Mittwoch, 4. Dezember 2013

Große Datenwelle aus USA und Kanada



Los geht es mit den Daten bereits zur besten Mittagszeit. Wie immer vorweg - meine Erläuterungen sind keine Handelsempfehlungen.

Kurz ein Rückblick auf die Ereignisse der Nacht und des Vormittags

Das australische Bruttoinlandsprodukt enttäuschte, sowohl die Quartalszahlen als auch die Jahreszahlen lagen unter den Erwartungen. Im Quartal statt der erwarteten 0,8 % Wachstum nur 0,6 % aufs Jahr gesehen statt 2,6 % Wachstum nur 2,3 %. 


Die Werte aus Europa, was den Dienstleistungseinkaufsmanagerindex angeht, konnten auch nicht wirklich überzeugen. Die Einzelhandelsumsätze der Eurozone blieben sogar deutlich hinter den Erwartungen zurück – aber den Euro interessierte das wohl weniger – die Märkte warten offensichtlich schon gespannt auf die Entscheidungen der EZB, die bekanntlich morgen um 13:45 Uhr anstehen und auf die anschließende Pressekonferenz mit Dr. Mario Draghi. Deutlich auf den Rückzug befindet sich der DAX, der sich jetzt doch schon deutlich von seinem Höchststand von über 9.400 Punkten entfernt hat.

Nun kommen wir aber zu den aktuellen Meldungen:

13:00 Uhr MBA-Hypothekenanträge

Diese Kennzahl wird jeden Mittwoch zur gleichen Zeit veröffentlicht und bietet einen guten Überblick über die Nachfragesituation am us-amerikanischen Immobilienmarkt. MBA, das ist die Mortgage Bankers Association of America, die diese Kennzahl seit 1990 bekannt gibt. Es wird untersucht um welchen Prozentsatz sich die Anzahl der neuen Hypothekenanträge verändert hat.
Für diesen Indikator werden wöchentlich die Hypothekenbanken, Sparkassen und Geschäftsbanken nach ihren Verkaufszahlen befragt. Seit September 2011 basiert diese Kennzahl auf rund 75% der Umsätze des amerikanischen Hypothekenmarktes. In diesem Bericht werden verschiedene Subindizes ausgewertet, die wichtigsten davon sind der Refinanzierungsidex, Kauf- und Gesamtindex. Es handelst sich um einen saisonbereinigten Index der als Basisjahr 1990 zu Grunde legt. 

Welche Rückschlüsse können wir aus dieser Kennzahl ziehen? 

Für uns im Devisenhandel ist diese Kennzahl richtungsweisend für die Entwicklung am Immobilienmarkt. Da Hauskäufer meist vor der Kaufentscheidung einen Antrag auf die Finanzierung stellen, kann man von der prozentualen Veränderung gut ablesen, wie die Kauf- und Investitionsbereitschaft der US-Amerikaner am Immobilienmarkt ist, dies gibt auch Auskunft über die weitere Entwicklung der Baubranche, die wiederum Auswirkungen auf das Bruttoinlandsprodukt der USA hat. 

Welche Auswirkungen auf die Kursentwicklung des USD sind zu erwarten? 

Da es bei diesem Wert keine Prognosen gibt, kann man nur von den Werten der vorangegangenen Woche ausgehen.
Da ein Anstieg in der Zahl der Neuanträge auf wachsende Kaufbereitschaft schließen lässt und somit ein starker Immobilienmarkt das Wachstum in den USA widerspiegelt, kann man bei steigenden Werten auch von steigenden USD-Kursen ausgehen.
Im Umkehrschluss signalisieren sinkende Werte bei den Neuanträgen einen Wirtschaftsabschwung und sollten sich negativ auf den USD auswirken.
Zeitgleich wird noch die 30-jährige Hypothekenquote des Hypothekenbank-Vereinigung.

Auch zu dieser Kennzahl gibt es keine Prognose, man muss ebenfalls davon ausgehen, dass höhere Werte als in der Vorwoche (4,48 %) positive Wirkung auf den USD haben sollten.

Im nächsten Teil des Blogs finden wir dann den „kleinen Bruder“ der NFP und viele weitere wichtige Meldungen.

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