Montag, 18. November 2013

Alles wartet in Europa auf die Daten des ZEW




Nach einer relativ ruhigen Nacht und einem ausgiebigen Frühstück können wir uns auf ein Highlight im Wirtschaftskalender aus deutscher Sicht freuen. Bevor es allerdings soweit ist kommen Norwegen und Italien Wirtschaftsdaten heraus, die wir uns näher ansehen sollten.

10:00 Uhr Bruttoinlandsprodukt Norwegen

In der früheren Heimat der Wirtschaftsnachrichten – dem eToro-Blog – ist hier ein ausführlicher Blogbeitrag zum Thema BIP zu finden. Norwegens BIP wies im letzten Quartal ein Wachstum von 0,8 % aus. Für diese Lesung sind 0,5 % Wachstum prognostiziert. Bessere Werte sollten die norwegische Krone stützen.


10:00 Uhr Auftragseingänge der italienischen Industrie

Da gut gefüllte Auftragsbücher der Industrie auf künftiges Wirtschaftswachstum und einen sich stabilisierenden Arbeitsmarkt hindeuten würden, ist dies Kennzahl für die italienische Wirtschaft und die Eurozone als sehr wichtig ein zu stufen. Istat, die italienische Statistikbehörde gibt die Zahlen einmal im Monats- und einmal in Jahresvergleich heraus.
Im Monatsvergleich wurde im letzten Monat ein Zuwachs von 2,0 % gemeldet. Für diese Lesung erwartet man nur noch 0,5 % Zuwachs. Für den Jahresvergleich gibt es keine Prognose. Die letzte Lesung ergab unerfreuliche -6,8 %. Was kann dies nun für den Euro bedeuten? Werte oberhalb der Prognose oder über der letzten Lesung -bei fehlender Prognose- sollten den Euro stützen.

10:45 Uhr Anleiheauktion Spanien

Spanien, eine der größeren Volkswirtschaften der Eurozone, bietet zur Finanzierung seines Staatshaushaltes Geldmarktpapiere mit sechs- und zwölfmonatiger Laufzeit an. Die Anleger an den Finanzmärkten beobachten solche Auktionen mit Aufmerksamkeit und achten auf die erzielbare Rendite und die Zeichnungsbereitschaft. Je mehr Zinsen ein Land für seine Anleihen zahlen muss umso schlechter ist es um die Kreditwürdigkeit des Landes bestellt, diese Risiko wird aber von einigen Anlegern in Kauf genommen um mehr Rendite zu erzielen. Daher kann es bei solchen Auktionen auf zu vermehrter Nachfrage nach dem Euro kommen und die Kurse sich verschieben.

11:00 Uhr ZEW-Konjunkturerwartungen für Deutschland und die Eurozone

Hier kommen wir zu dem Highlight des Tages aus europäischer Sicht. Im Link in der Überschrift sind ausführliche Erläuterungen zu der Kennzahl verborgen. Dieser Index ist für die Beurteilung der Wachstumsaussichten für Deutschland und für die gesamte Eurozone sehr wichtig. Die Werte sind der nachfolgenden Tabelle zu entnehmen.

Kennzahl
Prognose
Letzter Wert
Konjunkturerwartungen Deutschland
54,0
52,8
Konjunkturerwartungen Eurozone
63,1
59,1
Aktuelle Konjunkturerwartung Deutschland
31,0
29,7

Als Wirkung auf den Euro kann man annehmen, das Werte unterhalb der Erwartungen den Euro schwächen.

Nun ist es Zeit für eine ausgiebige Mittagspause – ob mit gutem Essen, einem Schläfchen oder einem schönen Spaziergang - bleibt jedem selbst überlassen. Es empfiehlt sich allerdings rechtzeitig um 14:00 Uhr wegen der Daten aus USA wieder anwesend zu sein.

Wie immer – es handelt sich hier nicht um Handelsempfehlungen!

Danke für die Aufmerksamkeit.



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