Donnerstag, 28. November 2013

Die goldenen Regeln



Ich habe, nachdem ich angefangen habe mich mit dem Devisenhandel eingehender zu beschäftigen und leider auch die ersten Fehlgriffe gemacht hatte, mir ein paar goldene Regeln angeeignet. Natürlich, kann ich nicht von mir behaupten, dass ich die goldenen Regeln immer zu 100 % beachte, da manchmal eine verlockende Chance, die man sieht einfach den Verstand, wenn auch nur in der entscheidenden Sekunde, aussetzen lässt.

Ich empfehle jedem Neueinsteiger, der sich erfolgreich im Devisen-, Rohstoff- oder Aktienmarkt bewegen will, einmal ein paar Minuten Zeit zu nehmen und meine goldenen Regeln zumindest zu lesen.

Handele nie mit Geld, dessen Verlust Du Dir nicht leisten kannst!

Auch bei sorgfältiger Analyse, dem besten Moneymanagment und aller Vorsicht kann man Verluste nie zu 100% ausschließen, daher ist es sträflicher Leichtsinn seine letzten Reserven in Investments – egal ob Devisen, Rohstoffe, Indizes oder Aktien – zu stecken, wenn durch eine Fehlentscheidung die elementaren Lebensgrundlagen wie ( Miete, Strom, Gas, Versicherungen und Leben) nicht mehr gezahlt werden können. Noch mehr als sträflichen Leichtsinn muss man es bezeichnen, wenn jemand mit geliehenem Geld oder durch Kreditaufnahme erlangtes Geld im Forexmarkt investiert.

Lege nie zu viel Geld in eine Position!

Auch wenn alle Indikatoren, alle Nachrichten und das Bauchgefühl sagen, der Kurs steigt, besteht immer ein „Restrisiko“. Um nicht in Bedrängnis durch solch unvorhersehbarer Ereignisse zu geraten, nehmen Trader, die sehr sicher handeln wollen als Tradegröße 1 – 2% ihres Kapitals als optimale Größe an. Mehr als 5% in eine Position zu stecken gilt schon als sehr riskant. Mehrere Trades in der gleichen Richtung mit 1 oder 2% sollte man auch vermeiden, vor allem, wenn diese innerhalb einer sehr kleinen Kursspanne liegen.

Behalte immer eine ausreichende Geldreserve zurück!

Sichere Trader arbeiten nie mit mehr als 20% ihres Kapitals um gegebenenfalls bei einer Fehlentscheidung durch einen höheren StopLoss die Position weiter zu sichern und zu retten. Beispiel: Nehmen wir ein Konto mit 10.000$ an. Wir planen als optimale Tradegröße 2% des Kapitals ein zu setzen. Also liegt unsere Tradegröße bei 200$. Berücksichtigen wir die Kapitalnutzung von 20% bedeutet dies, das man maximal zehn Trades mit 200$ gleichzeitig offen haben kann. Nehmen wir weiterhin an, dass alle zehn Trades (im x100Hebel geöffnet) durch ungünstige Einflüsse nicht optimal laufen und im Verlust liegen – so hat der Trader durch die vorsichtige Strategie immer noch genug Kapital um seine Fehlentscheidung durch Nachschieben des StopLoss ab zu sichern und die Trades nicht im Verlust schließen zu müssen.

Handele nie gegen den Trend!

Es macht wenig Sinn, wenn alle Indikatoren und Nachrichten fallende Kurse einer Währung anzeigen gegen den Markt zu handeln und Kaufpositionen zu eröffnen, dies kann man frühestens bei eindeutigen Signalen einer Trendumkehr riskieren. Zum Beispiel, wenn der Kurs an die Begrenzungen der Bollingerbänder kommt oder der RSI eindeutig im überkauften oder überverkauften Bereich steht. Frühzeitiges gegen den Trend handeln ist immer dann zum scheitern verurteilt, da der gerade geöffnete Trade erst mal in die falsche Richtung geht und der dadurch entstandene Verlust aus gesessen werden muss bevor der Trade in die Gewinnzone kommt.

Akzeptiere, dass nicht jede Investition den erwünschten Gewinn bringen wird!

Nicht jede Investition wird Dir den erhofften Gewinn bringen, allein bedingt durch die Haltedauer und der anfallenden Over-Weekendgebühren, kann es gerade bei langfristigen Trades eine so genannte Nullnummer werden. In ungünstigen Fällen ist die Aufgabe eines schlecht laufenden Trades sinnvoller als wochenlang an der Position fest zu halten.

Durch die Beachtung meiner goldenen Regeln konnte ich in den letzten fast zwei Jahren zwar nicht jeden Verlust vermeiden, aber mein Konto vor einigen Unannehmlichkeiten schützen.

Einer der ersten SocialGurus, die seit neuestem Popular Inverstors genannt werden, bei eToro @babczyk hat einen Lieblingsspruch:

Gier frisst Hirn“

Dies soll jeden warnen, auch bei noch so verlockend aussehenden Chancen auf Gewinn die Augen für die Realität offen zu halten.

Natürlich gibt es eine Menge unterschiedlicher Ansätze und Strategien im Internet nach zu lesen, für mich haben „meine goldenen Regeln“ sehr viel Bedeutung.

Frei nach dem Motto „Jeder ist seines Glückes Schmied“ muss allerdings jeder Trader selbst sich die Regeln aufstellen, die zu seinem Tradingstil passen.

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