanken haben wie erwartet entschieden, dennoch reagierte der Euro mit einem deutlichen Ruck nach oben und greift nach Zielen oberhalb der 1,3850. Das britische Pfund hält sich hingegen knapp über dem Vortagesniveau. Erfreulich stabil präsentierte sich der US-Arbeitsmarkt mit seinen Zahlen der Arbeitslosenhilfe. Sowohl die Erstanträge als auch die Folgeanträge lagen unter den Erwartungen was für eine langsame Erholung nach dem strengen Winter in USA spricht. Enttäuschend hingegen die Werkaufträge in USA. Der erwartete Rückgang von nur 0,4 % konnte nicht erreicht werden, es wurden -0,7%. Kanadas Einkaufsmangerindex überzeugte mit 57,2 nach erwarteten 54,0. Wie stark der Winter die USA diesmal getroffen hat kann man unter anderem der Veränderung der Gaslagerbestände entnehmen -152B nach erwarteten -138B. Wir können demnach was den USD angeht bereits heute auf die NFP von morgen und auf die FOMC-Sitzung in knapp zwei Wochen gespannt sein.
Nun blicken wir auf die Ereignisse, auf die wir uns morgen vorbereiten sollten:
Die Nacht ist wie bereits eingangs beschrieben eher arm an Daten.
Um 06:00 Uhr veröffentlicht Japan seinen Leitindex. In diesem Index werden zwölf verschiedene Wirtschaftsindikatoren des Landes gemeinsam ausgewertet – von daher sollte man diesen Wert als sehr wichtig einstufen. Man rechnet mit einem Anstieg auf 112,4 nach zuvor 111,7. Wenn die Erwartungen nicht erfüllt werden, sollte dies den Yen negativ beeinflussen.
07:45 Uhr gibt die Schweiz ihre Arbeitslosenquote bekannt. Man geht von unveränderten Werten (3,2% saisonbereinigt und 3,5% nicht bereinigt) aus. Sollte hier eine höhere Quote gemeldet werden könnte sich der schweizer Franken negativ entwickeln. Weitere Daten aus der Schweiz folgen um 09:15 Uhr. Es geht um den Verbraucherpreisindex und die Industrieaufträge.Für die Verbraucherpreise rechnet man mit einem Anstieg von 1,0 %, die Industrieaufträge sollen nach dem Rückgang um 2,3 % im Vormonat um 1,0 % steigen. Auch hier sollten wir mit einer Schwäche des schweizer Franken rechnen, wenn die Marken nicht erreicht werden sollten.
Für die Eurozone stehen als wichtigster Wert die Industrieproduktion Deutschlands um 12:00 Uhr im Kalender. Man erwartet einen Zuwachs von 0,7 %. Sollte hier genau wie bei den Werkaufträgen am heutigen Tag die Marke überboten werden, könnte der nächste Freudensprung des Euros zu erwarten sein.
Nach den deutschen Zahlen können wir uns in aller Ruhe auf das Ereignis des Tages – die NFP – vorbereiten.
14:30 Uhr – Die NonFarmPayrolls werden über uns hinwegfegen. Meist ein hochvolatile Angelegenheit. Allen Neulingen, die diesen Beitrag lesen und nicht wissen um was es bei den NFP geht - hier – sind Hintergrundinformationen zu dieser Kennzahl zu finden. Es ist mit Kurssprüngen von mehr als 100 Pip zu rechnen – je nach Inhalt des Arbeitsmarktberichtes. Man rechnet mit 150.000 neugeschaffenen Stellen außerhalb der Landwirtschaft und einer unveränderten Arbeitslosenquote von 6,6% (die Zielmarke der Fed von unter 6,5 % ist also in greifbarer Nähe, was die Ängste der Märkte vor einem schnelleren Ausstieg aus QE3 beflügeln könnte). Da insbesondere der Webtrader immer wieder auf hohe Volatilität mit unerwarteten Aussetzer reagiert, sei jedem empfohlen sehr vorsichtig am Markt platziert zu sein, großzügige Absicherung zu wählen und vor allem jeden Ausfall!!! mit Screenshot zu belegen und umgehend Verluste bei eToro geltend zu machen.
Neben den NFP steht diesmal noch eine wichtige Kennzahl aus USA auf dem Programm – die Handelsbilanz. Hier wird der gesamte Warenstrom im Außenhandel bewertet. Man rechnet mit einem Handelsbilanzdefizit von 39,00 Billions USD ( 39 Milliarden nach unserer Lesart). Sollte hier ein größeres Loch in der Bilanz klaffen, wäre dies kein gutes Zeichen für den USD.
Zeitgleich mit den USA werden die Arbeitslosenquote Kanadas und die kanadische Handelsbilanz veröffentlicht. Kanadas Arbeitslosenquote soll unverändert bei 7,0 % liegen. Bei einer niedrigen Quote sollte der kanadische Dollar gestärkt werden. In der Handelsbilanz rechnet man mit einem Defizit von 1,0 Billion CAD), Hier sollte ein geringeres Defizit stützend auf CAD wirken.
Den Handelstag aus der Sicht des Wirtschaftskalenders beendet eine Rede von FOMC-Mitglied Dudley. Hier könnte es nochmal volatil werden.
Zum Abschluss dieses Überblick noch ein paar Gedanken zu den Overweekendhäkchen bei eToro:
Bisher war es bekanntlich so, dass wir jede Woche unsere Häkchen setzen mussten und prüfen sollten ob diese auch alle gesetzt sind, damit wir keine Positionen unbeabsichtigt bei Handelsschluss verlieren.
Diese Woche hat eToro seinen Systeme geändert. Zumindest bei kleinen Hebeln wird der Haken nun automatisch!!! gesetzt. Dies bedeutet für uns auf der einen Seite weniger Arbeit, auf der anderen Seite sollten wir insbesondere bei der am nächsten Freitag geltenden neuen Gebührenstaffel uns durchaus überlegen ob es sich lohnt einen Trade, der vielleicht kurz vor oder über der Gewinnschwelle liegt übers Wochenende zu teilweise bis zu 350% erhöhten Gebühren und dem Kursrisiko der neuen Handelswoche zu halten. Manchmal kann ein kleiner Verlust billiger sein als die hohen Gebühren.
Ich danke für die Aufmerksamkeit und wünsche einen erfolgreichen Wochenabsschluß







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