Der Dienstag ist bis zur Mittagspause
von zwei bedeutenden Wirtschaftsmeldungen geprägt.
Bereits in der Nacht erfahren wir wie
sich der Außenhandel in Australien entwickelt hat.
01:30 Uhr Handelsbilanz aus Australien
Die Handelsbilanz ist ein wesentlicher
Bestandteil der Leistungsbilanz einer Volkswirtschaft. Hier werden
die Warenströme über die Landesgrenzen gehen bewertet. Die Werte
des Imports von denen des Exports abgezogen, das Ergebnis ist
entweder ein Handelsbilanzüberschuss (wenn die Exporte überwiegen)
oder ein Handelsbilanzdefizit (wenn die Importe überwiegen). Da über
die Landesgrenzen verkaufte Waren immer eine Geldstrom wegen der
Bezahlung nach sich ziehen sind die Werte der Handelsbilanz für uns
im Devisenhandel sehr wichtig. Australien war im letzten Jahr immer
defizitär. Für diese Lesung erwartet man ein Defizit von 0,300
Billions AUD, ein deutliche Verbesserung im Vergleich zum Vormonat
mit 0,529 Billions AUD Defizit. Sollte hier ein noch besserer Wert
gemeldet werden, wäre dies ein gutes Zeichen für den australischen
Dollar.
Nach der Bekanntgabe der Handelsbilanz
können wir uns beruhigt der Nachtruhe hingeben. Weitere wichtige
Daten sind in dieser Nacht Fehlanzeige.
Erst im Laufe des Vormittags kommen
dann aus Europa wieder erwähnenswerte Daten.
Bevor wir zum Highlight aus
europäischer Sicht – den deutschen Arbeitsmarktdaten – kommen,
sollten wir noch um 08:45 Uhr das französische Verbrauchervertrauen
beachten.
Hier wird die Bevölkerung Frankreichs
in einer Umfrage zu ihrer Einschätzung der wirtschaftlichen
Entwicklung ihrer Nation befragt. Hierzu sind 2.000 Bürger
aufgerufen ihre Meinung in Fragebögen kund zu tun. Der Index gilt
als guter Frühindikator, der ermöglicht künftige Konsumausgaben
vorher zu sagen. Es wird mit einem unveränderten Wert von 84
gerechnet. Nach dem Tiefpunkt im Sommer 2013 mit Werten von 78 und 79
pendelten die letzten Meldungen immer um die 85 herum. Ein besserer
Wert als erwartet könnte dem Euro Auftrieb verleihen.
09:55 Uhr Deutsche Arbeitsmarktdaten
Hier ist mit vermehrter Volatilität im
Euro zu rechnen, es werden die Arbeitslosenquote, die unverändert
zum Vormonat bei 6,9 % liegen soll und die Veränderung in der Zahl
der Erwerbstätigen, die bei –1.000 erwartet wird, veröffentlicht.
Eine höhere Arbeitslosenquote oder ein stärkerer Rückgang bei den
Zahl der Erwerbstätigen als erwartet, könnte wegen der
gesamtwirtschaftlichen Auswirkungen den Euro stark belasten.
Auch der Blick auf die Seite der EZB
hat keine wichtigen Termine ergeben, so dass ich den Überblick über
den Vormittag hiermit beenden möchte.
Wie immer – die vorstehenden
Erläuterungen sind keine Handelsempfehlungen.



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