Montag, 6. Januar 2014

Handelsbilanz Australien und deutscher Arbeitsmarkt

 

Der Dienstag ist bis zur Mittagspause von zwei bedeutenden Wirtschaftsmeldungen geprägt.

Bereits in der Nacht erfahren wir wie sich der Außenhandel in Australien entwickelt hat.

01:30 Uhr Handelsbilanz aus Australien


Die Handelsbilanz ist ein wesentlicher Bestandteil der Leistungsbilanz einer Volkswirtschaft. Hier werden die Warenströme über die Landesgrenzen gehen bewertet. Die Werte des Imports von denen des Exports abgezogen, das Ergebnis ist entweder ein Handelsbilanzüberschuss (wenn die Exporte überwiegen) oder ein Handelsbilanzdefizit (wenn die Importe überwiegen). Da über die Landesgrenzen verkaufte Waren immer eine Geldstrom wegen der Bezahlung nach sich ziehen sind die Werte der Handelsbilanz für uns im Devisenhandel sehr wichtig. Australien war im letzten Jahr immer defizitär. Für diese Lesung erwartet man ein Defizit von 0,300 Billions AUD, ein deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vormonat mit 0,529 Billions AUD Defizit. Sollte hier ein noch besserer Wert gemeldet werden, wäre dies ein gutes Zeichen für den australischen Dollar.

Nach der Bekanntgabe der Handelsbilanz können wir uns beruhigt der Nachtruhe hingeben. Weitere wichtige Daten sind in dieser Nacht Fehlanzeige.

Erst im Laufe des Vormittags kommen dann aus Europa wieder erwähnenswerte Daten.

Bevor wir zum Highlight aus europäischer Sicht – den deutschen Arbeitsmarktdaten – kommen, 

sollten wir noch um 08:45 Uhr das französische Verbrauchervertrauen beachten.

Hier wird die Bevölkerung Frankreichs in einer Umfrage zu ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen Entwicklung ihrer Nation befragt. Hierzu sind 2.000 Bürger aufgerufen ihre Meinung in Fragebögen kund zu tun. Der Index gilt als guter Frühindikator, der ermöglicht künftige Konsumausgaben vorher zu sagen. Es wird mit einem unveränderten Wert von 84 gerechnet. Nach dem Tiefpunkt im Sommer 2013 mit Werten von 78 und 79 pendelten die letzten Meldungen immer um die 85 herum. Ein besserer Wert als erwartet könnte dem Euro Auftrieb verleihen.

09:55 Uhr Deutsche Arbeitsmarktdaten

Hier ist mit vermehrter Volatilität im Euro zu rechnen, es werden die Arbeitslosenquote, die unverändert zum Vormonat bei 6,9 % liegen soll und die Veränderung in der Zahl der Erwerbstätigen, die bei –1.000 erwartet wird, veröffentlicht. Eine höhere Arbeitslosenquote oder ein stärkerer Rückgang bei den Zahl der Erwerbstätigen als erwartet, könnte wegen der gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen den Euro stark belasten.

Auch der Blick auf die Seite der EZB hat keine wichtigen Termine ergeben, so dass ich den Überblick über den Vormittag hiermit beenden möchte.

Wie immer – die vorstehenden Erläuterungen sind keine Handelsempfehlungen.


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